Ziel ist ein sicherer, barrierefreier und attraktiver öffentlicher Raum für alle

Die Stadt Köln möchte den öffentlichen Raum rund um die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel neugestalten. Dabei sollen verkehrliche, städtebauliche und ökologische Funktionen verknüpft werden. Aktuell entspricht der Bereich nicht den gesetzlichen Anforderungen. Viele Hindernisse und Straßenquerungen erschweren besonders Menschen mit Seh- oder Gehbehinderung die Fortbewegung. Ziel ist ein sicherer, barrierefreier und attraktiver öffentlicher Raum für alle – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto. Vor allem der Fußverkehr soll sich künftig einfacher und sicherer bewegen können. Zudem soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden, etwa mit Grünflächen und weiteren Bäumen. Dafür bringt die Verwaltung nun eine Vorlage in den politischen Gremienlauf ein.

Mehr Verkehrssicherheit für alle
Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel zählt zu den wichtigen Umsteigepunkten im Kölner Norden. Dort verkehren die Stadtbahnlinien 12, 13 und 15 sowie die Buslinien 121, 140 und 147. Ergänzend wird die Haltestelle bei Bedarf von den Taxibus-Linien 184 und 186 bedient. In unmittelbarer Umgebung befinden sich außerdem das Bezirksrathaus, die Stadtteilbibliothek, Schulen, Geschäfte und weitere wichtige Einrichtungen.

Geplant sind barrierefreie Bushaltestellen, sichere und komfortable Fußwege sowie zusätzliche signalisierte Querungen. Akustische und taktile Elemente sollen sehbeeinträchtigten Menschen künftig bei der Orientierung helfen. Dafür wird das taktile Leitsystem an die Stadtbahn- und Bushaltestellen angebunden. Gleichzeitig werden alle freilaufenden Rechtsabbieger zurückgebaut. Das sorgt für mehr Sicherheit für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Nachhaltige Mobilität
Auch der Radverkehr wird gestärkt. Entlang der Neusser Straße entstehen neue Radverkehrsanlagen, die Radverbindung Niehler Gürtel wird ausgebaut und das Angebot an Fahrradabstellanlagen deutlich erweitert. Vorgesehen sind zusätzliche frei zugängliche und gesicherte Bike+Ride-Plätze sowie Stellplätze für Lastenräder. Darüber hinaus werden Flächen für Sharing-Angebote wie Leihräder, E-Scooter und Carsharing in die weitere Planung einbezogen. So soll der Standort als moderner Mobilitätsknoten weiterentwickelt werden.

Platz für Grün
Freiwerdende Verkehrsflächen werden künftig für Grünflächen, Aufenthaltsbereiche und bessere Wegeverbindungen genutzt. Eine neue Platzfläche an der Nordwestseite der Stadtbahnhaltestelle soll Raum für kleinere Veranstaltungen und Aktionen bieten. Zusätzliche Bäume sorgen künftig für Schatten und ein angenehmeres Stadtklima. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Klimaschutz. Wo möglich, sollen neue Grünflächen entstehen und zusätzliche Straßenbäume gepflanzt werden. Regenwasser soll künftig vor Ort versickern oder verdunsten, um die Kanalisation zu entlasten. Dafür wird gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln ein integriertes Entwässerungskonzept entwickelt.

So geht es weiter
Stimmt die Politik der Vorlage der Verwaltung zu, wird die Vorentwurfsplanung abgeschlossen. Im Anschluss beginnen die Ingenieur*innen der Stadt Köln mit der Entwurfsplanung. Die Verwaltung wird die weiteren Planungsschritte durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung begleiten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Verwaltung den politischen Gremien einen Baubeschluss vorlegen. Aktuell plant die Stadt Köln eine Umsetzung der Maßnahme im Jahr 2030.

Voraussichtliche Kosten
Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Für das Haushaltsjahr 2027 beantragt die Verwaltung zusätzlich 185.000 Euro für planungsbegleitende Gutachten und Untersuchungen. Darüber hinaus beabsichtigt die Stadt Köln, Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen für Nahmobilität sowie für den öffentlichen Personennahverkehr zu beantragen.

Unter SessionNet | Planungsbeschluss für den barrierefreien Ausbau der KVB-Haltestelle
Neusser Straße/Gürtel einschl. der Buswendeschleife in Höhe des Bezirksrathauses Nippes Neusser Straße/Gürte
l kann die Vorlage im Ratsinformationssystem der Stadt Köln abgerufen werden.
Weitere Informationen stehen unter Radverkehrsplanung Niehler Gürtel - Stadt Köln und Abbau freilaufender Rechtsabbieger - Stadt Köln zur Verfügung.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit