Unsere Leitlinien zum Klimaschutz gehen deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus

Wir sorgen durch unsere Energieleitlinien für besonders klimaschonende Eigenschaften unserer öffentlichen Gebäude wie Schulen, Kindertagesstätten, Rathäuser, Bibliotheken oder Museen. Die Leitlinien haben wir im Sinne des Klima- und Umweltschutzes bereits im Jahr 2004 entwickelt. Sie wurden vom Rat beschlossen und 2017 fortgeschrieben. Sie gehen deutlich über die gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung hinaus. Bei allen unseren Beauftragungen an Architektur- und Ingenieurbüros sind sie bindende Grundlage. Sie gelten für alle städtischen Neubauten, Sanierungsvorhaben im Gebäudebestand sowie für Gebäude, die mit privaten Investorenmodellen errichtet werden. Ziel ist eine nachhaltige effiziente Energienutzung.

Damit gehen wir mit gutem Beispiel für Privathaushalte und Privatwirtschaft voraus. Wir haben aber auch ein intensives Energiecontrolling für unsere rund 660 Gebäude. So haben wir zwischen 2005 und 2018 mehr als 570 energiesparende Maßnahmen in unseren Objekten umgesetzt. Aus den daraus gewonnenen Kennwerten erstellen wir jährlich für das Vorjahr einen Energiebericht. Darin dargestellt ist die Verbrauchsentwicklung der städtischen Gebäude für Heizenergie, Strom und Wasser. Ebenso weist der Energiebericht auch die durch bauliche Energiesparmaßnahmen erzielten Einsparungen aus. 

Bereits seit 2010 installieren wir auf fast jedem Neubau eine Photovoltaikanlage. Zusätzlich verpachten wir Dächer an Privatinteressenten zwecks Solarstromgewinnung. Aktuell sind 20 städtische und 34 an private Betreiberinnen und Betreiber verpachtete Anlagen in Betrieb.

© Stadt Köln
Auf dem Dach der Schule Rendsburger Platz mit Photovoltaikanlage - Astrid Schüßler und Michael Nawroth sind verantwortlich für das Energiemanagement

Der erzeugte Solarstrom reicht aus, um etwa 604 Haushalte mit Strom zu versorgen. Damit leisten wir einen deutlichen Beitrag zur Senkung der Energiekosten, aber auch zur Reduzierung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes. Insbesondere bei den neueren Anlagen wird dabei ein erheblicher Anteil des erzeugten Stromes in den jeweiligen Gebäuden direkt selbst verbraucht. Teilweise bis zu 90 Prozent. Durch den Abschluss von Wartungsverträgen und Installation einer Online-Überwachung für alle Anlagen konnten wir den Ertrag nochmals deutlich steigern. Mit einer neuen Monitoring-Software können wir zudem Betriebsstörungen sowie andere Abweichungen vom Regelbetrieb der Heizungsanlagen noch schneller erkennen und beheben. Für dieses Energiecontrolling-System haben wir in 200 Objekten neue Zähler installiert. Darüber hinaus ist der städtische Strom-Mix komplett atom- und kohlefrei.