Mehr Sicherheit für Radfahrende

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Freilaufende Rechtsabbieger ermöglichen es Auto- und Lkw-Fahrenden an Kreuzungen oder Einmündungen zügig nach rechts abzubiegen, da sie nicht in das Ampelsystem eingebunden sind. An verschiedenen Stellen kam es dabei immer wieder zu gefährlichen Situationen oder Konflikten zwischen Lkw- oder Autofahrenden und zu Fuß Gehenden sowie Radfahrenden. Daher beschloss 2018 der Rat, alle freilaufenden Rechtsabbieger in Köln zu prüfen und gegebenenfalls umzubauen.

Mit dem Abbau von freilaufenden Rechtsabbiegern machen wir Kreuzungen für zu Fuß Gehende und Radfahrende also deutlich sicherer. 

Schnelle Entschärfung durch Sofortmaßnahmen

Im Rahmen des Projektes "Abbau freilaufende Rechtsabbieger" haben wir zunächst rund 300 Knotenpunkte mit Ampelanlage und freilaufenden Rechtsabbiegern im Stadtgebiet ermittelt. Da es an einigen Knotenpunkten mehrere freilaufende Rechtsabbieger gibt, beträgt die Gesamtzahl rund 510.

Anschließend haben wir einen Katalog entwickelt, der eine Vielzahl von kleinen Sofortmaßnahmen sowie mittel- und langfristigen Umbaumaßnahmen enthält. Wie aus einem "Baukasten" können unsere Planungsteams hieraus einzelne Maßnahmen für die jeweilige Kreuzung bedarfsgerecht auswählen und wie einzelne Bausteine miteinander kombinieren. Durch Sofortmaßnahmen, wie den Einsatz von Pollern, konnten wir die Unfallgefahr an vielen Straßenkreuzungen bereits kurzfristig entschärfen.  

Hiermit erleichtern und beschleunigen wir den Abbau von Rechtsabbiegern deutlich. Den Prozess haben wir gemeinsam mit Vertreter*innen von Polizei, ADFCADAC und VCD in einem Facharbeitskreis abgestimmt und festgelegt. Der Facharbeitskreis begleitet auch die Umsetzung der ersten Maßnahmen.

Plan F-Award 2022 für das Projekt

Auf der 16. Fahrradkommunalkonferenz in Aachen wurden wir 2022 für das Projekt mit dem "Plan F"-Award ausgezeichnet.

"Plan F"-Award für die Stadt Köln

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