Konferenz spricht sich gegen Ungleichbehandlung von Geflüchteten aus

Die Konferenz "Interkulturelles Köln", die jährlich von der Stadt Köln ausgerichtet wird, konnte nach zwei Corona-bedingt digitalen Veranstaltungen, erstmalig wieder in Präsenz stattfinden. Es diskutierten rund 150 haupt- und ehrenamtlich Aktive über die Ungleichbehandlung von geflüchteten Menschen. Unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen führen etwa dazu, dass die vor Krieg geflohenen Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit anders behandelt werden als zum Beispiel Drittstaatler*innen oder staatenlose Menschen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte in ihrer Rede:

Viele ausländische Studierende, die vor den russischen Bomben flohen, hatten und haben in der EU mit Problemen und Einschränkungen zu kämpfen, fast so, als seien nicht auch sie Opfer dieses Krieges. Ich werde mich weiterhin auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass diese Menschen ihre Studien und ihr Leben in Frieden fortsetzen können.

Zu den Themen "Rechtliche Rahmenbedingungen", "Wohnen", "Ehrenamt", "Ausbildung/Studium" und "Spracherwerb" wurde von den Workshopteilnehmenden unter fachkundiger Anleitung erarbeitet, welche Perspektiven für eine Gleichbehandlung aller Gruppen von geflüchteten Menschen geschaffen werden könnten und welche Forderungen an die Politik gestellt werden sollten:

  • Der Landeserlass, der den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine regelt, soll verlängert werden.
  • Überprüfung der Regelungen des Aufenthaltsrechts und des Asylbewerberleistungsgesetzes.
  • Mehr Möglichkeiten zur professionellen Sprach- und Kulturmittlung schaffen. So wie die ukrainische Sprache mitgedacht wurde, ist dies auch auf andere Sprachen zu übertragen.
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit