Konzert vom Kölner Ratsturm mit Klängen aus der Ukraine

Rund um das Historische Rathaus ist am Samstag, 2. April 2022, gegen 15.30 Uhr ein ganz besonderes Friedenskonzert zu hören, zum dem die Stadt Köln insbesondere alle Ukrainer*innen und Helfer*innen, aber auch alle Kölner*innen und Besucher*innen einlädt. Für rund 40 Minuten wird das Künstlerpaar Toru Takao und Katarzyna Takao-Piastowska aus Wuppertal auf dem Glockenspiel des Ratsturms die ukrainische Nationalhymne und weitere ukrainische Melodien als Solidaritätsbekundung spielen.

Sie, gebürtige Polin, und er, gebürtiger Japaner, folgen damit einem Aufruf des weltweiten Verbandes der Carillonneure sprich Glockenspieler (World Carillon Federation), an dem sich auch russische Carillonneure beteiligen. Von Türmen in aller Welt soll eine Friedensbotschaft für die Ukraine erklingen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker freut sich, dass die beiden den Kölner Ratsturm für ihr Friedenskonzert ausgewählt haben:

Der Hässlichkeit der kriegerischen Angriffe in der Ukraine die schönen, reinen Klänge des Glockenspiels entgegenzusetzen, ist eine ganz wunderbare Idee. Symbolträchtig ist unser Glockenspiel, ein Geschenk der Kölner Handwerkskammer, Teil des Ratsturms, der im Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut wurde. Ich danke dem Musikerpaar für ihr Engagement. Wir alle dürfen nicht nachlassen zu mahnen, zu unterstützen und zu hoffen – damit möglichst bald ein neuer Frieden in Europa eingeläutet werden kann.

Im Rathaus werden ukrainische und polnische Diplomat*innen, Helfer*innen des Blau-Gelben-Kreuz e.V. und anderer Organisationen und Vertreter*innen der Stadtpolitik bei einem kleinen Empfang das Konzert verfolgen.

Das Glockenspiel oder Carillon ist ein einzigartiges Musikinstrument, das seit seiner Entstehung vor 500 Jahren in Europa heute in 30 Ländern bekannt ist, weltweit sind 680 Musiker bekannt, die es beherrschen. Nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika, Asien und Australien sind seit Anfang März Friedenskonzerte mit ukrainischen Weisen zu hören. Alle Glockenspieler*innen arbeiten zusammen, unabhängig von ihrem Herkunftsland.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit