Radfahrstreifen mit innovativer Lösung für den Anlieferverkehr

Die Stadt Köln hat die Stolberger Straße im rund 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Oskar-Jäger-Straße und Eupener Straße neugestaltet. Die Stadt Köln stand vor der Herausforderung, den Liefer-, Bus-, Rad- und Fußverkehr in Einklang zu bringen. Ein ansässiger Industriebetrieb muss für große Lastwagen erreichbar sein. Zudem verkehrt dort die Buslinie 140. Und die Stolberger Straße gehört zum beschlossenen Radverkehrskonzept Lindenthal, sie ist daher eine Hauptroute für den Radverkehr. Außerdem liegt die Stolberger Straße auf dem Schulweg vieler Kinder. Deshalb hatten Bürger*innen Verbesserungen gefordert. Im Projekt "Weststadt" sind mehrere Immobilienentwicklungen in der Umgebung geplant. Dadurch gewinnt die Stolberger Straße weiter an Bedeutung.

Temporäre Ladezone

Im Austausch mit lokalen Akteur*innen und den Kölner Verkehrs-Betrieben hat die Stadt Köln eine innovative Lösung entwickelt. Sie hat einige Parkplätze im Bereich der Hausnummer 200 für die Zeit zwischen 6 und 16 Uhr zu einer Ladezone für große Lastwagen erklärt. Bisher hielten diese Lastwagen auf der Fahrspur. So bleibt das Industrieunternehmen erreichbar und Autos sowie Fahrräder können ungehindert auf ihrer jeweils eigenen Spur fahren. Das verbessert den Verkehrsfluss auf der Stolberger Straße für alle Verkehrsteilnehmer*innen.

Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität, bewertet die Umsetzung positiv:

Wir haben, unterstützt durch den konstruktiven Austausch mit den Akteur*innen vor Ort, erreicht, dass sich die Situation für alle Verkehrsteilnehmer*innen verbessert. Das ist deshalb wichtig, weil sich die Stadtquartiere in Köln weiterentwickeln. Für immer mehr Menschen und Verkehrsteilnehmer*innen sind sichere und gut funktionierende Lösungen unabdingbar.

Verbesserungen für den Radverkehr

In beide Fahrtrichtungen hat die Stadt Köln einen teils mehr als zwei Meter breiten Radfahrstreifen eingerichtet. Einige Bereiche sind rot eingefärbt, um darauf aufmerksam zu machen, dass zum Beispiel Autos den Radweg beim Einbiegen queren könnten. Die ampelgeregelte Kreuzung am Maarweg wurde mit fahrradfreundlichen Markierungen ausgestattet. Sie ermöglichen Radfahrer*innen an wartenden Fahrzeugen vorbeizufahren und sich an Ampeln vor dem Kfz-Verkehr aufzustellen. Dies erhöht die Sichtbarkeit, reduziert den "toten Winkel" und ermöglicht ein sichereres Anfahren.

Wer zwischen Müngersdorf und Ehrenfeld mit dem Rad unterwegs ist, kann sich über eine sichere, komfortable und durchgängige Radverkehrsführung freuen,

sagt Jürgen Möllers, Fahrradbeauftragter der Stadt Köln.

Es wird sicherer

Außerdem hat die Stadt Köln die Gefahr von Dooringunfällen mit parkenden Autos deutlich verringert. Das sind Unfälle, bei denen Radfahrer*innen gegen eine unachtsam und plötzlich geöffnete Autotür (Englisch "door") prallen oder beim Ausweichen stürzen. Im Abschnitt zwischen der Hausnummer 92 und der St.-Vither-Straße kann auf der nördlichen Straßenseite künftig nicht mehr geparkt werden. Auf der Südseite zwischen der Elsenborner Straße und der Stolberger Straße 92 ist das Senkrechtparken für Pkw auf ein Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen begrenzt. Neben Markierungs- und Beschilderungsarbeiten wurden im Vorfeld Ausbesserungen am Asphalt vorgenommen. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 330.000 Euro. Bis Donnerstag, 7. Mai 2026, finden noch Restarbeiten statt.

Weitere Informationen zum Radverkehrsnetz:

Radverkehrshauptnetz für alle Stadtbezirke

Wie Dooring-Unfälle vermieden werden können, zeigt die Stadt Köln unter:

Rücksicht mit Rückblick Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit