Fast 10.000 Behandlungskontakte – Zahl steigt um rund 20 Prozent zum Vorjahr an

Der Mobile Medizinische Dienst (MMD) des Gesundheitsamtes der Stadt Köln versorgt seit mehr als 30 Jahren wohnungslose und drogenabhängige Menschen in Köln. Jetzt liegt der Jahresbericht "Medizinische Grundversorgung wohnungsloser und drogenabhängiger Menschen in Köln" für 2025 vor.

Im vergangenen Jahr hat das Team des MMD 1.681 Patient*innen behandelt. Insgesamt stieg die Zahl der Behandlungskontakte auf 9.956 (im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von rund 20 Prozent). 679 Personen ließen sich erstmalig vom MMD behandeln. Die Personen waren zwischen 17 bis 92 Jahre alt, das Durchschnittsalter lag bei den Frauen bei 46 und bei den Männern bei 46,8 Jahren. In den vergangenen Jahren ist – absolut wie prozentual – eine Entwicklung zu einer größeren Zahl älterer Patient*innen nachweisbar.

Die meisten Personen suchen den MMD wegen internistischer Erkrankungen unter anderem zur Behandlung akuter Infektionserkrankungen der Atemwege oder auch chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, chronische Atemwegserkrankungen oder Stoffwechselkrankheiten auf. Weitere häufige Behandlungsanlässe sind Hauterkrankungen und akute Verletzungen oder chronische Wunden.

Medizinische Behandlungen erfolgen mit einem Konzept aufsuchender Arbeit im direkten Lebensumfeld. Die Sprechstunden finden in Behandlungsräumen statt, die die Einrichtungen der Wohnungslosen- und Drogenhilfe im Stadtgebiet für den MMD vorhalten. Dieses trägerübergreifende Konzept mit Nutzung gewachsener Strukturen, sich ergänzender Angebote und Kompetenzen hat sich seit Jahren bewährt.

Um die medizinische Versorgung wohnungs- und obdachloser Frauen zu verbessern, hat der MMD im Laufe des Jahres 2025 sowohl im Café Victoria (Drogenhilfe Köln) als auch im Café Auszeit (Sozialdienst Katholischer Frauen) Sprechstunden für Frauen etabliert. Um auch die Menschen zu erreichen, die die Kontaktstellen der Wohnungslosenhilfe nicht aktiv aufsuchen, wurde gemeinsam mit dem Verein OASE Benedikt Labre e. V. und dem Aufsuchenden Suchtclearing (ASC) das sogenannte Medical Streetwork intensiviert.

Der vollständige Bericht ist im Ratsinformationssystem der Stadt Köln verfügbar unter:

Medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen in Köln - Jahresbericht 2025 Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit