Verwaltung veröffentlicht aktuellen Sachstandsbericht zum Projekt
Im Bauprojekt "MiQua. LVR – Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln" richtet im Mai das Generalunternehmen, das für den Innenausbau sowie die Montage der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) zuständig ist, seine Baustelle ein, um danach mit den Arbeiten zu starten. Dem schließt sich der museale Ausbau an, für den noch ein Generalunternehmen (GU) gesucht werden muss. Parallel wird an mehreren Bereichen der Ebene 0 weitergearbeitet. Sobald das Schwerlastgerüst unterhalb des Stahlbaus komplett demontiert ist, starten in diesem Bereich die Arbeiten der Sandabsaugung und Freilegung der geschützten Archäologie.
Die ausstehenden Arbeiten am Dach sowie die Restleistungen an der Natursteinfassade werden voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2026 abgeschlossen. Für die Metall-Glas-Fassade müssen aufgrund der Insolvenz der hierfür beauftragten Firma die noch offenen Restleistungen (Innenfassaden Mikwe und Synagoge, Eingangsschleuse, Außentüren) neu ausgeschrieben werden. Für den Bereich des Haupteingangs zum Spanischen Bau wird derzeit geprüft, ob eine Gesamtausschreibung für Treppensanierung und Platzflächen möglich ist, um Synergieeffekte nutzen zu können. Grund dafür ist die Kündigung des Auftragnehmers für die Außenanlagen. Die Sanierung der Treppenanlage vor dem Spanischen Bau soll zum Ende des dritten Quartals fertiggestellt sein, dazu wurde bereits ein neues Planungsbüro beauftragt. Nach Ablauf der Planung, Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen, kann mit der Treppensanierung begonnen werden.
Im Museumspädagogischen Zentrum (MPZ) laufen die ersten Prozesse für Abnahme und Inbetriebe. Im Praetorium wird bis noch bis zum Oktober 2026 gearbeitet, danach können auch dort die baulichen Abnahmen beginnen.
Das "LVR – Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln" soll im Juni 2028 baulich fertiggestellt und Ende Dezember 2028 in Betrieb genommen werden. Weil die verfügten Mittel für das Gesamtprojekt in Höhe von knapp 190 Millionen Euro brutto ausgeschöpft sind, werden weiter Einsparpotentiale geprüft.
Das MiQua entsteht neben dem Kölner Rathaus. Mit dem römischen Praetorium, dem mittelalterlichen jüdischen Viertel und dem Goldschmiedeviertel wird es in einem gemeinsamen Rundgang einige der bedeutendsten archäologischen Architekturfunde zur Geschichte der Stadt Köln und des Rheinlandes präsentieren. Das Museum wird sich aus der unterirdischen archäologischen Fundebene und dem oberirdischen Neubau zusammensetzen. In der etwa 6.000 Quadratmeter großen Ebene unter dem Niveau des Platzes wird ein archäologischer Rundgang als Dauerausstellung eingerichtet. Diese wird im ersten Obergeschoss mit der Ausstellung zur Jüdischen Geschichte und Kultur Kölns von 1424, dem Jahr der Vertreibung der Juden aus Köln, bis in die Moderne fortgeführt. Mit der Übergabe übernimmt der LVR die Trägerschaft. Die Stadt Köln unterhält das Gebäude und das Bodendenkmal sowie die zugehörigen Fundobjekte.
Der aktuelle Statusbericht zum Projekt ist im Ratsinformationssystem einsehbar: SessionNet | Sachstandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 13. April 2026