Stadt stellt Abschlussbilanz zur Aktionswoche vor
Die Stadt Köln hat von Mittwoch, 14. Januar, bis einschließlich Mittwoch, 21. Januar 2026, auf Initiative von Oberbürgermeister Torsten Burmester eine Aktionswoche unter dem Motto "Ordnung und Sauberkeit in den Veedeln" durchgeführt. Das Ordnungsamt hat in dieser Zeit in allen Kölner Stadtbezirken verstärkt Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Ziel war es, auf Fehlverhalten aufmerksam zu machen, ordnungswidrige Störungen und Belästigungen frühzeitig zu erkennen, zu beheben und für eine angenehme und sichere Lebensqualität in allen Stadtteilen zu sorgen.
Die Zahlen zeigen: Es ist und bleibt viel zu tun. Insgesamt gab es 541 Gespräche mit Bürger*innen, 717 Schrotträder wurden beklebt, bei 566 die Entfernung veranlasst. In 380 Fällen wurde wilder Müll gemeldet und teilweise bereits entfernt. 61 Mal wurden eine oder mehrere lagernde Personen festgestellt, teilweise wurden die Lager geräumt. In einem Fall mussten 25 Kubikmeter Müll entsorgt werden. 179 Mal schritt das Ordnungsamt wegen Schrottfahrzeugen im öffentlichen Raum, Rauchen auf Spielplätzen, illegaler Sondernutzungen oder Gefahrenstellen und weiteren Ordnungswidrigkeiten ein. 34 Personen müssen mit einer Anzeige wegen illegalen Drogenkonsums rechnen, Zwölf Personen wurden in flagranti beim Wegschnippen von Zigarettenkippen, sechs Personen beim Wegwerfen von Müll und 43 Personen beim Wildpinkeln erwischt.
Oberbürgermeister Torsten Burmester:
Diese Aktionswoche hat noch einmal deutlich gemacht, wo wir stehen. Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung sind für mich nicht verhandelbar – bestimmte Zustände werde ich nicht länger dulden. Die Kölnerinnen und Kölner beklagen zu Recht eine zunehmende Verwahrlosung des öffentlichen Raums. Das Problem der Vermüllung und das auch damit verbundene Gefühl mangelnder Sicherheit gehen wir jetzt verstärkt an. Wer seinen Müll achtlos wegwirft, muss genauso mit empfindlichen Strafen rechnen wie Kioskbetreiber, die den Jugendschutz missachten. Diese Stadt gehört allen – und die Regeln gelten für alle, damit Köln für alle lebenswert bleibt.
Neben dem Ordnungsamt wurde die Aktionswoche von zahlreichen weiteren Ämtern und Behörden unterstützt, darunter das Grünflächenamt, aber auch die Abfallwirtschaftsbetriebe, die Polizei und der Zoll.
"Veedelstreff" mit dem Ordnungsamt
Bei zahlreichen Aktionen war Oberbürgermeister Burmester persönlich mit dabei. Auf dem Wiener Platz in Mülheim zum Beispiel, wo er sich während des "Veedelstreff" des Ordnungsamtes den Fragen, Sorgen und Anregungen der Bürger*innen stellte. Oft ging es um das Thema Müll (25 Fälle), mal um zugeparkte Einfahrten und mangelnde Parkplätze, mal um Taubenfüttern und Taubenkot. In Ehrenfeld stand das Thema Parken ganz oben auf der Beschwerdeliste (41 Fälle). 17 Personen nutzten die Gelegenheit, um zu fragen, was man braucht, um sich beim Ordnungsamt zu bewerben.
Auch in der Innenstadt war der Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Ordnungsamt unterwegs. Hier sind die Probleme oftmals andere, insbesondere die Einhaltung der Nachtruhe.
Testkäufe mit Jugendlichen
54 Betriebe wurden in der Aktionswoche kontrolliert, dabei 41 Verstöße festgestellt. Dies macht eine Quote von 76 Prozent. Bei der letzten Kontrolle wurden neben verbotenem Tabak (sieben THC-Vapes und 70 Snooze) eine Machete und eine Schreckschusswaffe gefunden und sichergestellt.
Mietwagenkontrollen
Mit der Kontrolle von Mietwagen fand am gestrigen Mittwoch, 21. Januar 2026, die erste Fokuswoche "Ordnung und Sauberkeit in den Veedeln" ihren Abschluss. 206 Wagen wurden von Stadt, Polizei und Zoll kontrolliert. Insgesamt wurden 39 Ordnungswidrigkeiten (hauptsächlich wegen Verletzungen der Rückkehrpflicht) und 17 Verwarngelder wegen fehlender Dokumente, Verbandskästen oder falsch angebrachter Ordnungsnummern erhoben. Für das Kassen- und Steueramt wurden 800 Euro vollstreckt.
Die Beschäftigten der Finanzkontrolle "Schwarzarbeit" des Hauptzollamts Köln überprüften 23 Mietwagenfahrer. Bei elf Fahrern liegen Anhaltspunkte vor, dass ihnen weniger als der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wird. Für den Missbrauch von Sozialleistungen (Leistungsbetrug), ergaben sich in sieben Fällen konkrete Anhaltspunkte. Gegen sieben Fahrer wurden noch vor Ort Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, da sie die Einsichtnahme in ihre Mietwagen-App verweigerten. Sie müssen nach Abschluss des Verfahrens mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.
Gelegenheit, sich mit Mitarbeitenden des Ordnungsamtes zu treffen und über ordnungsrechtliche Angelegenheiten aus dem Bezirk zu sprechen, gibt es auch in diesem Jahr bei weiteren "Veedelstreffs" mit dem Ordnungsamt. Sie finden in allen Stadtbezirken während der Wochenmärkte von je 10 bis 13 Uhr statt:
| 20. März 2026 | Sürth (Sürther Hauptstraße/Fronhofstraße) |
| 26. März 2026 | Porz-Urbach (Am Schwanebitzer Hof) |
| 21. April 2026 | Sülz (Auerbachplatz) |
| 7. Mai 2026 | Chorweiler (Liverpooler Platz) |
| 21. Mai 2026 | Neubrück (An St. Adelheid) |
| 3. Juni 2026 | Longerich (Gartenstadt Nord, Schlackstraße/Johannes-Rings-Straße) |
| 19. Juni 2026 | Deutz (Deutzer Freiheit) |
| 10. Juli 2026 | Ehrenfeld (Neptunplatz) |
| 2. September 2026 | Höhenhaus (Wupperplatz) |