Künstlerische Vorhaben von 13 Künstler*innen und zwei Kurator*innen erhalten

Im Mai fand die Jurysitzung zur Vergabe der altersunabhängigen Recherche- und Arbeitsstipendien im Bereich "Bildende Kunst" 2024 statt. Diese Stipendien ermöglichen es professionellen Künstler*innen und Kurator*innen der bildenden und Medienkunst, sich während der Förderung ohne wirtschaftliche Zwänge auf individuelle künstlerische Projekte zu konzentrieren. Ziel ist es, die lokale Kunstszene zu stärken und Künstler*innen und Kurator*innen in ihrem weiteren Schaffen zu unterstützen.

Zum Ende des Bewerbungszeitraums am 8. Mai 2024 wurden insgesamt 203 Bewerbungen eingereicht. Unter den Bewerber*innen befanden sich 85 Männer, eine nicht-binäre Person und 117 Frauen. Zudem gingen 17 Konzepte für kuratorische Projekte ein. Die Altersspanne der Bewerber*innen reicht von einer Person, die 1949 geboren ist, bis zu einer im Jahr 1998 geborenen Bewerberin. Die meisten Bewerbungen gingen von Kreativen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren ein.

Die Jury traf sich am 17. Mai und wählte folgende 15 Personen für die Stipendien 2024 aus:

Künstler*innen: Hella Berent, Valeria Fahrenkrog, Selma Gültoprak, Roshni Grunenberg, Hyeseon Jeong & Seongmin Yuk, Pai Litzenberger, Hanna Noh, Klaus Osterwald, Christian Pilz, Max Mauro Schmid, Ani Schulze, Lina Sieckmann, Sarah Szczesny.

Kuratorinnen: Meryem Erkus, Nada Rosa Schroer.

Die Vielfältigkeit der künstlerischen Praxis wird auch in der Themen- und Medienwahl deutlich. Multidisziplinäre und medienübergreifende Projekte, Bewegtbild-Medien wie Videokunst und künstlerischer Dokumentarfilm, sind ebenso vertreten, wie malerische, performative, partizipatorische und fotografische Recherche- und Arbeitsvorhaben.

Die Jury setzte sich in diesem Jahr wie folgt zusammen: Ihsan Alisan (Kurator, Köln), Céline Berger (Künstlerin, Köln), Irene de Craen, (Kunsthistorikerin/Verlegerin, Berlin), Dr. Emmanuel Mir (Kunsthistoriker, Düsseldorf), Martina Sauter (Künstlerin, Düsseldorf). Vom Kulturamt der Stadt Köln nahm Nadine Müseler (Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien) beratend an der Sitzung teil, vom Organisationsteam des Kulturwerks des BBK Köln waren Petra Gieler (Geschäftsführung BBK) und Doris Frohnapfel (Vorstandsmitglied BBK) mit dabei.

Seit 2019 werden die Stipendien jährlich vergeben und sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Das Konzept wurde vom Kulturwerk des BBK in Abstimmung mit dem Kulturamt und dem Netzwerk AIC entwickelt und durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Die Einführung dieser individuellen Künstler*innen-Förderung war ein im Szenebericht 2018 und in der Kulturentwicklungsplanung 2019 geäußerter Wunsch der Kölner Kunstszene.

Im kommenden November wird in der Temporary Gallery wieder die Abschluss- und Vernetzungsveranstaltung der Stipendiat*innen 2024 stattfinden, die zu diesem Anlass die Ergebnisse ihrer Recherchen und Arbeitsvorhaben einem Publikum an Kolleg*innen, Kunstraumbetreiber*innen, Förder*innen und allen Interessierten präsentieren.

Weitere Informationen

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit