Am Barbara-von-Sell-Berufskolleg wurde Richtfest gefeiert

© Stadt Köln/ Matthias Meurer
Markus Greitemann (Stadt Köln, Dezernent Planen und Bauen), Klaus Legner (Architekt des Büros h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten GmbH), Andreas Vohs (Polier des GU-Unternehmens Ed. Züblin AG), Michael Schopen (Stellvertretender Schulleiter), Ludger Koch (Technischer Direktionsleiter des Generalunternehmers Ed. Züblin AG NRW (v.l.n.r.))

Ein wichtiger Meilenstein beim Bau der Erweiterung des Barbara-von-Sell-Berufskollegs in Nippes ist erreicht: Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, die ersten Fenster sind eingebaut und der Innenausbau ist gestartet. Am Montag, 27. März 2023, feierten nun auf dem Schul- und Baugrundstück am Niehler Kirchweg der Dezernent für Planen und Bauen der Stadt Köln, Markus Greitemann, Architekt Klaus Legner von "h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten GmbH", Ludger Koch, Technischer Direktionsleiter des Generalunternehmers Ed. Züblin AG NRW, und der stellvertretende Schulleiter Michael Schopen, das Richtfest.  

Die Erweiterung gehört zum ersten Maßnahmenpaket zum beschleunigten Schulbau. Sie wird mit einem Generalunternehmen verwirklicht, das von der Stadt Köln im Oktober 2021 beauftragt wurde. Im Januar 2022 war Baubeginn, der Innenausbau soll planmäßig im Februar 2024 abgeschlossen werden. Im März 2024 könnte dann die bauliche Fertigstellung erfolgen und das Gebäude an die künftigen Nutzer*innen übergeben werden. Die voraussichtlichen Baukosten betragen 44 Millionen Euro brutto.  

Der Erweiterungsbau des Berufskollegs erhält eine sandfarbene Klinkerfassade sowie Holz-Alu-Fenster mit Sonnenschutz und Glastüren. Im Erdgeschoss sind Besprechungs- und Funktionsräume vorgesehen, in den Obergeschossen die Unterrichtsräume. Diese sind mit Blick ins Grüne ausgerichtet. Flexible Lernzonen in den Fluren dienen dem individuellen Arbeiten wie auch als Kommunikationsbereiche. Der Hauptbaukörper erhält eine extensive Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen.  

Die beiden neuen Gebäudeteile bilden mit dem Bestandsgebäude einen zentralen Innenhof, der als Schulhof genutzt wird. Alle Gebäudeteile sind untereinander und der Neubau mit dem viergeschossigen Bestandsgebäude verbunden. Die Erweiterung schließt den Campus des Barbara-von-Sell-Berufskollegs an der östlichen Grundstücksgrenze ab. Der Niveauunterschied von einem Vollgeschoss im Gelände ermöglicht eine natürliche Verzahnung mit dem Toni-Steingass-Park. Dorthin ist derzeit ein Teil der Schule im Interim ausgelagert.      

Eine besondere Herausforderung bei Planung und Bau stellte der Natur- und Artenschutz bei der Umsetzung des von der Politik beschlossenen Bauvorhabens dar. Eingriffe in unversiegelte Flächen werden von der Stadt Köln als Bauherrin möglichst vermieden, da nachhaltiges Bauen eins ihrer zentralen Leitprinzipien darstellt. Auch am Niehler Kirchweg gab es daher von Beginn an eine externe, unabhängige ökologische Baubegleitung.  

Das Bauprojekt gehört zu dem ersten "Maßnahmenpaket Schulbau" mit 22 Bauvorhaben (Neubauten, Erweiterungen, Generalinstandsetzungen und Interimsbauten) an elf Schulstandorten, die in einem beschleunigten Verfahren unter der Leitung der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln durch Generalunternehmen (GU) oder Totalunternehmen (TU) geplant und/oder baulich umgesetzt werden sollen. Der Rat hatte im April 2017 den Weg für dieses Sonderprogramm freigemacht, im Juli 2019 wurde es von ursprünglich 15 auf 22 Bauvorhaben erweitert und den aktuellen Marktbedingungen angepasst. Die aktuelle Kostenprognose für die Realisierung der 22 Bauvorhaben liegt bei 745 Millionen Euro. Ein zweites Paket mit dieser besonderen Vergabeform wurde 2020 verabschiedet und im Dezember 2022 konkretisiert. Es ist mit mehr als 50 Großbaumaßnahmen an 20 Schulstandorten sowie zwei komplett neuen Gesamtschulen rund 1,7 Milliarden Euro schwer und damit das größte Schulbau-Programm in der Geschichte Kölns.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit