Erweiterungsbau an der Straße Unter Linden fertiggestellt

© Thomas Banneyer/ Stadt Köln
Neue Sandkaul Front

Zwei Wochen früher als geplant ist der Erweiterungsneubau für das Gymnasium Neue Sandkaul in Köln-Widdersdorf jetzt fertiggestellt. Abschließend wird in der Mitte des Campus noch der neue Schulhof gestaltet. Der neue Baukörper schließt barrierefrei an das Bestandsgebäude an. Das Gymnasium, das sich noch im Aufbau befindet, belegt bereits einen Gebäudeteil und kann nun im Neubau weiter wachsen. Die Erweiterung wurde baulich mit einem Bestandstrakt verbunden, der ebenso wie zwei weitere Gebäudeteile noch von der privaten Internationalen Friedensschule Köln (IFK) genutzt und sukzessive dem Gymnasium Neue Sandkaul zugeschlagen wird, das auch die Turnhalle bereits mitbenutzt.

Wenn die Privatschule die älteren Bauteile verlassen hat, sind Umbaumaßnahmen für die technische Ausstattung, aber auch Grundrissveränderungen für die städtische Nutzung notwendig. Grund dafür ist, dass die Anforderungen öffentlicher Schulen, etwa in Bezug auf Klassenstärken oder auch pädagogische Konzepte, sich zu denen privater Schulen unterscheiden. So müssen nach städtischen Standards etwa Alarmierungsanlagen unterschiedlicher Baukörper einer Schule miteinander vernetzt sein.

© Thomas Banneyer/ Stadt Köln
Neue Sandkaul Photovoltaikanlage

Das Grundstück samt seiner privat errichteten Bestandsgebäude hatte die Stadt Köln Anfang 2020 erworben. Baubeginn für die Erweiterung des neuen städtischen Gymnasiums vor Ort war im Juli 2020. Nach Auszug der Friedensschule, die in privater Hand in Köln-Ossendorf neu errichtet wird und bis dahin Mieterin der Stadt am jetzigen Standort bleibt, werden im Gymnasium Neue Sandkaul bis zu 780 Lernende untergebracht werden können.

Verwirklicht wurde ein Entwurf des Büros Dohle + Lohse Architekten. Mit der Erweiterung wurde ein Gebäude-Ensemble vervollständigt, so dass nun sechs Gebäude ein  Areal bilden. Im Neubau sind ein Ganztagsbereich mit Mensa und Aula, ein pädagogisches Zentrum, Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht sowie ein großzügiger Bibliotheksraum entstanden.

Durch offene Flurzonen und ein großflächiges Dachoberlichtband wird das Gebäude optimal und klimaschonend belichtet. Für die Nachhaltigkeit bei Planung und Bau zeugen zudem die Errichtung in klimaschonender Passivhausbauweise sowie eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Modulen. Die Innenräume sind transparent und hell gestaltet, um eine angenehm freundliche Atmosphäre und eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen. Gelernt wird in sogenannten Clustern, das sind Raumgruppen mit angebunden Kommunikations- und Küchenbereichen, die sowohl dem differenzierten Lernen als auch der Erholung und der Begegnung dienen. Ein Schul-Café mit einer großzügigen Aufenthaltszone an der Westgiebelseite des Neubaus lädt ebenso zum Verweilen ein.

Das Projekt gehört zum ersten von inzwischen zwei durch den Rat beschlossenen Maßnahmenpaketen Schulbau, die in einem beschleunigten Verfahren unter der Leitung der Gebäudewirtschaft mit Generalunternehmen (GU) oder Totalunternehmen (TU) geplant und/oder baulich umgesetzt werden. Diese Vergabeform erspart der Stadt Köln als öffentlicher Bauherrin eine zeitlich aufwändige sowie termin- und kostenriskante Vergabe nach Einzelgewerken. Zur Unterstützung der Gebäudewirtschaft im Bereich Projektsteuerung und Projektleitung gibt es zwei externe Multiprojektmanager. Bei Projekten mit einem GU übernimmt dieser, nach den vorbereitenden Planungsarbeiten durch die Stadt, sämtliche Bauleistungen. Totalunternehmen nehmen der Stadtverwaltung zu einem noch früheren Zeitpunkt nahezu alle Planungsleistungen ab.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit