Verwaltung legt dem Rat Vorschlag zur Einrichtung der Stelle vor

Kunst- und Kulturräume sind in Köln zunehmend durch Verdrängungsprozesse in ihrer Existenz bedroht. Daher betont die Kulturentwicklungsplanung (KEP) explizit die Bedeutung von Räumen für die Entwicklung von Kunst und Kultur. Es gilt, in den nächsten Jahren weiteren Verdrängungsprozessen aktiv und vorausschauend entgegenzuwirken, existierenden Kulturräumen eine Perspektive zu bieten sowie neue Räume für Kultur zu erschließen. Daher legt die Verwaltung dem Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am Dienstag, 21. Juni 2022, eine Vorlage zur Einrichtung einer Stabsstelle "Kulturraummanagement" im Dezernat Kunst und Kultur zur Entscheidung vor.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Kultur ist die Seele unserer Stadt. Es ist eine wichtige Aufgabe, Orte zu sichern und zu schaffen, an denen Kultur stattfinden kann. Dass nun eigens dafür bei der Stadt eine Stabstelle eingerichtet wird, ist notwendig und der richtige Schritt, um eine florierende Kulturlandschaft auch für die Zukunft in Köln sicherzustellen.

Agiles Kulturraummanagement heißt, einerseits Räume für Kunst und Kultur im Bestand zu sichern, andererseits in Stadtentwicklungsprozessen Kreativräume mitzudenken,

so Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln. In engem Austausch mit den verschiedenen Dezernaten der Stadtverwaltung, Politik und Kulturszene wird die neue Organisationseinheit alle Angelegenheiten, die mit der Entwicklung und Förderung von Kulturräumen in Verbindung stehen, bündeln und so neue Synergien schaffen.

Das Kulturraummanagement ist eines der drei Pilotprojekte der Kulturentwicklungsplanung und wurde inhaltlich in einem dezernatsübergreifenden Prozess im Rahmen der Erstellung des Statusberichts "Kreativräume in der Stadtentwicklung" entwickelt. Das Kulturraummanagement soll die Transformation des Statusberichts zur Integration von Kreativräumen in die Stadtentwicklung zu einem verbindlichen Handlungskonzept – ein Schlüsselprojekt der Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+" – fortführen und die darin formulierten Maßnahmen umsetzen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit