Am 1. November 2021 startet die Einrichtung der Baustelle

© Hahn Helten, Architektur
Der künftige Innenhof mit dem öffentlich zugänglichen Spielplatz

Der erste Bauabschnitt zur Sanierung des Altbaus (Trakt A und B) der Königin Luise-Schule in der Alten Wallgasse 10 startet ab dem 1. November 2021 mit dem Einrichten der Baustellenfläche. Im ersten Bauabschnitt werden die Ver- und Entsorgungsleitungen entlang des Traktes A verlegt, wozu der nördliche Schulhof gesperrt werden muss. Der Betrieb im Schulgebäude geht währenddessen weiter. Beide Trakte stammen aus dem Baujahr 1959. Die heutige Turnhalle und das pädagogische Zentrum wurden im Jahr 1996 errichtet. Alle Gebäudeteile stehen unter Denkmalschutz.

Die übrigen zwei Bauabschnitte erfolgen erst nach Leerzug des Bestandsgebäudes und dem Einzug in den Neubau auf der Palmstraße, der im zweiten Quartal 2022 fertiggestellt werden soll. Die baudichte Hülle mit allen Fassadenbestandteilen ist bereits geschlossen und der Innenausbau mit Installierung der technischen Gebäudeausstattung hat begonnen. Bis zum März 2022 werden zudem die Außenanlagen neu gestaltet, zu denen auch ein neuer und öffentlich zugänglicher Spielplatz gehören wird, der sich in einem Innenhof befindet. Im Innenhof werden keine neuen Bäume gepflanzt, da die Bestandsbäume hier trotz der Neubaumaßnahme erhalten werden konnten. Da, wo auf dem "alten" Schulgrundstück Bäume zur Herstellung des Interimsgebäudes weichen mussten, werden im dritten Bauabschnitt der Generalsanierung während der Neugestaltung der Außenanlagen rund 15 neue Bäume gepflanzt.

Mit der Erweiterung der Schule an der Palmstraße und der Generalsanierung der Bestandsbauten werden 740 Schulplätze baulich gesichert und knapp 200 zusätzliche Schulplätze baulich geschaffen. Bei der Erweiterung des Gymnasiums auf dem Eckgrundstück Alte Wallgasse/Palmstraße wird besonders deutlich, welche schulischen, baurechtlichen, aber auch städtebaulichen Anforderungen bei Neubauten in verdichteten Gebieten in Einklang zu bringen sind. Bevor mit den eigentlichen Neubautätigkeiten begonnen werden konnte, mussten alte Pavillonbauten am Standort abgebrochen sowie auf dem Schulgelände auf der anderen Straßenseite ein Interim errichtet werden. Ein Totalunternehmen (TU) wurde von der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln mit dem Projekt beauftragt. Er nimmt der Stadt Köln den größten Teil der Planungsleistungen sowie alle Bauleistungen und die damit verbundenen Vergaben in den bis zu 45 Gewerken ab.

Mit dem Erweiterungsbau für die Schule als Blockrandbebauung wurde eine wichtige städtebauliche Lücke an der Stelle geschlossen. Der Schulneubau wurde maximal klimaschonend nach den hohen Energiestandards der Passivhausqualität gebaut. Darüber hinaus wird das Gebäude mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Stadt Köln hat sich dazu bereits seit 2005 mit ihren eigenen "Städtischen Energieleitlinien" verpflichtet, um Klima und Umwelt zu schonen. Die darin enthaltenen Vorgaben gehen weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Standard hinaus.

Ein Teil des Schulbetriebes wurde zwecks Abbruch und Neubau auf dem Eckgrundstück Palmstraße, wo zuvor lediglich Behelfsbauten standen, in einen Interimsbau auf dem Schulgelände verlegt, der dazu errichtet worden war. Im Erweiterungsneubau wird zukünftig die Sekundarstufe II untergebracht. Dort sind alle dafür erforderlichen allgemeinen Unterrichtsräume, Fachklassen sowie ein Teil der Verwaltung und Lehrerbereiche vorgesehen. Er soll im zweiten Quartal 2022 fertiggestellt sein und danach bezogen werden. Danach folgt über einen Zeitraum von voraussichtlich 15 Monaten die Generalsanierung des Altbaus. Die Fertigstellung ist in 2023 geplant. Parallel und über die Fertigstellung hinaus (November 2021 bis Juli 2024) werden auch in diesem Teil des Grundstücks abschließend die Außenanlagen mit Grünflächen neu gestaltet.

Das Bauprojekt gehört zu dem vom Rat der Stadt Köln beschlossenen "Maßnahmenpaket Schulbau" mit 22 Bauvorhaben (Neubauten, Erweiterungen, Generalinstandsetzungen und Interimsbauten) an elf Schulstandorten, die in einem beschleunigten Verfahren unter der Leitung der Gebäudewirtschaft durch Generalunternehmen (GU) oder Totalunternehmen (TU) geplant und/oder baulich umgesetzt werden sollen. Der Rat hatte im April 2017 den Weg für dieses Sonderprogramm freigemacht. Im Juli 2019 wurde es von ursprünglich 15 auf 22 Bauvorhaben erweitert und den aktuellen Marktbedingungen angepasst.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit