Mitarbeitende der Stadt übergeben Weihnachtspost gegen die Einsamkeit

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(v.l.): Kirsten Jakubczyk, Leiterin Soziale Betreuung der Senioren Betriebe Köln-Riehl, Dietrich Kruse, Vorsitzender des Bewohnerbeirats von Haus 13, Ulrike Han und Anna Hauskeller, FABE.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Senioreneinrichtungen der Diakonie Michaelshoven, des Johanniter-Hauses in Porz-Finkenberg und der Sozial Betriebe Köln (SBK) in der Boltensternstraße haben Weihnachtspost von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten. Viele Mitarbeitende der Stadtverwaltung, deren Kinder, Auszubildende, aber auch Kinder aus Kindertagesstätten der Stadt haben in den vergangenen Wochen liebevolle Weihnachtskarten geschrieben und bunte Weihnachtssterne gebastelt.

Die belastende Zeit unter Corona-Bedingungen stellt für Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen eine enorme Herausforderung dar. Die täglichen schlechten Nachrichten und die große Abgeschiedenheit auf Grund der allgemeinen Besuchsbeschränkung auf nur eine Kontaktperson und die Absage beliebter adventlicher Aktivitäten wie Ausflüge auf den Weihnachtsmarkt und Plätzchen backen führen insbesondere in der Adventszeit zu einer großen sozialen Isolation. In der dunklen Jahreszeit wollen die Mitarbeitenden der Stadt Köln der Einsamkeit etwas entgegen setzen und älteren Menschen in den oben genannten Senioreneinrichtungen mit einem selbstgebastelten Weihnachtsstern und einer Postkarte eine Freude bereiten. Insgesamt haben die städtischen Mitarbeitenden über 500 Sterne gebastelt und mehr als 400 Weihnachtskarten geschrieben.  

Einige Kolleginnen und Kollegen des Bezirksamtes Innenstadt waren so begeistert von der Projektidee, dass sie sich als Ersatz für die ausgefallene Weihnachtsfeier an der Aktion mit allein 100 Weihnachtssternen und 100 Postkarten beteiligt haben. Sie wollten sich für eine Senioreneinrichtung in der Innenstadt engagieren und haben das Seniorenheim St. Heribert mit Weihnachtspost überrascht.  

Darüber hinaus haben einige Mitarbeitenden den Aufruf an Familie und Freunde weiter gegeben, so dass noch weitere Senioreneinrichtungen, auch über die Grenzen Kölns hinaus, mit Weihnachtspost überrascht wurden. Die Weihnachtsgrüße wurden den Einrichtungen am 1. Dezember übergeben.   Der Ehrenamtskoordinator der Diakonie Michaelshoven, Carlos Stemmerich, schreibt:

Ich bin sprachlos. So viele selbstgebastelte Sterne in unterschiedlichen Größen und so viele wunderschöne, zum Teil selbstgebastelte Weihnachtsgrüße. Da werden sich unsere Seniorinnen und Senioren sehr freuen, denn auch für sie ist es in diesem Jahr Weihnachten ein außergewöhnliches Fest, bei dem nichts ist wie in den vorherigen Jahren. Mit den wunderschönen Präsenten kommt etwas Licht und Lebensfreude in die dunkle Jahreszeit, deshalb möchte ich mich im Namen aller Bewohnerinnen und Bewohner ganz herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben, bedanken.

Die Kommunalstelle zur Förderung und Anerkennung Bürgerschaftlichen Engagements (FABE) organisiert unter dem Namen "StadtAktiv" regelmäßig Projekte, die dann von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt werden.  

Bei der Aktion "StadtAktiv" haben städtische Mitarbeitende die Möglichkeit, an einem Tag im Jahr das Büro einzutauschen gegen eine gemeinnützige Tätigkeit. In diesem Jahr wurden Corona-taugliche Projekte organisiert. Bereits im ersten Lockdown im Frühjahr gab es eine Briefaktion für Seniorinnen und Senioren, bei der mehr als 600 Briefe geschrieben wurden. Im Sommer haben die städtischen Mitarbeitenden eine Stolpersteine-Putzaktion unterstützt und im Rosengarten im Klettenbergpark Unkraut gejätet und Rosensträucher beschnitten.  

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit