Unterstützung in Alten- und Pflegeheimen gesucht

Mit der zunehmenden Zahl von Infizierten wächst auch die Zahl von Hochbetagten und Pflegebedürftigen mit einer Corona-Virus-Erkrankung. Diese gehören zur vulnerablen Personengruppe und sind im Falle eines schweren Verlaufes besonders gefährdet. Die Berichte von gehäuften Todesfällen in Senioren- und Pflegewohnheimen gibt es damit zunehmend auch aus Deutschland.  

Die Situation in den Pflegeheimen ist dabei besonders kritisch. Die schon vor der Corona-Krise in ganz Deutschland bestehende Herausforderung der Fachkräftesicherung im Bereich der Kranken- und Altenpflege trifft diesen Bereich besonders schwer. Ergänzt wird diese Herausforderung durch einen vielerorts noch bestehenden Mangel an der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung, wie Atemschutzmasken, Schutzkittel und Desinfektionsmittel. Die Absicherung der Menschen, die in der Kranken- und Altenpflege aktuell Großes leisten, ist eines der prioritären Anliegen der Stadt Köln. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Risiko für kranke und pflegebedürftige Menschen in Köln so gering wie möglich gehalten wird.  

Um weniger Menschen den aktuellen Gefahren durch das Corona-Virus auszusetzen, werden seit einigen Wochen Erkrankte und Kontaktpersonen umgehend auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes durch das Gesundheitsamt in ihrer Wohnung oder in ihrem Pflegeheim unter Quarantäne gestellt. Auf diese Weise soll eine Gefährdung weiterer Personen minimiert werden. Dabei werden auch die Kontaktpersonen umgehend ermittelt, informiert und gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt.  

Betrifft dies Fachkräfte aus Krankenhäusern und Pflegeheimen, werden diese und bei Bedarf weitere Fachkräfte durch Schutzisolation dem Arbeitsplatz zum Beispiel im Pflegeheim entzogen, obwohl sie dort dringend benötigt werden. Bei zwei Erkrankten kann das bereits dazu führen, dass der Betrieb erheblich eingeschränkt oder sogar unmöglich wird. Deshalb arbeitet die Stadt Köln aktuell mit Hochdruck am Aufbau ergänzender personeller Ressourcen durch eine solidarische Fachkraftsicherung über die gesamte Stadt. Insbesondere für schwer demente Personen, denen beispielsweise überhaupt nicht klar ist, dass sie in ihrem Zimmer bleiben und auch zur Senkung des Ansteckungsrisikos für andere eine Mund-Nase-Maske tragen sollten, werden mit den Pflegefachkräften aktuell bestmögliche Lösungen zur Minimierung des Risikos für alle erarbeitet.  

Die Verlagerung und Isolation in besonderen Einrichtungen ist zwar zum Schutz vor Ansteckung möglich. Wer selbst hochbetagte und pflegebedürftige Angehörige hat, weiß aber, dass gerade diese sehr umgebungsabhängig sind und in einer anderen Umgebung schnell instabil werden.  

Um dieser Fachkräftesituation besser begegnen zu können, werden Menschen gebraucht, die bereit sind, die Pflege alter Menschen auch in Zeiten einer Pandemie unter schwierigsten Bedingungen zu übernehmen.  

Die Stadt Köln sucht daher examinierte Pflegefachkräfte und entsprechend anerkannte Pflegeassistenten, Heilerziehungspfleger und Pflegehelfer für die Unterstützung in der Pflege sowie Medizinische Fachangestellte und Physiotherapeuten.  

Wer diese Voraussetzungen erfüllt und Interesse hat zu helfen, kann sich per E-Mail an pflegepersonal@stadt-koeln.de melden.  

Gleichwohl muss aufgrund der vielfältigen Rahmenbedingungen und auftretenden Probleme für jede Einrichtung eine individuelle Lösung gefunden werden. Auch dieser Aufgabe stellt sich die Verwaltung derzeit mit Hochdruck.  

Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Köln:

Unser Dankeschön gilt einmal mehr all denjenigen, die sich in Köln aktuell mit so viel Tatkraft Tag und Nacht dafür einsetzen, dass die Auswirkungen der aktuellen Pandemie für die Menschen in dieser Stadt so gering wie möglich gehalten werden.

Stellenausschreibung Pflegefachkräfte für Senioren- und Pflegeheime
Kontakt per E-Mail Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit