Rat beschließt je 50.000 Euro für Interkultur und für freie inklusive Kulturarbeit

Der Rat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. März 2020, die in der Kulturentwicklungsplanung formulierte Erhöhung der Projektmittel im Bereich Interkultur um 50.000 Euro sowie der Etatisierung eines Förderbudgets für freie inklusive Kulturarbeit ebenfalls in Höhe von 50.000 Euro zugestimmt.  

Seit der Einrichtung des Referates für Kulturelle Teilhabe im Kulturamt ist das Antragsvolumen in beiden Förderbereichen nochmals stark angestiegen. Dies zeigt den großen Bedarf an Beratung, Vernetzung und finanziellen Mitteln.  

Die Erhöhung der Projektmittel im Bereich der Interkultur ermöglicht gerade Künstlerinnen und Künstlern, die neu in Köln sind, einen erleichterten Einstieg in die städtische Kulturszene. Langfristig kann so das enorme Potenzial, das gerade auch in der Diversität der Kölner Künstlerschaft begründet ist, besser identifiziert und gefördert werden. Auch Projekte, die sich mit dem Thema Ansprache eines diversen Publikums beschäftigen, können so stärker in den Fokus genommen werden.  

Der derzeit laufende Prozess zur Erstellung des Förderkonzeptes im Bereich Kulturelle Teilhabe zeigt, dass eines der wichtigsten Themen für Menschen mit Einschränkungen in der Erhöhung der Rezipierbarkeit des kulturellen Gesamtangebotes besteht. Die vordringlichsten Bedarfe in diesem Bereich bestehen im weiteren Ausbau der Möglichkeit zur Audiodeskription, der Bereitstellung von Gebärdendolmetschern, aber mittelfristig auch in der Beratung hinsichtlich der künstlerisch-ästhetischen Konzeption sowie der korrekten Ansprache eines diversen Publikums.  

Die Zusetzung von 50.000 Euro im Bereich der freien inklusiven Kulturarbeit ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung von mehr Teilhabe. Die Erhöhung der Projektmittel unterstützt die Szene, Projektformate zum Erreichen von mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung zu erproben.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit