Klimaschutzstrategien- und Ziele können erfolgreich umgesetzt werden

© Stadt Köln
Kölns Bürgermeister Dr. Ralf Heinen mit Stockholms Bürgermeisterin Anna König Jerlmyr

 Die drei europäischen Metropolen Barcelona, Köln und Stockholm haben sich vor fünf Jahren auf den Weg gemacht, ihre Stadt auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Ziel war, im gemeinsamen europäischen Austausch Maßnahmen zu entwickeln, die dazu beitragen, Energie einzusparen, die CO2 und Feinstaubbelastung zu senken, einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität zu leisten und die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Mit einer Förderung aus dem EU-Programm "Horizon 2020", eigenen Mitteln und finanzieller Unterstützung der beteiligten Firmen wurde die Umsetzung des Projektes ermöglicht.

Bei einer Abschlusskonferenz zum Programm "GrowSmarter"in Stockholm wurden am gestrigen Dienstag, 3. Dezember 2019, in Anwesenheit der Oberbürgermeisterin aus Stockholm, Anna König Jerlmyr, dem Kommissar der Agenda 2030 bei der Stadt Barcelona, Miguel Rodriguez, und dem Kölner Bürgermeister Dr. Ralf Heinen die Erfolge des Projektes präsentiert. Die Vertreter der Städte sind sich einig, dass das Projekt ein wesentlicher Meilenstein für nachhaltige Stadtentwicklung ist und damit auch ein Modell sein wird für andere Städte in Europa. Dies gilt bereits für die fünf Nachfolgestädte Cork, Graz, Suzeava, Valetta und Porto.

Die Ergebnisse sind so überzeugend, dass das Projekt zahlreiche Auszeichnungen und Preise gewonnen hat, zum Beispiel Stockholm den World SmartCity Award (SmartCity Expo World Congress in Barcelona) und in Köln den Sonderpreis des BMWi zum Thema intelligente Regionen Deutschlands der Initiative "Intelligente Vernetzung", die Auszeichnung als NRW-Klimaschutzsiedlung, die Auszeichnung des VKU der innovativen Software Siedlungsmanagement der RheinEnergie. In Köln, hier im Projektgebiet Mülheim und der Stegerwaldsiedlung, sind die ehrgeizigen Ziele zur CO2-Einsparung und zur Reduzierung der Primärenergie erreicht worden. Die Errichtung von Mobilstationen im Projektgebiet mit Anbindung an den ÖPNV, CarSharing, BikeSharing, Online-Parkplatzreservierung, öffentlichen Ladesäulen als Angebot zum Umstieg vom privaten Pkw hat sich bewährt und wird nun im Rahmen des sogenannten Green City Masterplan für ganz Köln ausgerollt.

Die Stegerwaldsiedlung ist das größte in sich geschlossene Siedlungsgebiet, das für ein solches Vorhaben ausgewählt wurde. Die Einsparung von CO2 um bis zu 72 Prozent und der Primärenergie zwischen 77 und 83 Prozent sowie die Einsparungen von ca. 60 Prozent im Bereich der Mobilstationen konnte nur erreicht werden durch das Gesamtkonzept der Maßnahmen. Verantwortlich war ein Firmenkonsortium bestehend aus der Deutschen Wohnungsgesellschaft (zum Beispiel energieeffiziente Dämmung und Beleuchtung, sowie Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung), der RheinEnergie AG (Steuerung des Energieverbrauches mittels der Software "Siedlungsmanagement", Ausstattung mit Photovoltaikanlagen, Luft-Wärmepumpen, Batteriespeichern), der KVB (BikeSharing, Multiticket), Cambio CarSharing, Ampido (Online-Parkplatzreservierung), AGT (Verbrauchs- und Nutzungsanalyse von Smart Plug-Messdaten in Echtzeit) und ui! (Offene Urbane Datenplattform, Smart City Cockpit und GreenAir Raumklima-Steuerung).

Delegationen aus über 28 Ländern haben sich bereits vor Ort die Maßnahmen angesehen, so dass die Stegerwaldsiedlung zu Recht als Vorbild für europäische Städte bezeichnet werden kann. Nun kann die Stadt Köln auf der Basis der Erfolge des Projektes "GrowSmarter" mit den beteiligten Firmen die Entwicklung der zukunftsfähigen SmartCity Cologne weiter vorantreiben.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit