Weiteres Vorgehen im Projekt Klinikverbund

 

Die Verwaltung hat am gestrigen Dienstag, 17. September 2019, im Rahmen einer gemeinsamen Sondersitzung von Hauptausschuss und Gesundheitsausschuss die Beschlussvorlage zum weiteren Vorgehen im Projekt Klinikverbund offiziell in die Gremienberatung eingebracht. Eine Beschlussfassung wird voraussichtlich in der Ratssitzung am 7. November 2019 erfolgen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker schlägt dem Rat vor, in Gesprächen mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Uniklinik Köln eine detaillierte Grundlage zur Umsetzung eines Klinikverbundes zu erarbeiten.

Der Rat der Stadt Köln hatte bereits im März 2018 die Verwaltung damit beauftragt, in Gespräche über einen Klinikverbund mit der Uniklinik Köln einzutreten. Die Stadt Köln hat in Abstimmung mit der Uniklinik Köln, den Kliniken Köln und mit Unterstützung der beauftragten Berater ein sinnvolles und realisierbares Modell für einen Klinikverbund entwickelt. Das entwickelte Modell sieht einen Klinikverbund in Form einer rein öffentlich-öffentlichen Partnerschaft vor. Die vorgeschlagene Partnerschaft soll die öffentliche Daseinsvorsorge in der Stadt Köln sicherstellen und zwar in Kombination einer hervorragenden Gesundheitsversorgung in der Breite, mit den einzigartigen Vorteilen universitärer Spitzenmedizin und exzellenter medizinischer Forschung und Lehre.

Mit dem Klinikverbund sollen folgende wesentliche Ziele erreicht werden:

  1. Deutliche Verbesserung und Sicherung der Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten durch maximalversorgende Krankenhäuser im Links- und Rechtsrheinischen
  2. Stärkung und Zukunftssicherung der Kliniken Köln in einem sich verschärfenden Wettbewerb durch Mitgliedschaft in einem der größten Klinikverbünde Deutschlands
  3. Sicherung der Arbeitsplätze und des Besitzstands der Mitarbeiter der Kliniken Köln und Schaffung der Voraussetzung für die Anstellung und Ausbildung weiterer Arbeitskräfte, insbesondere auch im pflegerischen Bereich
  4. Nutzung von wirtschaftlichen Vorteilen und Potentialen eines Klinikverbundes zugunsten der Sanierung der Kliniken Köln
  5. Schaffung eines Innovationstreibers in der Spitzenmedizin – auch für komplexe und seltene Erkrankungen – mit dem Potential als „Europäisches Spitzenzentrum für klinische Studien" ein Magnet auch für innovative start-ups, zum Beispiel in den Bereichen "Medizin 4.0" (Robotik und Digitalisierung) zu werden

Soweit der Rat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung folgt, sind in den nächsten Monaten Details der Konzepte und die Abstimmung mit dem Land NRW zu klären und aus-zuarbeiten. Die Ergebnisse sollen dem Rat der Stadt Köln zur finalen Entscheidung über die Gründung eines Klinikverbundes der Kliniken Köln mit der Uniklinik Köln und dessen Rahmenbedingungen vorgelegt werden.

Der Klinikverbund bietet für Köln eine einmalige Chance. Er steht für die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten mit einer medizinischen Maximalversorgung im Links- und Rechtsrheinischen. Außerdem bietet der Klinikverbund den Kliniken der Stadt Köln und ihren Beschäftigten eine sichere Perspektive für die Zukunft. Wir müssen die Kliniken der Stadt Köln auf einen härteren Wettbewerb und die großen Trends der Medizin der Zukunft vorbereiten. Das geht im Verbund mit der Uniklinik viel besser als allein

betont Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

In Berlin, München und Heidelberg haben sich bereits große Zentren der Medizin- und Gesundheitswirtschaft gebildet. Köln bringt als größte Stadt Nordrhein-Westfalens die einmaligen Voraussetzungen mit, ein führender Spitzenstandort der Medizin- und Gesundheitswirtschaft zu werden. Das bedeutet: sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze und die Ansiedlung von Unternehmen und start-ups. Diese Entwicklung müssen wir jetzt anstoßen!

so Oberbürgermeisterin Reker weiter.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit