Unterstützung externer Dienstleister wird benötigt

Die Stadt Köln als bundesweit anerkannte Vorreiterin im Bereich der Digitalisierung belegt in zahlreichen Rankings zur digitalen Kommune immer wieder einen der vorderen Plätze. Dies ist der Ansporn, die bisherigen digitalen Angebote und Projekte kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Impulse für die unterschiedlichen Handlungsfelder der digitalen Stadt zu gewinnen.

Die digitale Welt hat das Leben in Köln bereits nachhaltig verändert und wird künftig Produkte, Leistungen, Informationen und Angebote zugänglich machen, die Bürger, Jugendliche, Senioren, Hausbesitzer, Arbeitnehmer, kleinere und größere Unternehmen vor völlig neue Möglichkeiten und Chancen stellen. Die Stadt Köln als „digitale Stadt" hat sich auf diesen Quantensprung der Technologie eingestellt, nutzt sie und baut sie konsequent für die verschiedensten Dienstleistungen, rationellen Verfahren und Angebote, auch im Zuge der Verwaltungsreform, kontinuierlich aus.

Darüber hinaus will die Verwaltung in den kommenden Jahren viele weitere Aufgaben und Abläufe modernisieren. Um den Service für die Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern, sollen etwa künftig Wartezeiten in den Kundenzentren neben der SMS-Benachrichtigung auch per QR-Code abgefragt werden können. Kölnerinnen und Kölner sollen ihre Fahrzeuge in Zukunft einfach über das Internet zulassen können. Urkunden beim Einwohnermeldeamt sollen bald bequem von zu Hause aus bestellt werden können. Akten sollen digitalisiert, Fotos digital vom Rheinischen Bildarchiv vertrieben, spezielle Service-Portale für Bürger und Unternehmen sollen eingerichtet werden, um nur einige wichtige Punkte zu nennen. Auch interne Prozesse sollen weiter optimiert werden: Bauwerksakten sollen digitalisiert, ein Straßenreinigungskataster installiert und die Schuleingangs-Untersuchungen zentralisiert werden, heißt es in einer Beschlussvorlage für den Rat.

Köln ist eine der digitalsten Städte Deutschlands. Und zwar nicht nur bei der Infrastruktur, sondern auch bei den digitalen Angeboten unserer Stadtverwaltung. Um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können, benötigen wir Verwaltungen, die von der Mentalität her und von den Arbeitsmöglichkeiten her so aufgestellt sind, dass sie das digitale Zeitalter auch gestalten können,

betont Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren den Ausbau von Bürger- und Unternehmensservices weiter voran zu treiben. Als Verwaltung müssen wir besser, flexibler, schneller und bürgernäher werden. Zudem benötigen wir kurze Entscheidungswege und schnellere Reaktionszeiten, um auf die beschleunigte Welt in angemessener Weise reagieren zu können. Die Digitalisierung ist eine große Chance. Lassen Sie sie uns gemeinsam nutzen – für Köln und seine Bürgerinnen und Bürger“,

so Stadtdirektor Stephan Keller.

Ziel ist, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr Vorgänge von Zuhause aus erledigen können. Die Verwaltungsarbeit und der Bürgerservice sollen dadurch nachhaltig verbessert werden. Für die Umsetzung dieser zahlreichen Projekte ist die Stadt Köln in den kommenden Jahren auf die Unterstützung externer Dienstleister angewiesen. Dafür werden rund 5,7 Millionen Euro netto benötigt. Gesucht für die Umsetzung der digitalen Projekte werden vor allem Systemspezialisten, Projektmanager, Entwickler und IT-Architekten. Die Dienstleistungen sollen öffentlich ausgeschrieben werden.

Eine Studie von PricewaterhouseCoopers kürte Köln 2015 zur „Digitalen Hauptstadt". Ein Erfolg der Umsetzung des integrativen Konzeptes „Internetstadt" von 2012, der ersten Digitalen Agenda Deutschlands. Der konsequente Ausbau der Digitalisierung in allen Lebensbereichen machte Köln zu einer der neun Modellkommunen OpenGovernment des Bundes (BMI) und zur Pilotkommune OpenGovernment des Landes NRW.

Zur konsequenten Weiterentwicklung hat die Stadt Köln eine neue Stabsstelle Digitalisierung aufgebaut, mit den Schwerpunkten OpenGovernment, OpenData, Transparenz, Internet of Things.

Bedarfsfeststellung für den Abruf von externen Dienstleistungen - Beschlußvorlage für den Rat Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit