Weltkriegsbombe in Köln-Raderberg entschärft
Die Fünf-Zentner--Weltkriegsbombe wurde durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst um 00.53 Uhr erfolgreich entschärft. Der Blindgänger wird nun abtransportiert. Sämtliche Sperrungen werden schrittweise aufgehoben. Die Anwohner*innen können anschließend wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Kranke oder gehbehinderte Personen werden mit Krankentransporten zurück nach Hause gebracht. Alle öffentlichen Verkehrsmittel können wieder ohne Einschränkungen fahren.
Insgesamt waren etwa 2700 Personen von der Evakuierung betroffen. In der Anlaufstelle in der Sporthalle am Südstadion hielten sich in der Spitze mehr als 125 Menschen auf. Mit Krankentransporten mussten 40 kranke oder gehbehinderte Anwohner*innen aus dem Evakuierungsbereich und nach der Entschärfung zurück gebracht werden. Darunter waren auch neun Covid-Infizierte.
Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit 70 Kräften im Einsatz, die Feuerwehr Köln mit sieben, die Polizei Köln mit zwölf Einsatzkräften. Hilfsorganisationen haben die Evakuierung mit 48 Kräften unterstützt. Verzögert wurde die Evakuierung immer wieder Personen, die in den Evakuierungsbereich eindrangen oder nicht verlassen wollten. Vier Personen erwartet ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren.
Es kann im gesamten Bereich noch wegen der nach und nach aufzuhebenden Straßensperrungen zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Bei Bauarbeiten wurde am heutigen Mittwochnachmittag, 15. Juni 2022, im Bereich Marktstraße in Köln-Raderberg ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es handelt sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Heckaufschlagzünder.
Die Fliegerbombe muss noch heute entschärft werden.
Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.
Das Ordnungsamt entscheidet über alle weiteren Maßnahmen zur Absperrung und Evakuierung. Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom KBD mit einem Radius von 300 Metern festgelegt. Rund 2.700 Personen werden von Evakuierungen betroffen sein. Wann der Blindgänger entschärft wird, steht noch nicht fest.
Eine Anlaufstelle wird in der Sporthalle am Südstadion, Klaus-Ulonska-Weg, eingerichtet. Ab wann diese öffnet, steht noch nicht fest. Bitte beachten Sie die angehängte Karte mit dem endgültigen Evakuierungsbereich.
Wegen Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich im Internet unter www.stadt.koeln, bei Radio Köln, WDR und anderen Medien sowie online bei den Kölner Verkehrs-Betrieben und weiteren betroffenen Verkehrsunternehmen zu informieren.