Deutsche Marktgilde eG übernimmt
Die Stadt Köln hat die Weichen für die Fortführung des Abendmarktes auf dem Rudolfplatz gestellt. Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens suchte die Verwaltung nach einem Betreiber, der ein Konzept für einen dauerhaften, wöchentlich stattfindenden Markt bietet. Zwei Anbieter*innen haben vollständige Konzepte eingereicht. Nach Prüfung durch die Verwaltung steht fest, dass lediglich das Konzept der Deutschen Marktgilde den rechtlichen Bestimmungen zum Betrieb eines regulären Wochenmarktes entspricht.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind zum einen die Ausgewogenheit des Wochenmarkt-Sortiments der Deutschen Marktgilde, das aus klassischen Rohwaren und hochwertigen Speisen zum Direktverzehr besteht, und zum anderen die Einhaltung des § 67 der Gewerbeordnung. Dieser besagt, dass auf einem Wochenmarkt alkoholische Getränke zugelassen sind, soweit sie aus selbstgewonnenen Erzeugnissen des Weinbaus, der Landwirtschaft oder des Obst- und Gartenbaus stammen.
Die Deutsche Marktgilde organisiert derzeit in rund 110 Kommunen bundesweit Wochenmarktveranstaltungen. Ihr Konzept für den Rudolfplatz sieht ein ausgewogenes Sortiment aus klassischen Wochenmarktwaren wie beispielsweise Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Backwaren und Blumen vor, ergänzt durch hochwertige Speisen zum Direktverzehr sowie ein geringer Anteil an Winzererzeugnissen. Damit wird die gewohnte Aufenthaltsqualität beibehalten und gleichzeitig die rechtliche Sicherheit für einen ganzjährigen Betrieb geschaffen. Ähnliche Modelle setzt die neue Betreiberin bereits seit mehr als 40 Jahren um, beispielsweise auch in Bonn.
Der bisherige Abendmarkt "meet & eat" wurde bis zum 31. März 2026 festgelegt. Nach einer kurzen Pause startet der Abendmarkt mit neuem Konzept zeitnah nach den diesjährigen Osterferien. Der genaue Starttermin wird noch bekanntgegeben.