Stadt Köln setzt den nachhaltigen Finanzierungsweg konsequent fort

In Köln geht am heutigen Montag, 19. Januar 2026, der Kölner "Sustainability Schuldschein" – auch "Sustainability Bond" genannt – an den Start. Ein Konsortium aus den Banken HELABA, ING und UniCredit beginnt nun im Auftrag der Stadt Köln mit der Vermarktungsphase des als Schuldscheindarlehen konzipierten Finanzierungsinstruments. Der "Sustainability Bond" ist Fortsetzung des erfolgreichen "Green Bond" aus dem Jahr 2024. Mit den neuen Schuldscheinen sollen nun nicht nur Vorhaben, die den Klimaschutzzielen der Stadt Köln dienen, finanziert werden ("Green Bond"). Sie werden nun auch auf soziale Projekte ("Social Bond") ausgeweitet. Der "Sustainability Bond" deckt also sowohl den ökologischen wie den sozialen Bereich ab.

Finanzierungsinstrument für Nachhaltigkeitstransformation
Nachhaltige ("Sustainability") Schuldscheine sind eine Alternative zum klassischen Kommunalkredit. Der Emittent verpflichtet sich dabei, die aufgenommenen Finanzmittel dauerhaft in konkrete ökologische oder soziale Projekte zu investieren, die zuvor von einer externen Nachhaltigkeitsagentur durch eine sogenannte "Second Party Opinion" genau geprüft wurden. Für Investoren bietet das die Sicherheit, mit ihrem Investment zur Eindämmung des Klimawandels und der Förderung des sozialen Lebens beizutragen. Die Stadt verfügt über zahlreiche Projekte, die sich hierfür eignen, etwa die Digitalisierung der schulischen Infrastruktur, der nachhaltige Gebäudebau oder im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs.

Der von der Stadt Köln erstmals im Jahr 2024 begangene Weg von Kapitalmarkttransaktionen dieser Art wird durch die aktuelle Vermarktung im Jahr 2026 weiter beschritten. Damit wird die Nachhaltigkeitstransformation der Stadt Köln auch im Finanzierungsbereich konsequent fortgeführt. Durch die Ausweitung auf soziale Projekte lassen sich nun auch in diesem Bereich positive Impulse für die Stadtgesellschaft setzen. Der "Sustainability Bond" spricht ein breiteres Spektrum von institutionellen Anlegern an.

Den Anstoß zur ersten Kapitalmarkttransaktion im Jahr 2024 kam durch verschiedene Initiativen aus Verwaltung und Politik zustande, die in die Beauftragung zur Konzipierung eines "Green Bonds" mündeten. Aufgrund der Öffnung für soziale Aspekte hat die Stadt im Januar 2026 ein neues "Rahmenwerk der Stadt Köln für nachhaltige Finanzierungen" aufgelegt, das die Bedingungen für nachhaltige Finanzierungen beschreibt. Die unabhängige Agentur Moody’s Rating hat im Rahmen einer "Second-Party-Opinion" geprüft und bestätigt, dass das Rahmenwerk mit den "Green Bond Principles" (GBP) 2025 und den "Social Bond Principles" (SBP) 2025 der International Capital Market Association (ICMA) sowie den "Green Loan Principles" (GLP) 2025 und "Social Loan Principles" (SLP) 2025 im Einklang steht.

Aktive Mitgestaltung der nachhaltigen Kommunalfinanzierung
Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert:

Der Sustainability Schuldschein ist eine attraktive Alternative zum Kommunalkredit, dem klassischen Finanzierungsinstrument für Städte und Gemeinden. Er richtet sich an den Kapitalmarkt und damit an einen breiten Investorenkreis. Nach dem großen Erfolg des "Green Bonds" in 2024, der wegen des großen Interesses der Investoren dreifach überzeichnet wurde, ist die Fortsetzung nur folgerichtig. Investoren können mit ihrem Engagement ein deutliches Zeichen setzen für eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Finanzierung von ökologischen und sozialen Projekten in unserer Stadt.

Über den weiteren Fortgang der Transaktion wird die Stadt Köln berichten. Das Rahmenwerk und die Second Party Opinion (SPO) sind im Internet zu finden unter https://www.stadt-koeln.de/artikel/73125/index.html.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit