35 neue Stationen im kommenden Jahr im Stadtgebiet geplant
In Köln wird es noch leichter, ohne eigenes Auto mobil zu sein: Die Stadt stellt weitere Flächen für stationsbasiertes Carsharing zur Verfügung und ermöglicht damit eine flexible Nutzung von geteilten Fahrzeugen in allen Stadtbezirken.
Schon jetzt gibt es 27 Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum. In einem Vergabeverfahren hat die Firma cambio Rheinland, die bereits seit 1992 Carsharing in Köln anbietet, ihr Interesse an der flächendeckenden Ausweitung von stationsbasierten Carsharing-Standorten bekundet und den Zuschlag erhalten. Mit den ersten neuen Stationen wird der Schwerpunkt auf die Stadtteile Innenstadt, Sülz und Klettenberg sowie Mülheim, Mauenheim, Junkersdorf und Ehrenfeld gelegt. Bis Ende des Jahres 2026 sollen planmäßig 35 neue Stationen mit je zwei Fahrzeugen eröffnet sein.
Mit der Erweiterung des Carsharing-Angebotes macht die Stadt den Umstieg vom eigenen Auto auf die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen in weiten Teilen des Stadtgebietes einfacher. Die Carsharing-Stationen werden dabei auch in den Außenbezirken und teilweise direkt in den Wohnquartieren ausgewiesen.
Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln:
Damit wollen wir erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger nah zu ihrer Haustür alternative Mobilitätsmöglichkeiten vorfinden. Wir wollen dabei unterstützen, öfter auf die Nutzung oder vielleicht sogar auf den Besitz eines eigenen Autos verzichten zu können und dennoch ohne Einschränkungen mobil zu bleiben.
Somit fügt sich die Umsetzung des Carsharingkonzeptes nahtlos in das "Raumbuch Mobilstationen" ein, das den flächendeckenden Ausbau von Mobilstationen im Stadtgebiet vorsieht.
Ralph Herbertz, Standortmanager von cambio Rheinland:
Mit dem Carsharingkonzept der Stadt Köln haben wir nun wieder die Gelegenheit, neue Stationen im öffentlichen Raum einzurichten. So verkürzen sich die Wege für Kölnerinnen und Kölner zur nächsten Carsharing-Station.
Förderung moderner Großstadtmobilität – weniger Flächenbedarf fürs Parken
Stationsbasiertes Carsharing ist wichtiger Bestandteil und bildet ein attraktives Angebot im modernen Mobilitätsmix einer Großstadt. Es trägt maßgeblich zur Senkung der privaten Autobesitzquote bei. Carsharing hat viele positive Effekte: Die Menschen fahren weniger Auto und nutzen stattdessen häufiger das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das Leben ohne ein eigenes Auto wird so leichter möglich.
Verschiedene Studien belegen, dass ein Carsharing-Fahrzeug in Köln 13 private Autos ersetzt, in stark verdichteten Stadtteilen mit sehr gutem ÖPNV liegt das Potenzial sogar bei 20 Autos. So leistet dieses Angebot einen direkten Beitrag zur Reduktion des Flächenbedarfs fürs Parken. Der Stadt Köln ist dabei besonders wichtig, dass das Carsharing nach und nach flächendeckend im Stadtgebiet ausgeweitet wird. Die Effekte der aktuell stattfindenden Ausweitung von Carsharing werden daher genau beobachtet und fließen in die Findung weiterer Standorte ein.
Stadtweit an- und abfahrbereit
Stationsbasiertes Carsharing garantiert einen Stellplatz und macht die Parkplatzsuche am Zielort überflüssig, an dem das Auto ausgeliehen wurde. Das entlastet die Nachbarschaft und senkt den Parkdruck. Die Buchung ist flexibel und die Auswahl erstreckt sich vom Kleinwagen bis zum Transporter. Hier gibt es auch für Unternehmen Potenzial, den eigenen Fuhrpark zu optimieren. Mit der Ausweitung des Carsharing-Angebotes fördert die Stadt Köln den Umweltverbund und erhöht die Qualität im Quartier.
Hintergrund
Das Carsharingkonzept wurde 2021 vom Verkehrsausschuss beschlossen. Es läutete damit einen Paradigmenwechsel ein: Bisher durften Carsharing-Standorte vorwiegend im privaten Raum eingerichtet werden und nur eine begrenzte Anzahl im öffentlichen Raum platziert werden. Mit dem Carsharingkonzept wird gezielt der öffentliche Raum zur Verfügung gestellt, um Carsharing mit seiner hohen Entlastungswirkung sichtbarer zu machen. Durch die Ausschreibung in Losen wurden zentrale mit peripheren Standorten gebündelt. Vor allem sollen Carsharing-Angebote in Zukunft direkt in den Wohnquartieren zu finden sein. Dies ist zentrale Strategie des Raumbuches Mobilstationen. Danach sollen alternative Mobilitätsformen nicht nur an ÖPNV-Verknüpfungspunkten, sondern direkt vor der Haustür angeboten werden.
Im Ratsinformationssystem finden sich Informationen zum Carsharingkonzept unter: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=101244 sowie zum Raumbuch Mobilstationen unter: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=120458.