Mehr als 314.000 Notrufe in Köln im Jahr 2025
Wenn jede Sekunde zählt, kann jeder korrekt abgesetzte Notruf Leben retten. Am 11. Februar, dem Europäischen Tag des Notrufs, rückt die Berufsfeuerwehr der Stadt Köln deshalb die lebenswichtige Bedeutung des europaweit einheitlichen Notrufs 112 in den Fokus. Die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2025 verdeutlichen, wie unverzichtbar eine leistungsfähige Notrufstruktur für die Sicherheit der Kölner*innen ist: Insgesamt gingen 314.788 Notrufe bei der Feuerwehr Köln ein. Daraus resultierten 227.888 Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst. Das entspricht durchschnittlich 862 Notrufen und 624 Einsätzen pro Tag.
Der Notruf 112 ist immer dann richtig, wenn akute Gefahr für Menschen, Tiere oder Sachwerte besteht, etwa bei:
- lebensbedrohlichen Erkrankungen oder schweren Verletzungen
- Bränden, Explosionen oder Rauchentwicklung
- schweren Verkehrsunfällen
- Bewusstlosigkeit oder Atemnot
- allen Situationen, in denen schnelle Hilfe lebensrettend ist
Im Notfall zählt jede Minute. Die Leitstelle entsendet unverzüglich die Feuerwehr und/oder den Rettungsdienst. Gleichzeitig unterstützen die Disponent*innen die Anrufer*innen telefonisch bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen – etwa bei der Laienreanimation, bei Bränden oder technischen Hilfeleistungen – und überbrücken so die Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte. Als erstes wird der Unfallort abgefragt. Diese wichtige Information stellt sicher, dass Einsatzmittel auch dann entsandt werden können, wenn die Verbindung unerwartet abbrechen sollte. Die Disponent*innen führen die Anrufenden strukturiert durch das Gespräch. Das Gespräch wird immer durch die Disponent*innen beendet.
Die Rufnummer 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst) ist keine Notrufnummer, sondern die richtige Wahl bei nicht lebensbedrohlichen medizinischen Problemen, zum Beispiel wenn
- die Hausarztpraxis geschlossen ist,
- ärztlicher Rat benötigt wird, aber kein Notfall vorliegt,
- Beschwerden dringend, jedoch nicht akut lebensbedrohlich sind.
Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 berät medizinisch, vermittelt Bereitschaftspraxen oder organisiert bei Bedarf einen ärztlichen Hausbesuch und entlastet so die Notrufleitungen.
Am 20. September 1973 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt die bundesweite Einführung der Notrufnummern 110 und 112. Bis in die 1970er Jahre musste man vielerorts zunächst die örtliche Notrufnummer im Telefonbuch suchen. Seit 1991 gilt die 112 europaweit. Unabhängig davon, wo sie gewählt wird, wird der Anruf automatisch an die jeweils zuständige Notrufstelle weitergeleitet. Der Notruf 112 ist damit die direkte Verbindung zu schneller und professioneller Hilfe in Ausnahmesituationen.