Köln ist auf steigende Infektionszahlen vorbereitet

Zur aktuellen Lage: Mit Stand heute, Dienstag, 22. September 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 4.519. (Vortag: 4.503) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln laut Landeszentrum für Gesundheit aktuell bei 34,4. 54 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 18 auf der Intensivstation. Dem Gesundheitsamt wurde eine weitere verstorbene Person, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, gemeldet: ein 97-Jähriger mit Vorerkrankungen. Bislang sind damit 117 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben. Aktuell sind 415 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.  

Köln ist auf steigende Infektionszahlen vorbereitet  

Der Krisenstab hat heute eine Reihe von Einschränkungen beschlossen, die gelten sollen, falls die Inzidenzzahl an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 35 liegt. Dann wäre das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung beim Besuch von Kulturveranstaltungen verpflichtend und private Feiern aus herausragendem Anlass dürften nur noch mit maximal 75 Personen (bisher 150) stattfinden.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterstrich:

Ob Einschränkungen nötig werden, haben die Kölnerinnen und Kölner durch ihr Verhalten selbst in der Hand. Sollten die Infektionszahlen steigen, werden wir nicht darum herum kommen, auf nach dem Lockdown wieder liebgewonnene Freiheiten erneut zu verzichten. Ich appelliere an die Vernunft der Kölnerinnen und Köln, sich wieder konsequenter an die Schutz- und Hygieneregeln zu halten!

Das Ordnungsamt wird verstärkt die Einhaltung der nach wie vor geltenden Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum kontrollieren. Um angesichts der dynamischen Lage noch besser auf die Bedürfnisse von Veranstaltern eingehen zu können, hat der Krisenstab die Einrichtung einer „Steuerungsgruppe Veranstaltungen“ unter Leitung von Gesundheitsdezernent Dr. Harald Rau beschlossen. Sie soll Empfehlungen und Regeln für Veranstalter laufend aktualisieren und diese bei der Erarbeitung von Infektionsschutzkonzepten beraten. Für den Fall, dass die Stadt Köln wegen steigender Infektionszahlen eine Genehmigung für eine Veranstaltung widerrufen muss, soll der Veranstalter darüber grundsätzlich 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn informiert werden. Zudem hat der Krisenstab seine Empfehlung bekräftigt, im öffentlichen Raum, insbesondere in Fußgängerzonen und an Orten, wo viele Menschen aufeinandertreffen, darunter in Wartschlangen vor Gaststätten oder dem Einzelhandel, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.  

Testangebot am Flughafen auch für Rückkehrende aus Nicht-Risikogebieten

Für Reiserückkehrende aus Nicht-Risikogebieten gibt es seit Inkrafttreten der neuen Corona-Testverordnung keine kostenlose Testmöglichkeit mehr. Sie können sich jedoch kostenpflichtig testen lassen: in den Praxen der niedergelassenen Ärzte, mit Überweisung des Hausarztes direkt in den Laboren und in den Infektionsschutzzentren, die die Stadt Köln am Flughafen Köln/Bonn und am Hauptbahnhof betreibt.  

Eine Quarantäne- und Testpflicht gilt für einreisende Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben:

Sie haben Anspruch auf einen kostenlosen Test und können diesen innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise machen lassen: in den Praxen der niedergelassenen Ärzte, mit Überweisung des Hausarztes direkt in den Laboren und in den städtischen Infektionsschutzzentren am Flughafen Köln/Bonn, am Hauptbahnhof und im Gesundheitsamt am Neumarkt.  

Die Quarantäne- und Testpflicht gilt auch für Kinder. Bei Säuglingen empfiehlt das Gesundheitsamt eine Testung beim Kinderarzt. Rückkehrer können sich auch bereits vor Rückreise nach Deutschland im Ausland testen lassen, frühestens 48 Stunden vor Ankunft in Deutschland. Erst wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, darf die für die Dauer von 14 Tagen vorgeschriebene häusliche Quarantäne vorzeitig beendet werden.  

Das städtische Testzentrum am Flughafen Köln/Bonn ist täglich rund um die Uhr geöffnet, das städtische Testzentrum am Hauptbahnhof täglich von 7 bis 23 Uhr und das Infektionsschutzzentrum im Gesundheitsamt am Neumarkt (Zugang nur für Rückkehrende aus Risikogebieten und Angehörige kritischer Infrastrukturen) von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.  

Nähere Informationen sind unter www.corona.koeln unter dem Stichwort "Ein- und Rückreise aus dem Ausland" abrufbar.  

Gesundheitsamt empfiehlt regelmäßiges Lüften bei weit geöffnetem Fenster  

Angesichts der kühleren Witterung wird sich das gesellschaftliche Leben in den kommenden Wochen wieder vermehrt in Innenräume verlagern. Das Gesundheitsamt rät, Innenräume über weit geöffnete Fenster regelmäßig für mindestens 15 Minuten zu lüften, um potenziell virushaltige Aerosole aus Innenräumen zu entfernen.  

Alle wichtigen Informationen und tagesaktuelle Zahlen sind im Internet abrufbar

Unter www.corona.koeln hat die Stadt Köln die wichtigsten Informationen zum Corona-Virus zusammengestellt und verlinkt auf weitere Informationsseiten. Dort werden täglich, auch am Wochenende, aktuelle Zahlen zu Indexfällen, Verstorbenen und aus der Quarantäne Entlassenen sowie Patienten im Krankenhaus veröffentlicht. Das Bürgertelefon der Stadt Köln beantwortet allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus unter der Servicerufnummer 0221 / 221-33500. Es ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar.

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI Corona-Virus Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit