OB Burmester, Landrat Rock (Rhein-Erft-Kreis) und Bürgermeister Breuer (Hürth) fordern Entlastung

Angesichts der massiven Verkehrsbelastungen auf der Luxemburger Straße und den umliegenden Verkehrsachsen setzen sich Oberbürgermeister Torsten Burmester, Hürths Bürgermeister Dirk Breuer und Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, für schnelle und spürbare Entlastungen für die Bürger*innen sowie die Wirtschaft in Köln, Hürth und der Region ein. Bei einem gemeinsamen Ortstermin an der Luxemburger Straße machten die drei deutlich, dass die aktuelle Situation nicht tragbar ist.  

Hintergrund sind die jüngst von der Autobahn GmbH angeordneten Verkehrsbeschränkungen an der Autobahn 4 im Bereich des Bauwerks Eifeltor. Nachdem zusätzliche Schäden an der Brücke festgestellt worden waren, wurden weitere Maßnahmen zur Sicherung des Bauwerks erforderlich. Neben einer zeitweisen Vollsperrung gilt inzwischen ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Die daraus resultierenden Verkehrsverlagerungen führen insbesondere auf der Luxemburger Straße sowie im Kölner Süden und im südlichen Rhein-Erft-Kreis zu erheblichen Belastungen.  

Oberbürgermeister Torsten Burmester: "Der Kölner Autobahnring hat Bedeutung weit über Köln hinaus. Ich fordere vom Bund und von der Autobahn GmbH, dass die Städte Köln und Hürth und der Rhein-Erft-Kreis in den Lenkungskreis zur Bonner Nordbrücke einbezogen werden. Ein Drittel der Lastverkehre, die wegen der Sperrung nicht mehr über die Bonner Nordbrücke fahren können, weichen auf die Autobahn 4 aus – und landen dann an der Sperrung bei uns am Eifeltor."   

Die Autobahn GmbH müsse Umleitungen für Lkw in Richtung der Autobahnen 1 und 3 weit vorher einrichten und durchsetzen, so der Oberbürgermeister. Und weiter: "Die Autobahn GmbH muss außerdem die Arbeiten auf dem Kölner Autobahnring insgesamt beschleunigen, um für eine deutliche Entlastung der Verkehrsinfrastruktur zu sorgen, damit der Verkehr im Drehkreuz des Westens wieder richtig fließen kann. Die Rodenkirchener Brücke ist seit Jahren eine Baustelle, am Heumarer Dreieck ist kein Ende in Sicht, am Kreuz Köln-West wird seit Jahren gearbeitet. Bund und Land müssen mehr in die Erhaltung der Infrastruktur investieren, damit die Verkehrstüchtigkeit des Kölner Autobahnrings gesichert wird."   

Dazu gehöre auch, so Burmester, dass der Bund und die Bahn AG nicht erst 2028 eine Lösung für die marode Autobahnbrücke am Eifeltor finden. "Die akuten Verkehrsprobleme in Hürth und Klettenberg werden sich mit dem Einbau der Schrankenanlage auf der Autobahn 4 hoffentlich reduzieren, weil Lkw bis 44 Tonnen die Brücke am Eifeltor in Richtung Olpe wieder passieren können. Ich danke der Autobahn GmbH dafür, dass sie zumindest diese Schranke jetzt schneller als bislang geplant baut, sodass sie im Juli in Betrieb gehen kann."  

Hürths Bürgermeister Dirk Breuer erklärt: "Die Sicherheit des Bauwerks hat selbstverständlich oberste Priorität. Gleichzeitig dürfen die Menschen in unserer Region nicht über einen längeren Zeitraum die Leidtragenden dieser Situation werden. Jetzt braucht es schnelle und pragmatische Lösungen."  Landrat Frank Rock betont: "Die Auswirkungen reichen weit über die eigentliche Autobahn hinaus. Die Belastungen treffen mehrere Städte im Rhein-Erft-Kreis. Deshalb müssen alle verantwortlichen Stellen gemeinsam daran arbeiten, die Situation schnellstmöglich zu entschärfen."   

Burmester, Breuer und Rock fordern deshalb ein Sofortprogramm zur Entlastung der betroffenen Region. Dazu gehören unter anderem:

  • die Prüfung zusätzlicher provisorischer Verkehrsverbindungen und weiterer Entlastungsmöglichkeiten für die Luxemburger Straße (Bundesstraße 265)
  • die Optimierung der Ampelschaltungen entlang der Hauptumleitungsstrecken
  • der Einsatz intelligenter Verkehrsleitsysteme
  • zusätzliche Park-and-Ride-Angebote sowie eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs
  • sowie beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren für dauerhafte Lösungen
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit