Schulisches Miteinander ist von Vielfalt gepägt und oft taucht die Frage auf: Wie wollen wir damit umgehen?
Wir haben folgende Angebote zu diesem Thema:
Fortbildungsangebote
Wir bieten die Veranstaltungen in verschiedenen Formaten an. Sie haben die Möglichkeit, unsere Präsenzveranstaltungen in unseren Räumlichkeiten zu besuchen oder wir kommen mit den Fortbildungsangeboten auch gerne zu Ihnen an die Schule in Ihr Kollegium.
Grundlagen "Diversity" - Vielfalt leben in der Schule
Vielfalt und Diversity sind Begriffe, die immer häufiger auftauchen. Was konkret ist damit gemeint und was nicht? Worum geht es und was bedeutet das für meinen Unterricht, wenn ich diversitätssensibel arbeiten möchte?
Dieser Grundlagenworkshop richtet sich an Lehkräfte, die sich vertieft mit dem Thema Diversity auseinandersetzen möchten. Was sind Diversity Dimensionen und welche sind im Klassenraum relevant?
Außerdem wird die Entstehungsgeschichte des Diversity Konzepts und der Bezug zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (LADG NRW) vorgestellt.
Es werden Kurzinputs gegeben, Diskussionen angeregt und konkrete Handlungsmöglichkeiten angeboten, diskutiert und im gemeinesamen Austausch weiterentwickelt.
Zielgruppe
Schulleitungen, Lehrkräfte, Kollegien, pädagogische Fachkräfte an Schulen
Dauer
6,5 Zeitstunden
Wenn Sie Interesse an dieser Fortbildung für Ihr Kollegium haben, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Schulpsychologischen Dienstes. Damit wir unser Angebot passend auf Ihre Zielgruppe, Ihre Erwartungen und gewünschten Inhalte abstimmen können, ist eine ausführliche Auftragsklärung im Vorfeld wichtig.
Kulturelle Vielfalt in der Schule (2 Module)
- Im ersten Modul "Interkulturelle Sensibilisierung" geht es um die kritische Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff im weitesten Sinne. Die Teilnehmer*innen erhalten die Möglichkeit, eigene Haltungen und Gruppenzugehörigkeiten zu reflektieren. Ziel ist die Verbesserung interkultureller Kommunikation.
- Im zweiten Modul "Schüler*innen mit Fluchtgeschichte" gehen wir auf die Auswirkungen von Flucht und Vertreibung ein. Ziel ist es, das eigene Verständnis für die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen zu erweitern. Dies erleichtert die Beziehungsgestaltung und erhöht die Handlungssicherheit im Umgang mit herausforderndem Verhalten.
Wenn Sie dieses Fortbildungsangebot als Schule anfragen, können die beiden Module auch innerhalb eines Tages angeboten werden. Es werden dann entsprechende Kürzungen vorgenommen. Im Vorfeld findet mit Ihnen eine ausführliche Auftragsklärung statt, um unser Angebot passend auf Ihre Zielgruppe, Ihre Erwartungen und die gewünschten Inhalte abzustimmen.
Anti-Diskriminierung als Gemeinschaftsaufgabe (2 Module)
Verschiedene Diskriminierungsformen und ihre Wechselwirkungen sind Teil von Sozialisierungsprozessen, prägen alle Bereiche des Lebens und somit auch den Schulalltag. Dieser Workshop besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Modulen und zielt u. a. darauf ab, Bewusstsein und Sensibilität für verschiedene diskriminierende Wirkmechanismen, ihre Auswirkungen und Komplexitäten zu finden.
Modul 1: (Aus)Wirkungen von Diskriminierungsformen im Schulkontext
Diskriminierungen prägen unsere Lebenswirklichkeiten in allen Lebensbereichen. In diesem Modul wird mittels verschiedener Übungen der Austausch über Erfahrungen und Kenntnisse zu Diskriminierungsformen (u. a. Rassismen, Sexismen, Klassismus, Ableismen, Ageismen) und ihren Verschränkungen (Intersektionalität) sowie der eigenen Positionierung in diskriminierenden Strukturen angeregt. Ziel ist es, Bewusstsein und Sensibilität für verschiedene Diskriminierungsformen, Wirkmechanismen und ihre Auswirkungen zu entwickeln und zu erweitern. Des Weiteren werden Teilnehmende dazu eingeladen, die Auswirkungen von Diskriminierung im eigenen Fühlen, Denken und Handeln wahrzunehmen und ihren Umgang damit zu reflektieren.
Modul 2: Umgang mit Diskriminierung im Schulkontext
Diskriminierung wirkt in uns selbst und beeinflusst die Begegnung mit Mitmenschen. Dieses Modul dient der (Weiter-)Entwicklung von Umgangsstrategien mit Situationen, in denen diskriminierende Wirkmechanismen sichtbar werden. Dies erfolgt in Selbstreflexions- und Austauschphasen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf emotionalen und sozialen Herausforderungen (diskriminierungsspezifische Abwehrmechanismen), die mit Diskriminierung einhergehen. Ziel ist es, einen konstruktiven und handlungssichereren Umgang mit Diskriminierung zu gewinnen, konstruktive Gespräche und konkrete Veränderungsideen im Schulalltag darüber anzuregen.
Zielgruppe
Schulleitungen, Lehrkräfte, Kollegien, insbesondere auch Lehrkräfte von Vorbereitungsklassen, Pädagogische Fachkräfte an Schulen
Dauer
Circa 3 bis 4 Zeitstunden pro Modul
Ort
In der anfragenden Schule, im Schulpsychologischen Dienst oder zuhause als Web-Seminar
Wenn Sie Interesse an dieser Fortbildung für Ihr Kollegium haben, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Schulpsychologischen Dienstes. Damit wir unser Angebot passend auf Ihre Zielgruppe, Ihre Erwartungen und gewünschten Inhalte abstimmen können, ist eine ausführliche Auftragsklärung im Vorfeld wichtig.
Fallbesprechungsgruppe Schüler*innen mit Fluchterfahrung
Mithilfe der Methode der kollegialen Fallberatung werden in strukturierter Weise berufliche Fragestellungen im kollegialen Miteinander bearbeitet und konkrete Lösungsansätze entwickelt. Dieses spezielle Angebot bietet die Möglichkeit dabei einmal die spezifischen situativen Bedingungen von Schüler*innen mit Fluchterfahrung in den Fokus zu nehmen. Unter Schulpsychologischer Moderation werden neue Perspektiven eröffnet, Handlungsalternativen entwickelt und somit die eigenen Kompetenzen erweitert. Dies dient auch dazu, einer möglichen Überlastung vorzubeugen.
Zielgruppe
Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte von Schüler*innen mit Fluchterfahrung
Dauer
2 Zeitstunden
Ort
Wir kommen mit diesem Angebot gerne an Ihre Schule.
Auch ein Angebot vor Ort im Schulpsychologischen Dienst oder als Web-Seminar ist möglich.
Sie haben Interesse an einer kollegialen Fallberatung? Dann nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf oder nutzen unser gesichertes Anmeldeformular.
Telefonsprechstunde für Lehrkräfte mit Schüler*innen mit Fluchterfahrung
Sie erreichen unsere fachlich spezialisierten Kolleg*innen unter der
Telefonnummer: 0221 / 221-29001 oder 221-29002
- immer dienstags in der Zeit von 12:30 bis 13:30 Uhr (nur außerhalb der Schulferien)
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!
Hilfreiche Informationen zum Thema geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine
Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine und ihre Auswirkungen sind in unseren Schulen deutlich spürbar. Sie als Lehrkräfte stehen in dieser Situation vor der Frage, wie Sie das Thema in der Schule angemessen besprechen können und vor der Herausforderung aus der Ukraine geflüchtete Schüler*innen zu unterstützen und ihr Ankommen und ihre Integration zu begleiten.
Um Sie dabei zu unterstützen, diesen Herausforderungen handlungssicher begegnen zu können, haben wir in den folgenden Handreichungen für Lehrkräfte hilfreiche Informationen zum Thema zusammen gestellt.