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Im Norden von Chorweiler, angrenzend an den Stadtteil Blumenberg, werden wir in den kommenden Jahren einen neuen Stadtteil schaffen: einen Ort mit vielfältigen Angeboten, nicht nur für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Auf einer Fläche von circa 47 Hektar können 2.200 bis 3.000 Wohneinheiten, aber auch neue Arbeitsplätze entstehen. Die gute Ausgangslage soll für eine sozial gerechte Entwicklung des Stadtteils genutzt werden, die den gesamten Kölner Norden weiter stärkt. Über den Wohnraum hinaus geht es zum Beispiel um ein zukunftsfähiges Angebot an sozialer Infrastruktur, unterschiedliche Formen und Möglichkeiten des Arbeitens, mehrfach nutzbare Freiräume sowie die nachhaltige Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur.

Der Weg nach Köln-Kreuzfeld

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Erste zentrale Bausteine auf dem Weg zum neuen Stadtteil sind der Leitbildprozess mit einem anschließenden städtebaulichen Planungsprozess und einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Planung von Kreuzfeld gliedert sich in vier Verfahrensphasen:  

  1. Leitbildprozess
  2. Städtebaulicher Wettbewerb im Rahmen eines Wettbewerblichen Dialogs  
  3. Integrierte Planung zur Erstellung eines Masterplans für Kreuzfeld 
  4. Formelle Bauleitplanung zur Schaffung von Baurecht im Sinne des Masterplans

Der kooperative Planungsprozess stellt sicher, dass eine gute Ausgangslage für eine sozial gerechte, nachhaltige Entwicklung von Kreuzfeld geschaffen und die Planung eines innovativen und vielfältigen Stadtteils am Stadtrand mit breiter Akzeptanz möglich wird.  

1. Leitbildprozess

Warum ein Leitbild?

Als grundlegenden Schritt für die Entwicklung des neuen Stadtteils im Kölner Norden erstellen wir in einem kooperativen Prozess mit dem Stadtplanungsbüro Urbanizers aus Berlin ein verbindliches Leitbild. Das Leitbild dient als Basis für alle weiteren Planungsschritte. Nach Auswertung bereits vorliegender Analysen und Abstimmungsprozessen der städtischen Fachämter haben drei Expertenhearings stattgefunden.

Das erste Hearing fand mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung statt. Im zweiten Hearing wurde die Politik mit eingebunden. Das dritte Hearing hatte Interessengemeinschaften sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Region, wie etwa Nachbargemeinden, mit an Bord. Die Ergebnisse der bisherigen Überlegungen wurden zu drei Leitthemen verdichtet und zu einem Markenkern zusammengeführt. Auf dieser Grundlage können programmatische und akteursbezogene Prinzipien für die künftige Entwicklung entstehen.

Informationsveranstaltung 21. September 2019

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Am 21. September 2019 stellt Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Leitbildentwurf in einem öffentlichen Forum vor. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu einer Diskussion. Anregungen aus der Bürgerschaft werden in den Leitbildentwurf integriert, bevor dieser in den politischen Gremien diskutiert und beschlossen wird. Das beschlossene Leitbild wird anschließend der Stadtplanung als Grundlage für den städtebaulichen Planungsprozess zur Verfügung gestellt. 

Ort und Zeit der Veranstaltung

2. Städtebaulicher Planungsprozess

Das Leitbild und die Entwicklungsziele dienen als Grundlage für das sich anschließende städtebauliche Wettbewerbsverfahren im Rahmen eines Wettbewerblichen Dialogs. Die teilnehmenden Planungsbüros werden aufgefordert, städtebauliche Entwürfe für den neuen Stadtteil zu entwickeln. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, den Städtebau des Stadtteils zu definieren.

Es schließen sich hieran die Integrierte Planung und abschließend die Bauleitplanung an. Wesentlicher Bestandteil des Wettbewerblichen Dialogs ist die Fortführung des Beteiligungsverfahrens. Im Rahmen des mehrstufigen Wettbewerbsverfahrens mit öffentlichen Planungswerkstätten wird die kontinuierliche Mitwirkung der Öffentlichkeit am Planungsprozess, im Austausch mit den Planungsteams, den Expertinnen und Experten und einem Begleitgremium sichergestellt.

Das Wettbewerbsergebnis wird ein städtebauliches Rahmenkonzept sein, welches die Entwicklungsziele für Kreuzfeld weiter konkretisiert und räumlich darstellt. Ziel ist, einen neuen, attraktiven und vernetzten Stadtteil im Kölner Norden zu schaffen, der neue Angebote auch für den gesamten Stadtbezirk Chorweiler setzt. Es soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Arbeit, Bildung, Kultur und sozialer Infrastruktur sichergestellt werden. Ebenso wird eine zukunftsfähige Mobilitätsstruktur unter Berücksichtigung der Belange von Freiraum und Klima entstehen. Es gilt, einen Städtebau für Kreuzfeld zu entwickeln, der die Bebauungstypologie, die Verortung der Nutzungen, Freiflächen und öffentlichen Räume sowie die Integration von Kultur- und Bildungsbausteinen zu einem attraktiven Stadtteil zusammenführt.

In der Integrierten Planung werden die wesentlichen Handlungsfelder für die teilräumliche Entwicklung betrachtet, auch im Hinblick auf mögliche Bauabschnitte und Quartiere des neuen Stadtteils. Es werden die Ergebnisse aus dem Wettbewerblichen Dialog unter anderem mit Hinblick auf die folgenden Fachthemen detaillierter ausgearbeitet:

  • Bebauung
  • Nutzungsmischung
  • Freiraumqualitäten
  • Mobilität
  • Verkehr
  • Ökologie
  • Entwässerung
  • Lärm, Brandschutz etc.

Das Ergebnis ist eine Planung, welche die verschiedenen Belange integriert. Diese Integrierte Planung, an dessen Ende ein Masterplan entwickelt ist, bildet die Vorlage und Basis für die dann folgende Bauleitplanung. Dieses Bauleitplanverfahren schafft das Bauplanungsrecht für die Bebauung von Kreuzfeld und ermöglicht im Anschluss die bauliche Realisierung des neuen Stadtteils.

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