© Stadt Köln

Mit dem Leitbildprozess "Handelslagen Hohe Straße/Schildergasse" erarbeiten wir derzeit mit dem Dortmunder Büro Stadt + Handel ein Leitbild für die zukünftige Gestaltung der Kölner City

Dabei geht es um folgende Fragen:

  • Welche Trends beeinflussen die Einzelhandels- und Zentrenentwicklungen?
  • Wie könnten die Kölner Handelslagen in Zukunft, im Jahr 2030, aussehen?
  • Was müssen wir im Leitbildprozess tun, um fit für die Zukunft zu sein?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde 2020 die Umsetzung des Leitbildprozess "Handelslagen Hohe Straße/Schildergasse" beschlossen. Der Prozess gliedert sich in fünf Schritte:

  1. Situationsanalyse der Innenstadt inklusive ihrer Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken unter Einbeziehung sekundärstatistischer Daten und Materialien, insbesondere der Weiterentwicklung der innerstädtischen Lagenprofilierung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes
  2. Konzeption und Umsetzung eines Werkstatt- beziehungsweise Beteiligungsverfahrens mit relevanten Innenstadtakteur*innen zur Leitbildentwicklung
  3. Erstellung eines Maßnahmenkatalogs mit konkret formulierten Maßnahmen und Entwicklungsstrategien, aufgelistet nach Relevanz und zeitlicher Umsetzung 
  4. Dem Leitbildprozess nachgelagerte Koordination und Steuerung der Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen
  5. Evaluation der Maßnahmen

Ziel des Projektes ist es, die Kölner Innenstadt mit ihren unterschiedlichen Handelslagen zu profilieren. Grundlage hierfür ist die Entwicklung eines gemeinsam durch die innerstädtischen Akteur*innen getragenen Leitbildes. So wird ein von allen Beteiligten getragener Entwicklungsrahmen für die zukünftige Positionierung der Innenstadt definiert. Als Grundlage dienen hierbei unter anderem die entsprechenden Ausführungen im bestehenden Einzelhandels- und Zentrenkonzept und in der Entwurfsfassung der aktuellen Konzeptfortschreibung. Im Rahmen der Leitbildentwicklung sollen konkret formulierte Aufgabenfelder und Maßnahmen abgeleitet werden, die zukünftig zur Attraktivierung der Kölner Innenstadt für die Kölner Bürger*innen und ebenso wie für die Touristen*innen in Köln beitragen sollen.

Zu unseren Projektpartner*innen zählen die KölnBusiness Wirtschaftsförderung, die IHK Köln, der Verein Stadtmarketing Köln sowie dessen Initiative "Kölner Handelslagen".

"Frühlingserwachen" in der Innenstadt

Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität gibt es unter dem Motto "Frühlingserwachen" seit dem ersten Mai-Wochenende in der Kölner Innenstadt eine Reihe von Aktionen. Die Bandbreite reicht von Musikaufführungen und Platzkonzerten, Leerstandsverschönerungen, bis hin zu Selfie Spots und grünen Aufenthaltsarealen. Beispiele dafür sind etwa ein Musikfahrrad. Es wird in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz initiiert, es hat Kinder sowie Jugendliche zur Zielgruppe und befährt die Handelslagen. Mit thematischen Baustellenverkleidungen im Sinne des Mottos "Frühlingserwachen" sollen Baustellen von der Fußgängerzone getrennt werden und sich mit einem attraktiveren Erscheinungsbild in die Handelslagen einfügen.

Die Aktionen werden im Zusammenschluss von uns, der KölnBusiness Wirtschaftsförderung, der IHK Köln und vom Verein Stadtmarketing Köln sowie dessen Initiative "Kölner Handelslagen" umgesetzt.

Nächster Termin: Samstag, 25. Juni

Die Straße, der Klang & der Himmel – Töne der Kölner Innenstadt

Zwanzig Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Köln werden auf oder aus zehn Locations musizieren, das eigens für diesen Tag komponierte Musikstück an diesen ungewöhnlichen Orten aufführen und so eine neue Atmosphäre auf der ältesten Einkaufsstraße Kölns schaffen. Durch die Enge der Straße wird die Musik aus den oberen Etagen oder von den Balkonen oder den Dächern gespielt.  

Das Musikstück greift die Klänge und die musikalische Vielfalt der Kölner Veedel auf und verbindet sie mit dem Aufführungsort, der Kölner Innenstadt im Herzen der lebendigen und vielfältigen Millionenmetropole. So soll sich unter anderem die entschleunigende Atmosphäre des Rheins mit den südländischen Charakteristika einiger Stadtteile musikalisch verbinden und mit der Lebendigkeit der Innenstadt zusammengebracht werden. Damit entsteht eine Einzigartigkeit, der sich der Komponist João Raineri widmet und in seinem Stück verarbeitet hat. Größtenteils fest komponiert, lässt er den Musizierenden aber auch Freiraum für Improvisationen, um das internationale Team Teil des Gesamtprojekts werden zu lassen. Denn die Musizierenden und Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln kommen größtenteils aus vielen Ländern der Welt im Zentrum der Stadt zusammen. Sie sind es, die mit ihren Interpretationen die Stilistik der Klänge der Stadt miteinander verbinden und wiedergeben. João Raineri, gebürtiger Brasilianer, möchte die Passant*innen dieses Erlebnis spüren lassen und sagt dazu:

Diese Stadt ist so groß und abwechslungsreich und bringt dadurch viele Leute mit verschiedenen Backgrounds zusammen. Dieser kulturelle Mix und die vielen Klänge der Stadt möchte ich an dieser lebendigen Einkaufsstraße zusammenkommen und wirken lassen. Ich erwarte viele Gesichter, die nach oben schauen und sich fragen, was soll das? Meine Antwort darauf: Das ist Köln!

Das Projekt wird im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln von den Studierenden der Jazzklasse von Nils Klein in diesem Semester umgesetzt.

Warum Leitbild "Handelslagen Hohe Straße/Schildergasse"?

Der Leitbildprozess für die Handelslagen Hohe Straße/Schildergasse und Umfeld in der Innenstadt wurde eingeleitet, um den aktuellen Trends im Handel entgegenzuwirken, von denen eine Vielzahl der Innenstädte betroffen sind: Durch die Umsatzgewinne des Online-Handels sowie Veränderungen im Kundenverhalten, ist in den letzten Jahren ein Rückgang der Einzelhandelsbetriebe und der Verkaufsfläche zu beobachten. Neben diesen Herausforderungen für die Innenstadt im Allgemeinen und dem Einzelhandel im Besonderen kann davon ausgegangen werden, dass die Corona-Pandemie diese Trends beschleunigt. Obwohl die Schildergasse und die Hohe Straße zu den am meisten frequentierten Innenstadtlagen Deutschlands gehören, sind auch hier genau diese Trends zu beobachten. Im nächsten Schritt erfolgt auf Basis der Analyse ein Stärken-Schwächen-Profil, das mit Chancen und Risiken verbunden wird, um Entwicklungslinien und konkrete Maßnahmen zu definieren. Am Ende des Prozesses soll ein Leitbild stehen, dass Perspektiven für eine nachhaltige und integrierte Innenstadtentwicklung und konkrete definierten Maßnahmen zur Profilierung der Innenstadt enthält, welche gemeinsam von den verschiedenen Akteur*innen vor Ort mitgetragen, umgesetzt und verstetigt werden sollen.

Auftaktveranstaltung 2021

Die Auftaktveranstaltung zum Leitbildprozess "Handelslagen Hohe Straße/Schildergasse" fand am 13. September 2021 statt. Rund 50 Akteur*innen aus den Bereichen Handel und Gastronomie, Immobilienwirtschaft, der städtischen Verwaltung sowie Vertreter*innen verschiedener Fachverbände haben daran teilgenommen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat alle Teilnehmenden via Videobotschaft begrüßt. Darin bekräftigte sie, wie wichtig die innerstädtischen Handelslagen für Köln sind. Anschließend führte Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und Bauen, in die weitere Veranstaltung ein.   

Moderatorin Petra Voßebürger, IKU_Die Dialoggestalter, stellte anschließend die Ziele und den weiteren Ablauf der Veranstaltung vor und übergab das Gespräch an Jens Nußbaum vom Stadtplanungsbüro Stadt + Handel. Das Büro erarbeitet im Auftrag und enger Abstimmung mit uns das Leitbild. In seinem Beitrag erläutere er ausführlich die Trends und Entwicklungen für die Kölner Handelslagen. Anschließend konnten in einer Gesprächsrunde viele Akteur*innen aus Verwaltung, Handel und Gastronomie ihre Impulse und Vorstellungen für die Kölner Innenstadt der Zukunft einbringen. Auch das Publikum beteiligte sich rege und engagiert an den Diskussionen.   

Am Ende der Veranstaltung fasste Stadtplaner Jens Nußbaum die gewonnen Eindrücke und Erkenntnisse in einem Resümee zusammen. Dabei wurde klar, dass sich viele Akteur*innen vor Ort eine schnelle Verbesserung im Bereich Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit wünschen. Für die weitere Leitbildentwicklung war es allen Beteiligten wichtig, dass dabei zwei Zielsetzungen verfolgt werden. Zum einen sollen gemeinsam kurzfristige und mittelfristige Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Handelslagen erarbeitet und auch vor Ort umgesetzt werden. Zum anderen soll ein langfristiger Entwicklungsrahmen für die zukünftige Innenstadt Kölns zusammen mit den innerstädtischen Akteur*innen definiert werden.  

Weiterführende Informationen

Kontakt