Oberbürgermeister Burmester besorgt über Schwächung journalistischer Angebote

Mit großer Sorge habe ich die Ankündigung des Heinen-Verlags zur Kenntnis genommen, sich bereits zum 31. März 2026 aus der Traditionszeitung Kölnische Rundschau zurückzuziehen. Die Kölnische Rundschau ist seit Generationen ein fester Bestandteil der Medienlandschaft unserer Stadt und hat die demokratische Meinungsbildung in Köln maßgeblich mitgeprägt. Besonders beunruhigend ist die sehr kurzfristige Perspektive dieses angekündigten Ausstiegs. Eine so einschneidende Entscheidung wirft berechtigte Fragen nach der Zukunft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie nach der Sicherung journalistischer Vielfalt in unserer Stadt auf. Mein ausdrückliches Mitgefühl und meine Solidarität gelten den Beschäftigten, die nun in großer Unsicherheit auf ihre berufliche Zukunft blicken. Daher bin ich dem DuMont-Verlag dankbar für seine Ankündigung, sich an dieser Stelle ein Engagement vorzustellen.Darüber hinaus berührt diese Entwicklung ein zentrales Gut unserer Demokratie: die Medienvielfalt. Eine starke, unabhängige und vielfältige Presselandschaft ist unverzichtbar für eine lebendige Stadtgesellschaft wie Köln. Jede strukturelle Schwächung lokaler journalistischer Angebote erfüllt mich daher mit großer Sorge.Ich erwarte von den Verantwortlichen, dass sie ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, den Leserinnen und Lesern sowie unserer Stadt gerecht werden und größtmögliche Transparenz über die weiteren Schritte herstellen. Gleichzeitig werde ich als Oberbürgermeister gemeinsam mit den zuständigen Stellen im engen Austausch mit allen Beteiligten bleiben, um zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, den Medienstandort Köln zu stärken und Perspektiven für die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit