Arbeiten auf der Siegburger Straße beginnen
Die Stadt Köln beginnt am Montag, 5. September 2022, mit den Bauarbeiten zur Einrichtung eines komfortablen Radfahrstreifens auf der Siegburger Straße (Fahrtrichtung Deutzer Bahnhof) zwischen Benjaminstraße und Deutzer Freiheit. Hierfür wird die rechte Kfz-Fahrspur zugunsten des Radverkehrs umgewandelt.
Mehr Flächen für den Fuß- und Radverkehr
Anlass der Planung sind gleich mehrere Defizite für den Fuß- und Radverkehr in der bestehenden Verkehrsführung. So müssen sich vom Rheinufer kommende Radfahrer*innen bisher nach der Querung der Siegburger Straße auf Höhe der Haltestelle "Deutzer Freiheit" (KVB-Linie 7) die schmale Nebenanlage (Gehweg und ehemaliger baulicher Radweg) im Zweirichtungsverkehr mit Fußgänger*innen teilen. Daher kommt es im Bestand immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrer*innen untereinander und mit Fußgänger*innen, die zur KVB-Haltestelle wollen.
Wenn sich der Radverkehr nach Umsetzung der Maßnahme zukünftig in Fahrtrichtung Deutzer Bahnhof auf einer eigenen Spur auf der Fahrbahn fortbewegt, wird die Nebenanlage zwischen Deutzer Freiheit und KVB-Haltestelle nur noch vom Fußverkehr sowie von Radfahrenden in Fahrtrichtung Poll genutzt. Auch die Querung der Deutzer Freiheit soll optimiert und die Flächen für zu Fuß Gehende insgesamt erweitert werden. Damit werden Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr minimiert.
Radfahrstreifen auf der Siegburger Straße
Die rechte Kfz-Fahrspur wird im Rahmen des Umbaus nach neuem Kölner Standard zugunsten des Radverkehrs umgewandelt. Es entsteht ein 2,50 Meter breiter Radfahrstreifen. Dieser wird, wo es die Fahrbahnbreite zulässt, durch einen zusätzlichen, 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen vom fließenden Autoverkehr getrennt. Aus Poll kommend wird der Radverkehr vor der Benjaminstraße vom baulichen Radweg auf die Fahrbahn (Radfahrstreifen) geführt und hinter der Deutzer Freiheit zurück auf den baulichen Radweg.
Weitere Maßnahmen auf der Siegburger Straße
Weiterhin sollen die Parkstände zwischen Benjaminstraße und Grabengasse, die die Flächen des Fußverkehrs heute noch stark einschränken, auf den künftig mit der Führung auf der Fahrbahn nicht mehr benötigten, baulichen Radweg verlegt werden. So gewinnen Fußgänger*innen in diesem Abschnitt rund zwei Meter Gehwegbreite. Vier Stellplätze werden in Ladezonen umgewandelt. Damit soll verhindert werden, dass Lieferfahrzeuge mangels Haltemöglichkeiten den Radfahrstreifen blockieren und Radfahrende auf die Kfz-Fahrspur ausweichen müssen. Außerdem werden neue Radabstellanlagen installiert. Im Rahmen der Maßnahme wird zudem ein taktiler Trennstreifen zwischen baulichem Radweg und Gehweg eingebaut und damit die Barrierefreiheit erhöht.
Kosten und Dauer
Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Straßenbau auf rund 70.000 Euro. Die Markierungsarbeiten kosten etwa 37.000 Euro. Die Dauer der Baumaßnahme beträgt voraussichtlich rund zwei Monate.
Zum Hintergrund
Die Umgestaltung in der Siegburger Straße erfolgt auf Basis des in 2016 durch den Verkehrsausschuss beschlossenen Radverkehrskonzeptes Innenstadt. Die aktuelle Einzelplanung wurde im Juni 2021 durch den Verkehrsausschuss beschlossen.
Im Rahmen einer ab 2023 vorgesehenen Erneuerung der Ampelanlagen im oben genannten Abschnitt sollen weitere Optimierungen für den Rad- und Fußverkehr umgesetzt werden, unter anderem vorgezogene Rad-Aufstellflächen und indirekte Linksabbiegemöglichkeiten (beispielsweise auf Höhe der Arminiusstraße, von Süden nach Westen zum Rheinufer).
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Robert Baumanns