MobilitätsCockpit Köln (MoCKiii) geht nach erfolgreicher Förderphase in Dauerbetrieb

Im Rahmen einer offiziellen Abschlussveranstaltung hat die Stadt Köln das Förderprojekt zum "MobilitätsCockpit Köln" – kurz MoCKiii – erfolgreich beendet und den Übergang der Plattform in den dauerhaften Regelbetrieb vorgestellt. Basis für den Dauerbetrieb ist ein Ratsbeschluss, der den langfristigen Einsatz der Plattform bis mindestens 2035 sichert.

Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität:

Im MobilitätsCockpit Köln verknüpfen wir Kölner Mobilitäts- und Umweltdaten und schaffen damit die Fakten für ein innovatives Verkehrsmanagement und nachhaltige Mobilitätsplanung. MoCKiii kann uns dabei helfen, den Verkehr intelligenter zu steuern, Staus zu reduzieren, Emissionen gezielt zu senken und Veränderungen im Mobilitätsverhalten in Köln aufzuzeigen.

Echtzeitdaten als Fundament für intelligentes Verkehrsmanagement
MoCKiii verknüpft kontinuierlich eine Vielzahl von städtischen Datenquellen, um die komplexe Wechselwirkung zwischen Verkehrsaufkommen und Schadstoffbelastung im gesamten Stadtgebiet nachzuvollziehen. Das System führt unter anderem Messdaten lokaler Zählstellen für Autos, Fahrräder und Fußgänger sowie anonymisierte Mobilfunk- und Positionsdaten von fahrenden Fahrzeugen mit Luftschadstoff- und Wetterdaten zusammen. Auf dieser Grundlage berechnen mathematische Modelle in Echtzeit die aktuelle Verkehrsverteilung, die punktuelle Luftschadstoffkonzentration, den CO2-Ausstoß sowie die tägliche Verteilung der Verkehrsmittelwahl der Kölner Bevölkerung und der Pendler*innen (sogenannter "Modal Split").

Direkte Steuerungssignale und innovative Abgasprävention
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in das städtische Verkehrsmanagement ein, um Grenzwertüberschreitungen (wenn möglich präventiv) entgegenzuwirken. So nutzt die Verwaltung die Datenplattform, um über digitale Verkehrsinformationsanlagen (Variotafeln) im Straßenraum frühzeitig Empfehlungen für den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu geben oder über das Brückenleitsystem Staus auf den Rheinquerungen zu entzerren. Zudem übermittelt das System bei erhöhten Stickstoffdioxid-Werten automatisiert Warnmeldungen an die nationale Datenplattform "Mobilithek". Dies ermöglicht es beispielsweise modernen Hybrid-Fahrzeugflotten, beim Einfahren in betroffene Stadtbezirke automatisch in den rein elektrischen Emissionsschutzmodus zu wechseln.

Erfolgreiche Partnerschaft und umfassende Bundesförderung
Realisiert wurde das insgesamt rund 4,3 Millionen Euro teure Förderprojekt in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das maßgeblich die wissenschaftliche Methodik zur tagesaktuellen Berechnung des Modal Split entwickelte. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr unterstützte die Entwicklung im Rahmen des Förderaufrufs "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt rund 2,7 Millionen Euro. Das Förderprojekt wurde zum 30. Juni 2026 beendet. Anschließend erfolgte nahtlos und erfolgreich die Überführung in den Regelbetrieb. Mit "MoCKiii" ist Köln Vorreiter in Deutschland.

Unter www.stadt-koeln.de/mockiii können auf der Internetseite der Stadt Köln weitere Informationen zu MoCKiii abgerufen werden (die drei "iii" stehen übrigens für innovativ – integrativ – intelligent).

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit