Buchvorstellung mit Tobias Lehmkuhl und Gisa Funck

Irmgard Keuns erste Romane "Gilgi – eine von uns" und "Das kunstseidene Mädchen" machten sie Anfang der 1930er-Jahre über Nacht berühmt. Doch mit der Machtübernahme der Nazis wurden ihre Bücher verboten. Irmgard Keun emigrierte nach Amsterdam, führte im Exil eine Beziehung mit Joseph Roth, pflegte Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrte sie nach Köln zurück. Ihre späteren Werke konnten nicht an ihre frühen Erfolge anknüpfen. Alkohol- und medikamentenabhängig lebte sie zeitweise entmündigt in der geschlossenen Psychiatrie. Ende der 1970er-Jahre wurden ihre Bücher von der Frauenbewegung neu entdeckt.

Erzählerisch mitreißend entfaltet der Autor Tobias Lehmkuhl am Donnerstag, 5. November 2026, 19 Uhr, im Interim der Zentralbibliothek, Hohe Straße 68-82, Köln-Innenstadt, Irmgard Keuns Biografie erstmals in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit.

Tobias Lehmkuhl, geboren 1976, studierte in Bonn, Barcelona und Berlin, wo er seit 2002 als freier Journalist arbeitet. Er schreibt Kritiken, Essays und Radiofeatures, vor allem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. 2017 erhielt Tobias Lehmkuhl den Berliner Preis für Literaturkritik.

Gisa Funck wurde in Stuttgart geboren und wuchs in Bad Zwischenahn, unweit der Nordseeküste, auf. Als Literaturkritikerin und Autorin arbeitet sie für den Deutschlandfunk und den WDR. Davor war sie lange als Feuilletonistin für verschiedene Zeitungen tätig. Gisa Funck lebt in Köln.

Der Eintritt zur Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Literaturhaus e. V. kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro beziehungsweise vier Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über KölnTicket. Restkarten sind gegebenenfalls an der Abendkasse erhältlich.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit