Politik wird eingebunden – Zwischenergebnis im Prozess zur Baukostensenkung
Köln benötigt dringend Wohnraum, der auch für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen bezahlbar ist. Die Stadtverwaltung hatte daher den Dialogprozess „Köln baut bezahlbar – Wohnen für alle“ initiiert. Dieser startete nach dem Ratsbeschluss im Dezember 2025. Vertreter*innen aus Verwaltung, Bau- und Wohnungswirtschaft sowie der Kommunalpolitik arbeiten gemeinsam daran, Kostentreiber zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten.
Am 22. Mai 2026 werden nun die ersten konkreten Ergebnisse vorgestellt und die Politik offiziell in den gemeinsamen Prozess eingebunden. Stadtverwaltung und Wohnungswirtschaft haben dafür 61 konkrete Maßnahmen zusammengestellt. 22 davon sollen als Vorgaben beziehungsweise Prüfaufträge für die Stadtverwaltung vom Rat der Stadt Köln beschlossen werden. Die Vorschläge sollen nun bis zum 2. Juli 2026 politisch beraten werden. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem Vereinfachungen bei Stellplatzregelungen, Planungsverfahren sowie Grün- und Spielflächenvorgaben, Entlastungen für sozialorientierte Wohnungsbauprojekte und flexiblere energetische Standards im Wohnungsbau.
Ziel des gemeinsamen Dialogprozesses von Verwaltung und Wohnungswirtschaft ist es, den Wohnungsbau in Köln schneller, einfacher und wirtschaftlicher zu machen, damit der Neubau von bezahlbaren Wohnungen vorangetrieben wird.
Parallel dazu arbeiten in dem Dialogprozess drei weitere Arbeitskreise an zusätzlichen Lösungen:
- zur Reduzierung von Baukosten durch einfacheres und kosteneffizienteres Bauen sowie zur Entschlackung von Vorgaben auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen
- zur Optimierung städtischer Genehmigungs- und sonstiger Verwaltungsprozesse
- zur dauerhaften Fortführung der erfolgreich gestarteten Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft und Stadt Köln sowie ihrer weiteren Vertiefung
Bereits Ende März wurden über 85 baukostenreduzierende Maßnahmen zusammengetragen, an denen bis zur Sommerpause weiter intensiv gearbeitet wird. Am 18. Juni 2026 sollen sämtliche Ergebnisse einschließlich konkreter Einsparbewertungen vorgestellt werden.
Als wesentlicher Erfolg gilt neben den konkreten potenziellen Baukosteneinsparungen auch der intensive interdisziplinäre Dialogprozess, der einen Kulturwandel im gemeinsamen Verständnis aller Beteiligten für kostenreduziertes Bauen angestoßen hat. Der gemeinsame Prozess ist damit aber nicht abgeschlossen, sondern bildet vielmehr den Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit.
Oberbürgermeister Torsten Burmester betont die Bedeutung des gemeinsamen Dialogs:
Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist auch in Köln eine der drängendsten Herausforderungen. Mit den 22 Maßnahmen liegt jetzt ein gemeinsam erarbeitetes Paket auf dem Tisch, das echte Wirkung entfalten kann. Entscheidend ist nun, dass Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft den weiteren Weg gemeinsam gehen und die Maßnahmen umsetzen. Dann können wir die Baukosten spürbar senken und das Wohnen in Köln endlich wieder bezahlbar machen.
Baudezernent Markus Greitemann erklärt:
Dass Verwaltung und Wohnungswirtschaft hier so eng und konstruktiv zusammengearbeitet haben, ist ein starkes Signal für Köln. Das zeigt, dass sie bereit sind, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und konkrete Veränderungen auf den Weg zu bringen.
Die Vorlage ist im Ratsinformationssystem einsehbar unter: SessionNet | "Köln baut bezahlbar | Wohnen für alle"