Anbei finden Sie ausgewählte Kulturtermine des Kulturamtes, einzelner Museen, der Zentralbibliothek, des NS-Dokumentationszentrums (NS-DOK) und des Historischen Archivs mit Rheinischem Bildarchiv für den Monat Mai 2026.    

Zentralbibliothek  

Donnerstag, 7. Mai 2026, 19 Uhr  

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt

Stimmen aus Turtle Island – Indigene Gegenwart in den USA

Der Amerikanist Dr. Stefan Benz beleuchtet im Dialog mit dem Sprecher Bernd Reheuser Texte des US-amerikanisch-indigenen Autors Tommy Orange, die sich auf diese indigene Perspektive beziehen.

Weitere Informationen unter Stimmen aus Turtle Island – Indigene Gegenwart in den USA  

 

Dienstag, 12. Mai 2026, 19 Uhr  

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt

Bianca Walther im Gespräch: Die Vorkämpferinnen

Januar 1919: Erstmals dürfen Frauen im Deutschen Reich wählen. Dieser historische Moment war kein Geschenk, sondern das Ergebnis eines über siebzigjährigen Kampfes um politische Rechte und Freiheiten. Die Historikerin Bianca Walther lässt die Pionierinnen der ersten deutschen Frauenbewegung lebendig werden – von den Revolutionärinnen von 1848 bis zu Marie Juchacz' erster Rede vor der Nationalversammlung im Jahr 1919.

Weitere Informationen unter Bianca Walther: Die Vorkämpferinnen

 

Mittwoch, 13. Mai 2026, 13.15 Uhr  

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt

Lunch Lectures

Bevor beim nächsten Termin Birgit Kempker selbst die Bühne betreten wird, führt Mara Genschel bei diesem Termin in deren abgründiges Handbuch, den "Geist der Peinlichkeit" ein. Es handelt sich um eine Veranstaltungsreihe des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) und dem Literarischen Schreiben der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Weitere Informationen unter Lunch Lectures

 

Dienstag, 19. Mai 2026, 19 Uhr  

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt

Die Seligen oder die letzten Tage der Spezialdemokratie

Buchvorstellung des neuen Romans von Martin M. Kohtes und Michael Kohtes. Die Autoren führen ein Gespräch mit Claudia Dichter. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.

Weitere Informationen unter Die Seligen oder die letzten Tage der Spezialdemokratie

 

Mittwoch, 27. Mai 2026, 13.15 Uhr  

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt

Lunch Lectures

Anlässlich der Kempker-Festspiele zu ihrem 70. Geburtstag ist Birgit Kempker in Köln und auch bei uns in der Lunch Lecture zu Gast. Sie stellt "Heilig Blut" von Gisela Elsner vor – ein Titel der zu Lebzeiten der Autorin nur in russischer Übersetzung erschien. Die deutsche Erstausgabe folgte posthum, zu Elsners 70. Geburtstag. Das passt doch wunderbar! Eine Veranstaltungsreihe des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) und dem Literarischen Schreiben der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Weitere Informationen unter Lunch Lectures  

 

Samstag, 30. Mai 2026, 10 bis 12.30 Uhr  

Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 62-80
Köln-Innenstadt  

und Sonntag, 31. Mai 2026, ab 18 Uhr im StaatenHaus

 

Spurensuche Oper: Turandot

Workshop zu Giacomo Puccinis Werk in der Stadtbibliothek mit Opernbesuch am folgenden Tag. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Oper Köln statt.

Weitere Informationen unter Spurensuche Oper: Turandot    

 

NS-DOK  

Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr  

NS-Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt  

Brücken gegen das Vergessen – Gespräch und Konzert mit Sinfonietta VivazzA

Die Sinfonietta VivazzA ist ein Kölner Kammermusikensemble aus Strei­chern und Bläsern. Auf der Suche nach besonderen Programmen stieß das Ensemble auf Werke vergessener und verfemter Komponisten, die im Konzentrationslager Theresienstadt inhaftiert waren. Darunter auch Rudolf Karel und Hans Krása. Die Sinfonietta VivazzA gestaltet in diesem Jahr die zentrale Gedenk­feier in Terezín musikalisch. In einem Gesprächskonzert berichtet die künstlerische Leiterin Pamela Coats von den bewegenden Zeitzeugnissen, verbunden mit musikalischen Darbietungen des Ensembles. Moderation: Birte Klarzyk.

Weitere Informationen unter NS-DOK- Veranstaltungen

 

Dienstag, 12. Mai 2026, 18 Uhr  

NS-Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt  

Inszenierung, Schnapp­schuss, Dokumentation. Fotografien aus dem Lagerkomplex Flossenbürg

Die Bilder aus den Konzentrations­lagern bewegen bis heute. Die meisten dieser Fotos stammen aus den letzten Kriegstagen und geben die Perspektive der Befreier und Häftlinge wieder. Welche Fotos hat hingegen das Lagerpersonal beauf­tragt, welche Bilder schossen die SS-Männer in ihrer dienstfreien Zeit? Diesen Fragen und Überlegungen, wie solche Fotos gezeigt und betrachtet werden können, widmet sich der wissenschaftliche Bildband, den der Herausgeber Prof. Dr. Jörg Skriebeleit (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg) im Gespräch vorstellt. Moderation: Dr. Annemone Christians-Bernsee.

Weitere Informationen unter NS-DOK-Veranstaltungen

 

Donnerstag, 21. Mai 2026, 19 Uhr

Kölner VHS-Forum am Neumarkt
Cäcilienstraße  
Köln-Innenstadt

Gedenken an den Völkermord an Rom*nja und Sinti*zze  

Mehr als 500.000 Rom*nja und Sinti*zze wurden im deutschen Herrschafts­bereich während des Nationalsozia­lismus ermordet. Bis heute ist der „Samudaripen“ (Romanes: vollstän­diger Mord), kaum im gesamtgesell­schaftlichen Bewusstsein. Nach einem Impulsvortrag von Magdalena Lovrić über die NS-Ver­folgung in Kroatien, die dort tätigen Kollaborateure sowie die Erinne­rungskultur, diskutieren Vertreter*in­nen aus den Vereinen RomaniPhen e. V., Carmen e. V. und dem Bundes­romaverband e. V. über das Geden­ken und die fehlende politische und gesellschaftliche Anerkennung in Deutschland. Moderation: Radoslav Ganev (Romanity e. V.). Musikalische Begleitung: J. Heilig und S. Hartmann. Eine Kooperation von NS-DOK, Kölner Volkshochschule, Kommuna­les Integrationszentrum Köln, Verein EL-DE-Haus e. V., Melanchthon-Akademie Köln und Rom e. V. mit Unterstützung durch die Evangelische Kirche Köln und Region, Carmen e.V. und das Rautenstrauch-Joest-Museum.  

Weitere Informationen unter NS-DOK- Veranstaltungen

 

Donnerstag, 28. Mai 2026, 19 Uhr  

 

NS-Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt  

Hitlers Gefolgsmann. Robert Ley – Mein Großvater, der Kriegsverbrecher

Robert Ley war Reichsorganisations­leiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess einer der 24 Hauptangeklagten. Sein Enkel Axel Spilcker (Journalist KStA) erzählt nun die Lebensge­schichte seines Großvaters und seiner Familie. Basierend auf exklusiven Dokumenten schreibt Spilcker eine deutsche Chronik, deren Fragen bis in die Gegenwart reichen. Wie geht man mit einem solchen Erbe um?  

Weitere Informationen unter NS-Dok-Veranstaltungen     

 

Museen    

Freitag, 8. Mai 2026, 17.30 bis 19.30 Uhr  

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstraße 100
50674 Köln  

Koreanische Teezeremonie: Performance mit Publikumsgespräch

In der ostasiatischen Kultur spielt Tee eine zentrale Rolle und symbolisiert gleichzeitig die herzliche Willkommenskultur. Der Akt des gemeinsamen Teetrinkens trägt hierbei nicht nur zur Willkommenskultur für Fremde oder Bekannte bei, sondern auch zum Aufbau von Gemeinsamkeit. Die von der Künstlerin Iden Sungyoung Kim durchgeführte Teezeremonie widmet sich der gesellschaftspolitischen Aufarbeitung und der individuellen Erinnerungskultur im Hinblick auf Menschen mit Behinderung. Alle sind herzlich eingeladen, an der künstlerischen und performativen Erarbeitung mit Lesung über unausgesprochene Lebensrealitäten und gesellschaftliche Stigmatisierung teilzuhaben und sich darüber auszutauschen. Hinweis: In dieser Performance kommen sprachliche Darstellungen von seelischer Gewalt und von Suizidgedanken vor. Der Eintritt kostet 5,50 Euro.    

Vom 21. bis 24. Mai 2026 findet im Rautenstrauch-Joest-Museum in Kooperation mit dem Verein Rom e. V. die Veranstaltungsreihe „DJELEM, DJELEM - POESIE, TALKS, FILM: ROM*NJA UND SINTI*ZZE ÜBER SELBSTBESTIMMUNG UND ÜBERLEBEN“ statt.  

 

Donnerstag, 21. Mai, 17.30 Uhr

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33
Köln-Innenstadt  

TALK mit Zeitzeug*innen: Samudaripen – Rom*nja erinnern

Bis heute ist der Samudaripen (Romanes: "vollständiger Mord") kaum im gesamtgesellschaftlichen Bewusstsein verankert. Das Projekt und die Infotafeln "Samudaripen – Rom*nja erinnern" der Düsseldorfer Selbstorganisation Carmen e.V. rücken die Verfolgung und systematische Unterdrückung von Rom*nja während des Nationalsozialismus sowie deren Auswirkungen bis in die Gegenwart in den Fokus. In der Veranstaltung berichten Zeitzeug*innen und Projektbeteiligte von ihren Erfahrungen und treten in einen offenen Dialog mit den Teilnehmenden. Gemeinsam soll über Erinnerung, Aufarbeitung und die Entwicklung einer aktiven Erinnerungskultur gesprochen werden. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Carmen e. V. statt. Ab 19 Uhr beginnt im VHS-Forum die Gedenkveranstaltung an den Völkermord an Rom*nja und Sini*zze - Historische Verantwortung auch in Köln. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter Rautenstrauch-Joest-Museum- Veranstaltungskalender

 

Freitag, 22. Mai 2026, 17 Uhr

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33
Köln-Innenstadt    

Poesie und Gespräch: Sehnsucht nach meiner Stimme

In dieser besonderen Poesie-Lesung präsentieren Teilnehmer*innen eines Deutsch- und Alphabetisierungskurses des Rom e. V. ihre Texte. Es erfordert Mut, eigene Texte vor einem unbekannten Publikum vorzutragen – und noch mehr Mut, sie in einer Sprache zu verfassen und zu lesen, die erst seit Kurzem erlernt wird.
In den Texten geht es um persönliche Hoffnungen, Wünsche und Sorgen. Die Autor*innen geben Einblicke in ihre Lebensrealitäten und eröffnen neue Perspektiven. Zwar erlernen sie aktuell in einem Kurs die Schriftsprache, bringen aber schon vieles mit, was für das Verfassen von Poesie essenziell ist: Wortklang, Takt, Melodie, Rhythmus sowie sprachliche Stimmigkeit und Unstimmigkeit. All das kennen sie aus Liedern und mündlichen Erzählungen. Im Anschluss an die Lesung laden wir zum Austausch und zur Reflexion ein.

Die Veranstaltung ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

Weitere Informationen unter Rautenstrauch-Joest-Museum- Veranstaltungskalender

 

Samstag, 23. Mai, 15.30 Uhr

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33
Köln-Innenstadt  

FILM & AUSTAUSCH: Djelem, Djelem. Rom*nja und Sinti*zze im langen Schatten des 20. Jahrhunderts

Der Film ist eine biographisch-historische Zeitdokumentation: Zehn Sinti*zze und Rom*nja sprechen über ihre Familiengeschichte vor dem Hintergrund der jüngsten deutschen und europäischen Geschichte. Sie gewähren persönliche Einblicke in ihr Leben, das von Rassismus und Ausgrenzung, von Erfahrungen im Nationalsozialismus, von Flucht, Ausbeutung und Gewalt geprägt war und ist. Sie sind starke Persönlichkeiten, die auf unterschiedliche Weise Widerstand leisten und geleistet haben. Der Film ist eine Produktion des Rom e.V. gemeinsam mit dem Verein Romane Romnja.

Nach einer kurzen Pause sprechen Zeitzeug*innen aus dem Film über Empowerment, Mut, Schmerz und Zuversicht und treten mit den Anwesenden in den Austausch.

Die Veranstaltung ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter Rautenstrauch-Joest-Museum- Veranstaltungskalender

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit