Anbei finden Sie ausgewählte Kulturtermine seitens des Kulturamtes, einzelner Museen, der Zentralbibliothek, des NS-Dokumentationszentrums und des Historischen Archivs mit Rheinischem Bildarchiv für den Monat März 2026.
Kulturamt
Termine: 4./5./.6. März 2026
Schauspiel Köln
Schanzenstraße 6-20
Köln-Mülheim
In the Meantime: A play across Continents
"A Play Across Two Continents" von Stefan Otteni und Amineh Arani ist ein zeitgenössisches Theaterprojekt, das zwei geografisch getrennte Orte – Teheran und Köln – in einer gemeinsamen Live-Performance miteinander verbindet. Im Zentrum steht die Geschichte eines Paares, das durch politische und räumliche Trennung gezwungen ist, in verschiedenen Welten zu leben, während es versucht, emotional verbunden zu bleiben. Die Inszenierung bringt das Publikum mitten hinein in ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, Realität und Projektion, Freiheit und Überwachung. Die Theaterperformance, findet gleichzeitig an zwei Orten statt: in Teheran und Köln. Aufgrund politischer Restriktionen ist es den beiden Künstler*innen nicht möglich, gemeinsam zu wirken. Das Theaterprojekt wird vom Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://www.schauspiel.koeln/produktion/meantime-play-across-two-continents
Termine: 6. und 7. März 2026
Ehrenfeldstudios
Wißmannstraße
Köln-Ehrenfeld
LOOK 2026 – veline repertoire
Unter dem Titel "LOOK" und unter der künstlerischen Leitung der Choreografin Silke Z. präsentieren die Ehrenfeldstudios jedes Jahr regionale und überregionale Tanzgastspiele aus ganz Deutschland. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf Choreografien feministischer Perspektiven. Ziel ist es Sehgewohnheiten zu hinterfragen und das Publikum mit neuen künstlerischen Perspektiven zu gesellschaftlich aktuellen Themen in Kontakt zu bringen. Veline Repertoire ist eine choreografische Studie über italienische TV-Showgirls, fantasiert als lesbische Romanze. "Veline" bezeichnet ein Showgirl-Duo, dessen Aufgabe es ist, die sogenannten Stacchetti zu performen: 30-sekündige Tanzeinlagen mit fröhlichen Routinen und allgegenwärtigem Lächeln. Bei der Neuinszenierung ihres Repertoires – von den 1990er-Jahren bis heute – lösen die Performerinnen ihre Bindung an die Kamera und beginnen, füreinander zu tanzen. Veline Repertoire dekonstruiert die glatte Oberfläche berlusconianischer Weiblichkeit, um das darunterliegende Begehren – und den Widerstand – freizulegen. Das Projekt wird von dem Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://www.ehrenfeldstudios.de/
13./14./15. März 2026
GLORIA Theater
Stadtgarten und die Wohngemeinschaft Köln
Köln-Innenstadt
Cologne Soul Weekender 2026
Treffpunkt der pophistorischen Northern Soul Szene in Köln, mit 18 internationalen und lokalen DJs, Lesungen und Meetings. Eine bundesweit einmalige Feier der Northern Soul-Kultur, die Ende der 1960er Jahre in den Arbeitervierteln Großbritanniens entstanden ist. Keep the Faith! Das Projekt wird von dem Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://www.colognesoulweekender.de/
14. März 2026
Lutherkirche
Martin-Luther-Platz 2-4
Köln-Innenstadt
Unity in diversity: Frühling der Kulturen: A.G.A. Trio
Die Konzertreihe für globale Musik "Unity in diversity" in der Lutherkirche Köln bringt seit vielen Jahren die Vielfalt der in Köln lebenden kurdischen, armenischen, türkischen, lasischen, anatolisch-alevitischen sowie anderer in der Türkei beheimateten Communities zum Ausdruck.
Die drei jungen Musiker von A.G.A Trio wollen die einzigartige Schönheit der traditionellen Melodien Anatoliens und Transkaukasiens zeigen und darauf verweisen, wie nahe sich die verschiedenen Kulturen einmal waren Kaval aus der Türkei, Duduk aus Armenien und Akkordeon aus Georgien gehören zu den meist verbreiteten Instrumenten in diesen Ländern. Die Konzertreihe "Unity in diversity" wird vom Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://www.suedstadt-leben-koeln.de/veranstaltungen/fruehling-der-kulturen-newroz-nouruz-2026/
16. bis 20. März 2026
Filmhaus Köln
Maybachstr. 111
Köln-Innenstadt
Weitere Informationen und Anmeldung: https://filmbuero-nw.de/dokfenster-2026/
DOKFENSTER 2026
Die dfi – dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW präsentiert eine Veranstaltungsreihe mit Dokumentarfilmen für junge Menschen und Jugendliche. Das Angebot richtet sich an Schulklassen und ist für verschiedenste Altersstufen zusammengestellt. Das Tolle ist: Regisseurinnen und Regisseure präsentieren ihre Filme selbst und geben Einblicke darein, wie Dokumentarfilme entstehen, worauf bei der Themenfindung zu achten ist und wie sich Dokumentationen und Spielfilme voneinander unterscheiden. Das Projekt wird von dem Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen und Anmeldung: https://filmbuero-nw.de/dokfenster-2026/
17. März 2026
Alte Feuerwache Köln
Melchiorstraße 3
Köln-Innenstadt
hand werk: HW2026C_#2 Frei & Frei
In diesem Kooperationskonzert hat das Kölner Ensemble hand werk mit dem Duo Nina Garcia (E-Gitarre) und Camille Émaille (Schlagzeug) Musikschaffende der improvisierten Musik zu Gast.
Eine perkussive Gitarre, rückkoppelnde Perkussion: Gemeinsam bauen die zwei Französinnen eine Musik, die prägnant, engagiert und tiefgründig ist, alles improvisiert. Den Improvisationen stellt hand werk drei unterschiedliche Stilistiken der notierten Musik gegenüber: In Vladimir Guicheff Bogacz' Werk hört man drei Sätze und (fast) drei Mal dasselbe: "Tre pezzi sullo stesso ritmo". Bei Steffen Krebber atmen die Ohren plastische Eindrücke eines Urwaldbiotops, und Malin Bång widmet ihre Musik der deutschen Hauptstadt unter Verwendung spezifisch ortsgebundener Gegenstände. Die Konzertreihe HW2026C_ wird vom Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://klassik-koeln.de/de_DE/konzertkalender/hw26c-2-frei-frei.17945093
21. März 2026
Kulturbunker Mülheim
Berliner Str. 20
Köln-Mülheim
Newroz Art Festival
Mit dem Equinox Art Festival 2026 veranstaltet der Kulturbunker Köln-Mülheim eine künstlerisch hochwertige und transkulturell ausgerichtete Feier zum Frühlingsbeginn. Thematisch knüpft das Festival an das Neujahrsfest "Newroz" an, das in vielen Ländern Asiens und Osteuropas eine lange Tradition hat. Im Zentrum des Programms steht die Musik: Die Konzerte renommierter Künstler*innen bilden den Kern des Festivals. Geplant ist der Auftritt der Band Makouk als Vorband sowie ein Hauptkonzert mit Yalda Abbasî & Trio Sêreng, die traditionelle Klänge neu interpretieren und mit zeitgenössischen Einflüssen verweben. Ergänzend zu den musikalischen Beiträgen wird eine zweiwöchige Ausstellung realisiert, die von den Kuratorinnen Iman Sarami und Setareh Karimi betreut wird. Das Projekt wird von dem Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://wp.kulturbunker-muelheim.de/kultur/
Termine: 25./26./27. März 2026
COMEDIA Theater
Vondelstraße 4-8
Köln-Innenstadt
Synapsen
Eine Tanzproduktion der COMEDIA in Koproduktion mit performing:group, Köln - Ausgezeichnet mit dem Kölner Theaterpreis 2024.
Synapsen setzt sich mit einer Lebensphase auseinander, in der prägende neuronale und soziale Verbindungen geschaffen werden. Senden, sich darstellen, sich behaupten, wer setzt sich durch? Im Rausch der Selbsterfindung behaupten wir uns bis wir uns selbst glauben. Achtung, Synapsenstau: Unauflösliche Unsicherheit trifft auf unzerstörbares Selbstvertrauen.
Ausgehend von dieser überwältigenden Gleichzeitigkeit explosionsartiger Vorgänge, setzen sich drei Tänzer*innen mit dem sich neu sortierenden Gehirn auseinander. Sie bilden und kappen Verbindungen, stehen sich selbst im Weg und schaukeln sich hoch. Als Erwachsene glauben wir mit der Adoleszenz das Schlimmste überstanden zu haben, aber das ist nur der Anfang. Also: Get used to it! Das COMEDIA Theater und performing:group werden vom Kulturamt gefördert.
Weitere Informationen: https://www.comedia-koeln.de/buehne/theater-fuer-junges-publikum/unsere-produktionen/synapsen/
11. März 2026, Ausstellungslaufzeit 12. März bis 18. April 2026
artothek - Raum für junge Kunst
Am Hof 50
Köln-Innenstadt
Fight or Flight – How does it feel to be held by an Object
Clara Lena Langenbach zeigt in ihrer Soloausstellung in der artothek – Raum für junge Kunst unter dem Titel "Fight or Flight. What does it mean to be held by an object?" eine Rauminstallation mit Objekten aus Keramik, Metall und Holz, graphischen Arbeiten und textilen Raumteilern. Darin setzt sie ihre künstlerische Auseinandersetzung mit medizinischen Prozessen und dem schmalen Grat zwischen natürlicher Körperlichkeit und mechanischen Eingriffen fort. Unverzichtbare Stützhilfen für den Körper stehen dem Ideal körperlicher Optimierung gegenüber. Ihr stummer Dialog führt zu einem wechselseitigen Hinterfragen der Vorstellungen von normierten Körpern. Weitere Informationen: https://www.museenkoeln.de/artothek/seite.aspx?s=542,
Museen
Donnerstag, 26. März 2026, 18 Uhr, Museum Schnütgen
Konzert mit dem Vokal-Ensemble Trio Ukraina
Das Vokal-Ensemble Trio Ukraina wurde im Frühjahr 2022 in Bonn von Yulia Parnes (Bonn, geb. in Moskau), Iryna Dusheiko (Kyjiw) und Yana Andrushchenko (Kyjiw) gegründet. Es vereint drei Sängerinnen mit klassisch musikalischer Ausbildung, die durch ihre eindrucksvollen Stimmen, starke Bühnenpräsenz und tief emotionale Interpretationen das Publikum begeistern. Das Repertoire besteht aus ukrainischen Liedern – traditionell, klassisch, modern – und aus Lied-Traditionen weiterer Länder wie Georgien, Frankreich, Italien, Griechenland und Deutschland. Klassische Stücke vom Barock bis zur Moderne und jüdische Lieder Osteuropas sind ebenfalls Teil ihres Programms. Die Sängerinnen verbinden mit großer Hingabe die Gemeinsamkeiten der musikalischen Kulturen mit eigenen, außergewöhnlichen und dreistimmigen Arrangements. Ihre Musik bewegt und belebt, stimmt traurig und macht mutig. Das Konzert im Museum Schnütgen findet statt im Rahmen der Sonderausstellung "Licht in dunklen Zeiten. Mittelalterliche Glasmalerei aus dem Khanenko Museum in Kyjiw".
Der Eintritt zum Konzert ist frei, es muss nur der Eintritt ins Museum in Höhe von sechs Euro entrichtet werden. Treffpunkt ist an der Kirche.
Weitere Informationen: Museum Schnütgen | Aktuelle Nachrichten
Zentralbibliothek
Dienstag, 3. März 2026, 19 Uhr, Interim Zentralbibliothek
Zwischen den Welten. Literarische Positionen in Köln der 1920er Jahre
Luise Straus-Ernst, Kurt Tucholsky und Irmgard Keun: Ein Gespräch mit Eva Weissweiler, Mario Kramp und Gabriele Ewenz. Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit dem Kölnischen Stadtmuseum. Der Termin ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung "Gemütlichkeit und Moderne – Köln 1918-1926" des Kölnischen Stadtmuseums.
Weitere Informationen: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/veranstaltungen/daten/39421/index.html
Donnerstag, 5. März 2026, 19 Uhr
Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt
Stimmen aus Turtle Island. Indigene Gegenwart in den USA
Lesung aus Texten von Robin Wall Kimmerer. Der Termin findet im Anschluss an eine Kurzführung (ab 18 Uhr) durch die Ausstellung "HIER UND JETZT" im Museum Ludwig "De/Collecting Memories from Turtle Island" statt.
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Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr
Interim Zentralbibliothek
Hohe Straße 68-82
Köln-Innenstadt
Heike Geißler: Heinrich-Böll-Preisträgerin 2025
Lesung und Gespräch mit der Schriftstellerin und Mathias Zeiske. Eine Veranstaltung des Heinrich-Böll-Archiv in Kooperation mit dem Amt des Oberbürgermeisters, dem Kulturamt der Stadt Köln und dem Literaturhaus Köln e.V.
Weitere Informationen: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/veranstaltungen/daten/39484/index.html
Samstag, 26. März 2026, 10 bis 12 Uhr,
Interim Zentralbibliothek/StaatenHaus
Spurensuche Oper: Le Nozze di Figaro
Workshop zu Wolfgang Amadeus Mozarts Werk mit abendlichem Opernbesuch. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Oper Köln statt. Weitere Informationen: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/veranstaltungen/daten/39181/index.html
NS-Dokumentationszentrum
10. März 2026, 17 Uhr
Onlineveranstaltung: Teach the teachers: Eine Web-App zur jüdischen Geschichte
Stadtgeschichte digital und interaktiv erleben: Die Web-App "Zwischen den Häusern" von MiQua und NS-DOK führt Nutzer*innen an Kölner Orte, die – nicht immer offensichtlich – mit jüdischer Geschichte verbunden sind. Interviews mit Zeitzeug*innen und Expert*innen, historische Quellen und multimediale Inhalte laden zu einer abwechslungsreichen Auseinandersetzung mit den Geschichten ein.
Mitglieder des Projektteams stellen die App vor und diskutieren ihre Einsatzmöglichkeiten in der historischen Vermittlungsarbeit.
Anmeldung per E-Mail an nsdok@stadt-koeln.de
Weitere Informationen: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Veranstaltungen?zf=0&dtvon=&dtbis=&art=62
Veranstaltung: Juliette Gréco & Barbara: Grandes Dames des französischen Chansons
Verein EL-DE-Haus E.V; 12. März 2026
NS DOK
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt
Florence Hervé stellt an diesem Abend zwei der bedeutendsten Chanson-Sängerinnen des 20. Jahrhunderts vor. Juliette Gréco war die "Schwarze Muse von Saint-Germain-des-Prés". Ihre Mutter und Schwester wurden als Teil der Résistance nach Ravensbrück deportiert, was Grécos Kunst prägte. Barbara, bekannt als "die Frau mit dem schwarzen Klavier", überlebte die deutsche Besatzung im Versteck und setzte mit ihrem Lied "Göttingen" ein Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft.
Es liest Christiane Lemm, begleitet mit Chansons von Mayo Velvo.
Eintritt Abendkasse: 4,50 Euro; 2 Euro ermäßigt
Weitere Informationen: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Veranstaltungen?zf=0&dtvon=&dtbis=&art=15
Gespräch: Gewalt ausstellen?
17. März 2026; 18 Uhr
NS DOK
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt
Der Umgang mit Gewaltbildern in Museen und an NS-Erinnerungsorten wird kontrovers diskutiert. Denn auf der einen Seite können drastische Darstellungen Betrachter*innen überfordern und die Würde der Opfer verletzen. Auf der anderen Seite kommt gerade Fotografien von Leid und Massenmord bei der Dokumentation von Gewaltverbrechen ein Beweischarakter zu. Über das Dilemma, Gewaltbilder in Ausstellungen zu zeigen, kommen PD Dr. Ljiljana Radonić (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Janne Grashoff (NS-DOK) ins Gespräch. Eintritt Abendkasse: 4,50; ermäßigt 2 Euro
Weitere Informationen: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Veranstaltungen?zf=0&dtvon=&dtbis=&art=7
19. März 2026; 18 Uhr
NS DOK
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt
80 Jahre Entnazifizierung: Grandios gescheitert – oder doch etwas gelernt?
Anfang März 1946 legten die Alliierten mit dem "Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus" die Entnazifizierung in deutsche Hände.
Doch darüber, wie erfolgreich die Entnazifizierung der Deutschen war, gehen die Meinungen auseinander. Oft wird sie als gescheitert bewertet und dafür herangezogen, um den zunehmenden Rechtsextremismus heute zu begründen. Doch stimmt das?
Darüber diskutiert Moderator Christoph Schäfer (Deutschlandfunk) mit der Historikerin Dr. Hanne Leßau (NS-DOK), dem Autor Jakob Springfeld und dem Historiker Dr. Johannes Spohr (present past).
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Deutschlandfunk-Sendung "Zur Diskussion" Eintritt Abendkasse: 4,50 Euro; 2 Euro ermäßigt
Weitere Informationen: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Veranstaltungen?zf=0&dtvon=&dtbis=&art=32
26. März 2026; 18 Uhr
NS DOK
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt
Das Nürnberger Tagebuch – eine Theaterlesung von neuesschauspielkoeln
Das "Nürnberger Tagebuch" basiert auf den Aufzeichnungen des US-Militärpsychologen Gustave M. Gilbert, der während der Nürnberger Prozesse (1945/46) individuelle Gespräche mit den Hauptangeklagten des NS-Regimes führte.
Das Theaterensemble inszeniert diese Aussagen zwischen Selbstrechtfertigung und Verleugnung, ideologischer Überzeugung und Verteidigung als Einblick in die Gedankenwelt der angeklagten NS-Führungselite – 80 Jahre nach dem Prozess.
Eintritt Abendkasse: 4,50 Euro; ermäßigt 2 Euro
Weitere Informationen: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Veranstaltungen?zf=0&dtvon=&dtbis=&art=41
Historisches Archiv
Mittwoch, 4. März, 18 Uhr
Vortrag: Jüdische Frauenbewegung in Köln
Im Jahr 1801 wurde die erste neuzeitliche jüdische Gemeinde Kölns gegründet und bereits wenig später der Israelitische Frauenverein. In den folgenden Jahrzehnten entstanden in Köln weitere jüdische Frauenorganisationen, was dem allgemeinen Trend entsprach. So gab es im Jahr 1923 im Deutschen Reich innerhalb der jüdischen Gemeinschaft nur 190 Männer-, aber 440 Frauenvereine. Hinzu kamen etwa 1.550 Wohlfahrtsvereine mit insgesamt 200.000 Mitgliedern. Im Mittelpunkt des Vortrags der Historikerin und Judaistin Monika Grübel steht die Entstehung, Entwicklung und Bedeutung jüdischer Frauenvereine vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Einige der Frauenvereine und ihre Hauptakteurinnen werden exemplarisch vorgestellt. Außerdem wird erläutert, wer die Vereine gründete, im Vorstand saß und aus welchem Milieu die Mitglieder stammten. Darüber hinaus wird Monika Grübel beleuchten, wie sich die Vereine der jüdischen und nichtjüdischen Öffentlichkeit präsentierten und wie sich ihr Selbstverständnis und ihre Arbeit in der NS-Zeit änderte.
Mittwoch, 11. März, 17 Uhr
Führung: "Zu Besuch bei Eisspeicher und Wärmepumpe"
Neben unseren klassischen Führungen durch das Historische Archiv mit Rheinischem Bildarchiv bieten wir unter dem Titel "Zu Besuch bei..." an jedem zweiten Mittwoch im Monat besondere Themenführungen an. In dieser Führung wird nicht das Archivgut im Vordergrund stehen, hier zeigt das Historische Archiv die technischen Anlagen und ihre Funktionsprinzipien. Auf der einen Seite soll Temperatur und Luftfeuchtigkeit für das jeweilige Material optimal sein, auf der anderen Seite soll dabei im Sinne der Nachhaltigkeit möglichst wenig Energie eingesetzt werden. Dazu wurde ein Konzept entwickelt, bei dem unterschiedliche alte und neue Techniken zur Wärme- und Kälteerzeugung, zur Speicherung von Kälte und Wärme, wie zur Klimatisierung der Magazine ineinandergreifen und dadurch energieeffizient, aber auch sicher klimatisiert werden kann.
Mittwoch, 11. März, 18 Uhr
Vortrag: Marie Juchacz und Elisabeth Kirschmann-Röhl – Zwei Schwestern für Frauenrechte und Gleichberechtigung
Die Welt schaut 1919 auf die verfassungsgebende Weimarer Nationalversammlung. Die beiden Schwestern Marie Juchacz und Elisabeth Kirschmann-Röhl kämpfen zuvor schon lange für das Wahlrecht für Frauen. 1919 kommt es erstmals zum Einsatz und bringt beide Frauen als Abgeordnete der SPD für die Bezirke Potsdam und Köln-Aachen ins Parlament. Einen Namen machen sie sich bereits Jahre zuvor als "gute Rednerinnen der SPD". Lydia Struck ist Kulturanthropologin und Urgroßnichte der beiden Schwestern. In Ihrem Vortrag fragt sie: Was bewegt die beiden, sich, neben dem Posten von Marie Juchacz als SPD-Frauensekretärin im Bezirk Obere Rheinprovinz, insgesamt in der Stadt Köln sozial zu engagieren? Was für Artikel schreibt Elisabeth Kirschmann-Röhl für die Frauen-Beilage der Gleichheit und für die Rheinische Zeitung, um den Alltag von Frauen in den 1920er Jahren zu verändern? Warum sind sie in der Zeit des Ersten Weltkriegs in der Kölner Heimarbeitszentrale engagiert? Wie gestalten Sie ihren Alltag zwischen Kindererziehung und politischer Arbeit? Und was treibt Elisabeth Kirschmann-Röhl an, sich als Kölner Stadtverordnete (SPD) seit den 1920er Jahren mit all ihrer Kraft gegen den wachsenden Einfluss der Nationalsozialisten zu stellen? Der Vortrag bietet Einblicke und Anekdoten aus den bewegten Biografien der Frauen und ist ihrem Engagement gewidmet. Ein anschließendes Gespräch bietet Gelegenheit zum Austausch.
Mittwoch, 18. März, 18 Uhr
Szenische Lesung mit Musik: Kommt nach Den Haag! Wir fordern Frieden!
Während die meisten Frauen der ersten Frauenbewegung in der Zeit des Ersten Weltkrieges sich dem nationalen Denken verpflichtet sahen, organisierten pazifistisch denkende Frauen aus vielen europäischen Ländern 1915 einen internationalen Frauenfriedenskongress in Den Haag. Obwohl vielen die Ausreise verwehrt wurde, trafen sich mehr als tausend Frauen aus ganz Europa und den USA. Darunter Frauen wie Aletta Jacobs, Anita Augspurg oder Rosa Manus. Stella Shcherbatova, psychologische Beraterin des EL-DE-Hauses für Opfer antisemitischer Übergriffe, und Almuth Voss, ehemalige Berufsschulpfarrerin, nehmen während der szenischen Lesung unter anderem deren Rollen an. Begleitet werden sie dabei am E-Piano von Dina Goncharova. Darüber hinaus befassen sie sich damit, was Frauen heute aus internationaler Perspektive denken und tun. Der Eintritt ist jeweils frei. Um Anmeldung per Mail an AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de oder telefonisch unter 0221/221-24455 wird gebeten.