Köln pflegt partnerschaftliche Beziehungen in alle Welt

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Seit über 60 Jahren pflegen wir freundschaftliche Beziehungen mit Städten auf der ganzen Welt. Ausgehend von der ersten Städtepartnerschaft 1952 mit Liverpool (Großbritannien) sind wir inzwischen international mit 22 Kommunen auf 4 Kontinenten verbunden. So unterschiedlich sich die einzelnen Beziehungen auch gestalten, und so verschieden die Motivation jeweils war, sie einzugehen, eines ist ihnen allen gemein: Sie stehen für den gelebten Willen zur Völkerverständigung. Das gegenseitige Kennenlernen, der Abbau von wechselseitigen Vorurteilen sowie das Verständnis für andere Kulturen waren und bleiben primäre Zielsetzungen von Städtepartnerschaften. Sie können auf kommunaler Ebene einen wertvollen Beitrag leisten, Frieden zu schaffen, ihn dauerhaft zu wahren und den Wohlstand für die Bürgerinnen und Bürger zu mehren.

Bei der Gründung vieler unserer Partnerschaften stand der Wunsch im Vordergrund, ein Zeichen der Wiedergutmachung und der Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg zu setzen. Ein Meilenstein war nach Liverpool hier sicher 1958 die Verschwisterung im Ringpartnerschaftsverbund mit den Städten Esch-sur-Alzette (Luxemburg), Lille (Frankreich), Lüttich (Belgien), Rotterdam (Niederlande) und Turin (Italien). Alles Kommunen aus den Gründungsländern der damaligen EWG (heute EU). Solch kommunales Engagement hat nicht nur in Köln, sondern bundesweit die Reintegration eines demokratischen Deutschlands in die europäische Staatengemeinschaft gefördert. Aber auch die übrigen sieben europäischen Partnerschaften sind dem Gedanken verpflichtet, ein geeintes Europa zu stärken.

Über die Grenzen Europas hinaus kommt den Städtepartnerschaften als Instrument kommunaler Außenpolitik ebenfalls eine besondere Bedeutung zu. Eine Bedeutung, die mit zunehmender Globalisierung und Urbanisierung weiter wachsen wird. Mit der zeitgleichen Aufnahme offizieller partnerschaftlicher Verbindungen zu Indianapolis und Wolgograd (ehemals Stalingrad) setzten wir 1988 zum Ende des Kalten Krieges ein Zeichen in der Entspannungspolitik zwischen den Machtblöcken USA und UdSSR. Die Pflege von trilateralen Austauschprojekten mit unseren Partnerstädten Tel Aviv-Yafo in Israel und Bethlehem in Palästina macht auf kommunaler Ebene freundschaftliche, auf Verständigung und Ausgleich ausgerichtete Begegnungen möglich, die gesamtpolitisch noch kaum denkbar erscheinen.

Solidarische Partnerschaften mit Kommunen in Schwellen- und Entwicklungsländern ermöglichen niederschwellig direkte praktische Hilfe. Sie sind damit zugleich Gegenstand der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit.

Die Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten zeigt: Städtepartnerschaften können in der Tat dazu beitragen, mentale Landkarten neu zu vermessen und zu verbinden, wo neue Mauern und die Tendenz zur Abschottung wachsen. Die Leitlinien der Bundesregierung zur internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Urbanisierung "Partner in einer Welt der Städte" spiegeln diesen Gedanken sehr zukunftsorientiert wieder:

Das derzeitige internationale System fokussiert immer noch weitgehend auf die nationalstaatliche Ebene und erkennt die eigenständige Rolle der Städte oft nicht, sondern betrachtet sie nur als "stakeholder". Zunehmend treten Städte aber allein oder in Zusammenschlüssen als eigenständige Akteure der internationalen Beziehungen auf.

Freundschaft ist eine Bereicherung

Neben den offiziellen Zusammentreffen der Repräsentantinnen und Repräsentanten partnerschaftlich verbundener Städte, dem kommunalen Fachaustausch sowie gemeinsamen Projekten auf der Arbeitsebene, leben aktive Städtepartnerschaften vor allem von der direkten Bürgerbegegnung. Maßgeblich unterstützt werden diese wichtigen Bürgerbegegnungen in Köln durch die derzeit 24 gemeinnützigen Vereine zur Förderung der Kölner Städtepartnerschaften.

Mit viel ehrenamtlichem Engagement organisieren ihre Mitglieder vielfältige Austauschprojekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Jugend und Sport sowie Reisen für Bürgerinnen und Bürger in die Kölner Partnerstädte jenseits ausgetretener touristischer Pfade. Darüber hinaus arbeiten sie eng mit dem Schulverwaltungsamt zusammen, um die bestehenden Schulpartnerschaften zu festigen und neue zu initiieren. Die Vereine sind damit unsere wichtigsten Partner und zugleich eine der tragenden Säulen in der Städtepartnerschaftsarbeit. Ihren Mitgliedern bieten sie interessante Möglichkeiten, langjährige internationale Freundschaften aufzubauen, fremde Kulturen kennenzulernen sowie in grenzüberschreitenden Projekten neue Erfahrungen zu sammeln und persönliche  Kompetenzen weiterzuentwickeln. Wir unterstützen die Vereine beratend und auch finanziell im Rahmen des Programms "Städtepartnerschaften gestalten!".

CologneAlliance - starker Partner

Unterstützung erfahren wir und die Fördervereine für die einzelnen Städtepartnerschaften seit 2014 auch durch den Verein CologneAlliance e. V.

CologneAlliance sieht den Bedarf, die Stadt Köln bei Ausbau und Pflege der existierenden Städtepartnerschaften aktiv zu unterstützen. Auch in wirtschaftlich schwierigen Jahren muss es der Stadt Köln ermöglicht werden, weltweit eingegangene Beziehungen aufrecht zu erhalten und die aktiven privaten Partnerschaftsvereine weiterhin finanziell und ideell zu begleiten.

Zu seinen Aufgaben zählt CologneAlliance, die Städtepartnerschaftsidee in die Kölner Stadtgesellschaft zu kommunizieren. Damit verhilft er den Partnerschaftsvereinen und uns zu einer starken Außendarstellung und breiteren Wahrnehmung. Darüber hinaus ist er für die Städtepartnerschaftsvereine ein kompetenter Partner bei der Mittelbeschaffung, fördert sie in der Öffentlichkeitsarbeit und bietet ihnen eine Plattform für die Vernetzung untereinander.

Mehr Informationen

Die Kontaktdaten zu den Kölner Städtepartnerschaftsvereinen finden Sie jeweils in den Beiträgen zu den einzelnen Städtepartnerschaften.

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