Der 8. Mai 1945: Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg und Befreiung der Menschen vom Nationalsozialismus

© Dr. Franz Rieder

In diesem Jahr blicken wir auf das Ende des Zweiten Weltkrieges durch den Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland vor 75 Jahren zurück. Ein Krieg, der nahezu rund um den gesamten Erdball unzählige Opfer kostete sowie Verwüstung und kaum fassbares Leid mit sich brachte.

Der 8. Mai 1945 markiert aber nicht nur das Kriegsende, er markiert auch das Ende der Shoah und die Befreiung der Menschen von Verfolgung und Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten generell.

zurück nach Europa. Dafür gebührt ihnen unser Dank. Seit 75 Jahren erleben wir in Europa Frieden und Wohlstand. Mit dem heutigen Tag des Gedenkens und dem morgigen Europatag bekennen wir uns zur westlichen Wertegemeinschaft. Die Kraft des vereinigten Europas nach innen und außen ist die wichtigste Lehre aus den Gewalterfahrungen des letzten Jahrhunderts, 

so Oberbürgermeisterin Henriette Reker am 8. Mai 2020.

Auch wenn coronabedingt dieser historisch bedeutsame Tag nicht in dem Maße gewürdigt werden konnte, wie es angemessen und auch vorgesehen war, ist dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch in Köln über das ganze Jahr hinweg in unterschiedlichen Formaten gedacht worden.

Videobotschaft von Oberbürgermeisterin Henriette Reker vom 8. Mai 2020 zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren

Der 8. Mai 1945 aus afrikanischer Sicht: Nicht für alle ein Sieg und Befreiung

  • Wie konnte es zu dieser politischen und humanitären Katastrophe des 20. Jahrhunderts kommen?
  • Welche Folgen sind auch heute noch weltweit spürbar?
  • Welche Verantwortung erwächst für uns alle aus diesem historischen Erbe im Hinblick auf die Gestaltung einer friedvollen, auf Freiheit, Toleranz und Menschenrechten basierenden Zukunft?

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg wurden und werden von einer Vielzahl nationaler und internationaler Historikerinnen und Historikern aus vielen Blickwinkeln untersucht und in weiten Teilen aufgearbeitet. Der Fokus richtet sich dabei oft primär auf Europa. Dieser Krieg hat aber nicht nur Europa verwüstet, sondern auch in Afrika und auf weiteren Kontinenten tiefe Wunden hinterlassen, die bis heute nicht verheilt sind. Und so hat Europa seine Befreiung auch Millionen von Menschen aus den damaligen Kolonien zu verdanken.

Übersehen wird zu oft, wie viele Soldaten aus den Kolonien - vor allem auch aus Afrika - im Zweiten Weltkrieg kämpften und an den Fronten in Europa oder auf außereuropäischen Kriegsschauplätzen ihr Leben ließen. Übersehen wird auch, dass die Shoah nicht nur auf europäischem Boden stattgefunden hat und auch jede Form von Zwangsarbeit in den Kolonien weit verbreitet war. In vielen Statistiken zum Zweiten Weltkrieg finden die Betroffenen so gut wie keine Erwähnung, da die Kriegsbeteiligten und Opfer aus den Kolonien nicht gesondert ausgewiesen werden.

 

Erlangten die Kämpfer, oftmals zwangsrekrutiert, und die zu Zwangsarbeit verpflichteten Frauen und Männer, die ihren Beitrag in einem Krieg leisteten, der nicht der ihre war, auch ihre eigene Befreiung? Eine mehr als berechtigte Frage vor dem Hintergrund der an ihnen verübten Kriegsverbrechen und der sich an den Zweiten Weltkrieg anschließenden Unabhängigkeitskriege. Von der Tatsache, dass die Wiederaufbauhilfen nach Kriegsende - vorrangig US-amerikanische Unterstützung - nach Europa flossen, während die Trümmerfelder in den damaligen Kolonien vergessen wurden, ganz zu schweigen. Ebenso, wie von den nicht getätigten Reparationsleistungen Deutschlands, das den Krieg ausgelöst und das Kriegsleid verursacht hatte.

Mit unserer Verantwortung für eine friedvolle Zukunft in einer global solidarischen "Einen-Welt" im Sinne des UN-Nachhaltigkeitsziel (SDG) 16 "Frieden und gerechte Institutionen" widmen wir im Gedenken an den Zweiten Weltkrieg auch dem globalen Süden besondere Aufmerksamkeit. Anlässlich der "Internationalen Dekade der Menschen afrikanischer Abstammung" der Vereinten Nationen rücken wir Afrika dabei ins Zentrum.

Schon im Rahmen der "Afrika Film Tage Köln 2020" im September wurden in Kooperation mit "FilmInitiativ Köln e. V. - Filme aus Afrika" und "Recherche international e. V."  die Filme

  • 1945 – 2020: Das Ende Des Zweiten Weltkrieges aus afrikanischer Sicht - "C’EST NOUS LES AFRICAINS… EUX AUSSI ONT LIBERÉ L’ALSACE 
    (Auch Afrikaner haben das Elsass befreit)
  • LES MASSACRES DE SÉTIF, UN CERTAIN 8. MAI 1945 
    (Ein anderer 8. Mai 1945 - Die Massaker von Sétif in Algerien) 

gezeigt. Sie standen ursprünglich auf dem Programm der Gedenkveranstaltungen der Stadt Köln zu "75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg" im Mai.

Die Präsentation beider Filme im Doppelpack berührte und beeindruckte die Besucherinnen und Besucher im Filmforum im Museum Ludwig ebenso wie die äußerst sachkundige Einführung in das Thema durch Karl Rössel, auf die wir an dieser Stelle verweisen.

Afrika im Zweiten Weltkrieg - Eine Einführung von Karl Rössel

"8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt" - Eine experimentelle Filmcollage zu Afrika im Zweiten Weltkrieg

© Lionel Somé / Marie Köhler
Filmstill "8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt"

Auch mit der experimentellen Filmcollage "8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt" sind wir aufgefordert, über das Gedenken der Opfer von Krieg und Shoa in Europa hinaus auch die Opfer anderer Kontinente aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit in den Blick zu nehmen. Das cineastische Kunstwerk von Lionel Somé und Marie Köhler lenkt den längst notwendigen Blick auf die Betroffenheit Afrikas, auf einen Teil unserer gemeinsamen Geschichte und die unterschiedlichen Erinnerungen daran.

Der Film feiert mit einer Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker

  • am 18. Dezember 2020 um 17.00 Uhr

seine Premiere. Im Anschluss an die Filmpräsentation ist unser Kooperationspartner "Institut Equalita" über Zoom Gastgeber eines Podiumsgespräches mit Marie Köhler und Lionel Somé sowie Expertinnen und Experten, die mit Ideen und Material zum Film beigetragen haben. In Vertretung von Reker wird Bürgermeister Andreas Wolter seitens der Stadt Köln an diesem Gedankenaustausch teilnehmen. 

Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie findet diese Veranstaltung nur online statt.

"8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt" - Der Film
Oberbürgermeisterin Henriette Reker: Videobotschaft zur Premiere "8. Mai 1945 - unsere Geschichte zählt"
© Lionel Somé, Marie Köhler
Filmstill "8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt"
© Lionel Somé, Marie Köhler
Filmstill "8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt"
© Lionel Somé, Marie Köhler
Filmstill "8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt"

8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt: Das Podiumsgespräch zur Filmpremiere

  • Was war die Motivation zu diesem Film?
  • Was hat die kreative Arbeit an diesem Projekt bei den Filmemachern ausgelöst?
  • Was löst der Film beim Betrachter aus?
  • Welche Bedeutung kommt der Erinnerungskultur im Hinblick auf die aktuelle kommunale Migrations- und Antidiskriminierungspolitik zu?

Diesen und weiteren Fragen stellen sich im Podiumsgespräch unter der Moderation von Serge Palasie via Zoom:

 

 

© Lionel Somé
Poutiaire Lionel Somé

Poutiaire Lionel Somé

Somé ist Künstler, Filmemacher und Regisseur. Geboren in Burkina Faso lebt und arbeitet er seit 2013 in Köln. 

Noch in Burkina Faso war Lionel Somé unter dem Künstlernamen "Golgo Trez" Teil des politisch engagierten HipHop-Kollektivs OBC und entdeckte dabei seine Liebe zum Schreiben und zum Story Telling. Mit dem Schwerpunkt Bildgestaltung und -bearbeitung studierte er an der Akademie für Film- und Fernsehproduktion in Ouagadougou und schloss 2013 mit dem Bachlor of Arts ab. Prägend in dieser Zeit war die Begegnung mit dem deutschen Künstler und Regisseur Christoph Schlingensief. Hier entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit. Unter anderem übernahm Somé die Video-Dokumentation von Schlingensiefs "Via Intolleranza 2", nach der Oper Luigi Nonos.

2018 schloss Somé als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung für Begabtenförderung sein Masterstudium in Medialen Künsten an der Kunsthochschule für Medien in Köln erfolgreich ab.

Seitdem bearbeitet er als Regisseur und Videokünstler an der Oper Halle und am Theater Lübeck als Teil eines afrikanisch-europäischen Künstlerkollektivs Giacomo Meyerbeers "Grand opéra L’Africaine". In vier Teilen wird das Werk an der Oper Halle unter dem Projekttitel "I like Africa and Africa likes me. I like Europe and Europe like me" einer performativen Dekonstruktion unterzogen, um den kolonialen Gehalt der Oper offen zu legen und letztlich eine "Afrikanisierung" der Oper zu versuchen. Das Projekt wird im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Für 2020 war eine Uraufführung unter dem Titel L’Européenne am Theater Lübeck geplant, wofür Somé ebenfalls Regie und Video übernommen hatte.

Für die Bildgestaltung des Stopmotion-Animationsfilm "Ayny" von Ahmed Saleh erhielt Somé 2016 den Studierenden-Oscar in Gold der Student Academy Awards

© Marie Köhler
Marie Köhler

Marie Köhler

Köhler ist Fotografin und Medienkünstlerin aus Köln. Sie fokussiert sich seit einigen Jahren vermehrt auf das Verhältnis zwischen Europa und Afrika.

Im Masterstudiengang Fotografie an der Fachhochschule Dortmund initiierte sie im Rahmen ihres Abschlussprojektes Kooperationen mit Künstlern und Kindern aus Burkina Faso. Dazu besuchte sie zuerst das Operndorf von Christoph Schlingensief und unternahm dann weitere selbstorganisierte Reisen nach Ruanda und in die Demokratische Republik Kongo.

Dort arbeitete sie mit lokalen Organisationen zusammen und ermöglichte unter anderen Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Projektes "Mach dir ein Bild" (seit 2012) Distanz zu ihrer Lebensrealität einzunehmen und diese durch die Kameralinse reflektierend zu erkunden.

Die eigenwilligen und berührenden Ergebnisse dieser Arbeit sind in zwei Publikationen im Verlag Kettler dokumentiert. In dieser langfristig angelegten Studie hinterfragt die Künstlerin die Rolle und Handlungsmacht fotografischer Bilder und reflektiert in Workshops mit Kindern und Kollaborationen mit Künstlerinnen und Künstlern vor Ort wie in Deutschland die ästhetische, soziale und bildpolitische Handlungsmacht der eigeninitiativ produzierten und kollektiv rezipierten fotografischen Bilder.

In ihrer bislang größten installativen Arbeit "MUZUNGU the white hero complex" (2017) und in ihren aktuellen Arbeiten "CAN A CHICKEN CHANGE THE WORLD" (2018) und "CAN I MAKE A PHOTO WITH YOU?" (2019) verarbeitet sie ihre Erfahrungen zwischen den kulturellen Referenzräumen Europa und Afrika und setzt sich darin mit wechselseitigen Zuschreibungen und Stereotypen beider Kontexte auseinander. Sie analysiert die Interaktion zwischen (helfenden) Weißen und den mit diesen konfrontierten Afrikanerinnen und Afrikanern, ihr unausweichliches Verstrickt-Sein in ein Geflecht von gegenseitigen Zuschreibungen und den Versuch, diese – wenn auch nur zeitweise – aufzuheben. 

Köhler war während ihres Studiums Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Ihre Projekte wurden von unterschiedlichen Institutionen wie dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, Bezirksregierungen und Kommunen gefördert. Seit 2020 ist sie Dozentin an der Hochschule Düsseldorf, University of Applied Sciences, für Experimentalfilm.

2020 publizierte sie mit ihrer Projektpartnerin Juliane Herrmann das Magazin "Beyond III postkoloniale Gegenwart". Zudem initiierte sie im Frühjahr/Sommer 2020 für Künstlerinnen in der Corona-Krise das Onlineprojekt "Artist in the Box".

© Helena Batemona-Abeke

Helene Batemona-Abeke

Batemona-Abeke ist Empowerment- und Diversity Trainerin und rassismuskritische Bildungsreferentin mit dem Schwerpunkt Awareness. Des Weiteren arbeitet sie als

  • Fachberaterin für Psychotraumatologie
  • Referentin für den stress- und traumasensiblen Ansatz
  • systemische Familienhelferin
  • Sozialarbeiterin

Für das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung fungiert sie als Sprecherin. Mit ihrem Verein Pamoja Afrika e. V. vertritt Batemona-Abeke das Awareness-Konzept unter spezieller Berücksichtigung der Thematik Rassismus als Trauma. 

© Karl Rössel

Karl Rössel

Rössel ist Journalist und Buchautor mit dem Themenschwerpunkt Internationalismus. Er absolvierte ein Studium der Volkswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln und eine Journalistenausbildung an der "Kölner Schule – Institut für Publizistik". Von 1983 bis 2012 arbeitete er als Autor für Hörfunk und Printmedien im Rheinischen JournalistINNenbüro in Köln.

In mehreren Büchern widmet sich Rössel unter anderem den Themen

  • Geschichte der Dritte Welt-Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland
  • der vergessene Krieg in der Westsahara
  • deutsche Entwicklungshilfe zur Aufstandsbekämpfung auf den Philippinen
  • die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

1992 hat er das Afrika Film Festival von FilmInitiativ Köln e. V. mitbegründet. Für den Verein recherche international e. V. hat er zudem eine (Wander-)Ausstellung zur Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg kuratiert, die seit 2009 in 70 Orten hierzulande, in der Schweiz sowie in Südafrika gezeigt wurde. Derzeit arbeitet er an einer portugiesischen Fassung der Ausstellung für Bildungseinrichtungen in Mosambik.

© Fabian Klose

Fabian Klose

Klose ist Professor für Internationale Geschichte und historische Friedens- und Konfliktforschung an der Universität zu Köln. In seiner akademischen Laufbahn führten ihn Gastprofessuren an das Institut d’études politiques de Paris und an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschichte der Dekolonisation, des humanitären Völkerrechts, der Menschenrechte und des Humanitarismus im 19. und 20. Jahrhundert.

Zur Geschichte der Menschenrechte und des Humanitarismus veröffentlichte er bisher

  • "Human Rights in the Shadow of Colonial Violence. The Wars of Independence in Kenya and Algeria"
    University of Pennsylvania Press, 2013
  • "The Emergence of Humanitarian Intervention. Ideas and Practice from the Nineteenth Century to the Present"
     2 Sammelbände, Cambridge University Press, 2016
  • "Humanity. A History of European Concepts in Practice from the Sixteenth Century to the Present"
    Vandenhoeck & Ruprecht, 2016
  • "In the Cause of Humanity. Eine Geschichte der humanitären Intervention im langen 19. Jahrhundert"
     Vandenhoeck & Ruprecht, 2019

Zudem ist er Herausgeber des Blogs "Humanitarianism & Human Rights" und seit 2015 einer der Organisatoren der Global Humanitarianism Research Academy (GHRA).  

© CoellnColoer

Andreas Wolter

Wolter ist seit dem 24. Juni 2014 Bürgermeister der Stadt Köln. Seit 2004 gehört er für "Die Grünen" dem Rat der Stadt Köln an, ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses und engagiert in den Themenbereichen Städtepartnerschaften und Kommunale Entwicklungszusammenarbeit.

Serge Palasie - Moderation

Palasie ist Afrikanist und befasst sich seit seinem Studium mit der transatlantischen Umverteilungsgeschichte und ihren Auswirkungen. 2008 war er als einziger Bildungsinländer Gründungsmitglied der ersten afrikanischen Hochschulgruppe an der Universität zu Köln.

Seit 2011 ist er als Eine Welt-Promotor für das Eine Welt-Landesnetzwerk NRW tätig. Zunächst widmete er sich thematisch den Bereichen Empowerment und interkulturelle Öffnung; seit 2016 befasst er sich vor allem mit den Themen Fluchtursachen und globale Zusammenhänge.

Mit niedrigschwelligen Angeboten trägt er dazu bei, kritische Selbstverortungsprozesse in einer globalisierten Welt voranzutreiben. So konnte die Ausstellung "Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?" an mittlerweile über 130 Standorten bundesweit gezeigt werden. Zusammen mit Doras Billstein, interkulturelle Eine-Welt Promotorin für den Regierungsbezirk Köln bei Migrafrica, Verein für junge afrikanische und andere Diaspora e. V. (VJAAD), produzierte er den Film "Koloniale Spuren in Köln".

Aktuell wird die neue Ausstellung "Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne? Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit" finalisiert, die ab 2021 verfügbar sein wird.

Zur Teilnahme am Podiumsgespräch

© Zoom Video communications

Zur Teilnahme am Podiumsgespräch über Zoom loggen Sie sich bitte mit dem folgenden Link, siehe unten, ein.

Die Zugangsdaten lauten:

  • Meeting ID: 699 276 1108     
  • Passcode: ZJ85RR

"8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt"

18. Dezember 2020, 17 Uhr

Hier geht es zum Podiumsgespräch via Zoom

Unsere Partner und Unterstützer

Ein besonderer Dank

Das Filmprojekt "8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt" anlässlich des Gedenkens zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren konnte nur durch die äußerst engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten realisiert werden. Neben den beiden Künstlern Lionel Somé und Marie Köhler gebührt unser besonderer Dank:

Christa Morgenrath

Gerhardt Haag

die uns in allen Phasen - von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung - mit ihrer fachlichen Expertise beraten und begleitet und damit maßgeblich zum Gelingen und Erfolg des Projektes beigetragen haben.

© meyeroriginals

Gerhardt Haag begann seine künstlerische Laufbahn 1973 mit der Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Westberlin. Nach dem dreijährigen Studium folgten Engagements an verschiedenen städtischen Bühnen in Deutschland, bevor er 1981 das Freie Werkstatt Theater in Köln mitgründete.

Unter seiner Leitung entstanden zwei aufsehenerregende internationale Jugendtheater-Projekte:

  • "Nein/Hayir"
    gegen die Zwangsverheiratung türkischer Mädchen, 1982
  • "Hanîn/Sehnsucht"
    zur Migration aus dem Maghreb nach Europa, 1994/95

Von 1995 bis 2016 leitete Haag das Theater im Bauturm in Köln. 2011 eröffnete das biennale africologneFESTIVAL als Projekt des Bauturm-Theaters das erste mal seine Pforten. Seit 2016 ist der Verein afroTopia e. V. Träger des Festivals. Künstlerischer Leiter ist von Beginn an Gerhardt Haag.

Als Ensemblemitglied der Stücke "KUNST" (Reza, 1996) und "Nora" (Ibsen, 2004) erhielt er den Kölner Theaterpreis. 2013 wurde Haag der Kölner Ehrentheaterpreis verliehen als "herausragende Persönlichkeit des Freien Theaters in Köln".

© Herby Sachs

Christa Morgenrath hat als Literaturwissenschaftlerin, Dramaturgin und Referentin des renommierten Regisseurs Dr. Roberto Ciulli bereits in den 90er Jahren am "Theater an der Ruhr" die Grundlagen des internationalen Kulturaustausches mitentwickelt. Diese konnte sie unter anderem im Rahmen der EXPO 2000 (Weltausstellung in Hannover) und beim "internationalen literaturfestival berlin" weiter ausbauen und während ihrer mehrjährigen Tätigkeit in Westafrika um wesentliche entwicklungspolitische Aspekte ergänzen.

Sie ist Initiatorin und Leiterin des Projektes "stimmen afrikas" im Allerweltshaus Köln e. V. und hat von 2009 an mit ihrem Team ein ständiges Forum für den Diskurs über Nord-Süd-Verhältnisse, Kultur und Politik in Afrika und Europa in der Dom-Stadt etabliert.

Darüber hinaus danken wir folgenden Projektpartnern für ihre Unterstützung