Beim Bau von Feuerwachen unterstützen wir mit unserem Fachwissen die Feuerwehr und den Rettungsdienst. So haben wir die Projektleitung für die Bauprojekte Feuerwehrzentrum Kalk sowie für die Feuerwachen in Weidenpesch, Mülheim und Chorweiler übernommen. Zuletzt haben wir das Feuerwehrzentrum Kalk an der Gummersbacher Straße in Deutz fertiggestellt. Im Mai 2020 beschloss der Rat, die Planung für eine neue Feuer- und Rettungswache im Stadtbezirk Innenstadt aufzunehmen.

Der neueste Auftrag: eine neue Wache für die Kölner Innenstadt

© Stadt Köln/Berufsfeuerwehr

Im Mai 2020 hat uns der Rat den Auftrag gegeben, die Planung für eine neue Feuerwache für den Stadtbezirk Innenstadt an der Agrippastraße 18 aufzunehmen. Zuvor sollen wir einen architektonischen Wettbewerb durchführen. Dazu werden aktuell alle noch vorhandenen Grundlagen ermittelt und zusammengestellt, damit eine entsprechende Auslobung veröffentlicht werden kann. 1962 waren an dem Standort die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Innenstadtwachen Apostelnkloster und Alter Markt als Feuerwache Altstadt zusammengeführt worden. Da am gleichen Standort neu gebaut werden soll, muss die Wache zuvor in eine Interimsheimat ausgelagert werden. 

Diese muss ebenso zentral gelegen sein und erst noch gefunden werden. Eine Sanierung des Bestandes hätte jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden, wenn er überhaupt nach den heute gültigen Anforderungen an Gebäudetechnik und Arbeitsschutz möglich gewesen wäre. Der Personalbestand der Wache ist seit der Inbetriebnahme im Jahr 1962 von ehemals ausschließlich 59 männlichen Mitarbeitern auf heute rund 160 Frauen und Männer angestiegen. Zugleich sind die Aufgaben an die Berufsfeuerwehr und den Rettungsdienst immer weiter gestiegen und steigen weiter an. Dazu sind zusätzliche Büroflächen, aber auch Spezialräume erforderlich. 

Eine Mammutaufgabe in drei Bauabschnitten in Weidenpesch

© ARGE Gatermann + Schossig

Schräg gegenüber der Galopprennbahn an der Scheibenstraße arbeiten wir voraussichtlich bis 2023 an der Feuerwache 5 für den Stadtbezirk Nippes, die wir teils generalsanieren und teils neu bauen. Rund 55 Millionen Euro setzen wir hier in drei Bauabschnitten um. Die neue Nutzfläche wird 13.000 Quadratmeter betragen. Die alten Gebäude wurden in den 1970er Jahren geplant und 1978 in Betrieb genommen. Der Komplex bestand zunächst aus einem sechsgeschossigen Direktionsgebäude (Bauteil A), der Fahrzeughalle (B1), der Fahrzeughalle des Führungsdienstes und der Direktionsfahrzeuge (B2) sowie der Nachrichtenabteilung (C). 2006 haben wir den Standort durch das Führungs- und Schulungszentrum (Bauteil D) erweitert. Hier sind bis heute die Leitstelle, die Feuerwehr- und Rettungsdienstschule sowie die Einsatzleitung und der Krisenstab untergebracht. 

Nun wird die Branddirektion in modernen, neuen Büros untergebracht. Dazu wurde das Direktionsgebäude (Gebäudeteil A) generalsaniert. Im Gebäudeteil B.1 wird zukünftig nicht nur die Fahrzeughalle sein, sondern im Obergeschoss werden sich auch die Sozialräume befinden. Bereits fertiggestellt ist das Bauteil B2, in dem die Leitstelle mit ihren Sozialräumen unterkommen wird. Aktuell befindet sich hier die Feuerwache. Die Nachrichtenabteilung (Bauteil C) wird als letztes saniert. Hier wird später die Abteilung für Informationssysteme einziehen. Ebenso bereits fertiggestellt ist das neue Bauteil E, das für den Fernmeldedienst vorgesehen ist, eine Sondereinheit der Freiwilligen Feuerwehr Köln. Aktuell befindet sich hier der Rettungsdienst.

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© Stadt Köln
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Platz für moderne Feuer- und Rettungswachen in Kalk

Der neue Komplex für das Feuerwehrzentrum Kalk besteht aus drei Gebäudeteilen. Diese sind um einen Übungs- und Betriebshof herum angeordnet. Durch den Neubau wurde die alte Feuer- und Rettungswache an der Gießener Straße aus dem Jahr 1911 ersetzt. Die alten Gebäude zu sanieren wäre nicht wirtschaftlich gewesen. Sie stammten teilweise noch aus den 1950er Jahren. Sie waren räumlich sehr beengt und in einem baulich schlechten Zustand. Außerdem bot der Standort nicht genug Platz, um eine moderne Feuerwehr unterzubringen. 

© Stadt Köln

Ein weiterer Grund für den Neubau war das notwendige Zusammenlegen aller Werkstätten der Feuerwehr Köln, die zuvor auf unterschiedlichen Feuerwachen im Stadtgebiet untergebracht waren. Das Gelände der ehemaligen Chemischen Fabrik in Kalk an der Gummersbacher Straße ist verkehrstechnisch hervorragend gelegen. Es bietet nun die Möglichkeit, die Feuer- und Rettungswache für Deutz und Kalk, ein Werkstattzentrum sowie eine neue Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr in einem zukunftsweisenden Feuerwehrzentrum unterzubringen. Der Feuerwehrturm ist der von weitem sichtbare Höhepunkt des Gebäudeensembles.  

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