Wir haben beim Abbruch und Neubau des Bezirksrathaus Rodenkirchen einen entscheidenden Meilenstein erreicht und biegen nun auf die Zielgerade ein. Nachdem das marode Bestandsgebäude vollständig zurückgebaut, die Schadstoffsanierung erfolgreich abgeschlossen und die Baugrube vorbereitet wurde, startet die finale Projektphase. Für diese dritte und letzte Projektphase der eigentlichen Neubaumaßnahme haben wir im November 2025 nach einem EU-weiten Wettbewerb ein Generalunternehmen beauftragt. Aktuell läuft die Übergabe des Projektes an dieses Unternehmen. Damit rückt die Fertigstellung eines modernen und bürgernahen Verwaltungsgebäudes in greifbare Nähe.
In drei Bauphasen zum neuen Rathaus
In Phase eins haben wir eine Schadstoffsanierung durchgeführt. Danach setzten wir einen "Knabberbagger" ein, um den Rohbau des Bestandsgebäudes oberirdisch abzubrechen. Aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse handelte es sich dabei um einen Langarm-Knabberbagger mit besonders großer Reichweite. Er "knabberte" den Bauschutt mit einer hydraulischen Schere auf eine Kantenlänge von 30 bis 40 Zentimetern klein. Vor allem bei Betonteilen kann dies zu Staubentwicklungen führen. Dabei entstanden allein beim Abbruch der Fassade rund 100 Tonnen Schutt, welchen wir vorübergehend in das Untergeschoss verfüllten. Ein Teil des Schutts der alten Fassade wird für die Wiederverwertung der neuen Fassadenelemente vorbereitet.
In Phase zwei haben wir den Verbau hergestellt, die Baugrube inklusive Tiefgarage ausgehoben und den unterirdischen Abbruch abgeschlossen. Mit Beginn der Phase zwei haben wir den Parkplatz an der Hauptstraße gesperrt und weitere Kampfmitteluntersuchungen durchgeführt. Diese blieben ohne Befund. Der Bauzaun wurde bis an den Gehweg der Hauptstraße versetzt. Im Anschluss haben wir begonnen, den vorderen Parkplatz zu entsiegeln, um ihn bodendenkmalpflegerisch zu erkunden. Während der archäologischen Arbeiten durch das Römisch-Germanische Museum wurden Überreste einer Hofanlage aus dem 19. Jahrhundert gefunden, freigelegt und dokumentiert. Im Anschluss daran erfolgten die Verbauarbeiten und der Aushub der Baugrube von der Hauptstraße bis zum verfüllten Keller des ehemaligen Rathausgebäudes. Hierauf folgte der Abbruch des Kellers, und die Baugrube wurde für die letzte Phase vorbereitet. Den Bauantrag hat das Generalplanungsteam am 4. April 2024 digital eingereicht. Die Baugenehmigung haben wir am 24. Februar 2025 erhalten.
In der nun laufenden dritten Phase entsteht der eigentliche Neubau mit Tiefgarage inklusive angrenzender Außenanlagen. Aktuell erarbeitet das Generalunternehmen die Ausführungsplanung. Sobald diese Planung freigegeben ist, können wir mit den Hochbauarbeiten starten. Dazu bereiten wir auf der Baustelle verschiedene Dinge vor. Dazu gehört beispielsweise die Errichtung eines Fluchttreppenturms an der Oststraße 12 für den Brandfall. Hierzu ist eine Sperrung des gesamten Parkplatzes notwendig. Diese wird bis zur im zweiten Quartal 2027 vorgesehenen Baufertigstellung andauern.
Der Rohbau erfolgt in vier Bauabschnitten:
- Erstellung des fünfgeschossigen Baukörpers
- Bau des dreigeschossigen Baukörpers
- Errichtung der Tiefgarage in Richtung Hauptstraße
- Errichtung des Mittelteils der Tiefgarage
Informationen zum Baustellenbetrieb
- Um die Hauptstraße nicht noch weiter zu belasten, biegen die Baufahrzeuge bereits am Kreisverkehr in die Barbarastraße ab und nehmen auch den Weg über sie zurück zum Kreisverkehr. Die Einbahnstraßenregel wird dazu aufgehoben. Bei der Untersuchung aller möglichen Varianten hat uns ein externes Verkehrsplanungsbüro diesen Weg als den zu bevorzugenden empfohlen.
- Auf der Baustelle wird werktags ab circa 7 bis maximal 19 Uhr gearbeitet. Nur in ganz besonderen Ausnahmefällen kann es zu einer Abweichung kommen.
- Während der Bauzeit findet kein gleichbleibender Baustellenverkehr um das Baufeld statt. Es gibt Tage, an denen kaum Baustellenverkehr für die Anwohnenden wahrnehmbar ist, dafür aber auch Spitzenzeiten.
- Auf dem circa 2,20 Meter hohen Bauzaun in Richtung Hauptstraße haben wir ein neues, großflächiges Bauzaunbanner nach unseren Gestaltungsrichtlinien installiert, das auf diese Internetseite verweist. Zudem hat der Bauzaun einen neuen, helleren Anstrich erhalten, um die Arkadengänge freundlicher zu gestalten. Für mehr Transparenz sorgen zudem Fenster im Bauzaun. Sie ermöglichen Einblicke in den Baufortschritt und bringen mehr Tageslicht in die angrenzenden Arkadengängen.
Wissenswertes zum Planungsablauf
In den Jahren 2020 und 2021 wurde der Betrieb des Bezirksrathaus Rodenkirchen von uns in zwei angemietete Übergangsdomizile ausgelagert, während für die Planung des Abbruchs sowie des Neubaus von uns ein Generalplanungs-Team gewonnen und beauftragt werden konnte. Der beschlossene Planungsauftrag zum Neubau des Bezirksrathauses in Rodenkirchen an der Hauptstraße 85 sah aber bereits einen Neubau an gleicher Stelle vor, um dort einen modernen wie repräsentativen Neubau zu errichten. Wir verwirklichen mit dem Neubau des Rathauses den Siegerentwurf eines Wettbewerbs aus dem Jahr 2018. Er stammt von einem Team rund um das Kölner Architekturbüro JSWD Architekten.
Der Neubau wird über fünf Vollgeschosse zuzüglich Galeriegeschoss statt der heutigen acht Vollgeschosse verfügen. Es entsteht ein bürgernahes und offenes Bezirksrathaus, mit dem eine deutlich attraktivere Wegeverbindung ("Rheinpassage") zwischen dem Vorplatz des Rathauses an der Hauptstraße und dem Rheinufer ermöglicht wird. Der Rathausvorplatz und der rückwärtige Bereich des Neubaus werden autofrei und einschließlich der Bushaltestelle neugestaltet. Dies soll für mehr Aufenthaltsqualität sowie Raum für Veranstaltungen auf dem Vorplatz sorgen. Zum Neubau wird eine zugehörige eingeschossige Tiefgarage eingeplant, die den gesamten Raum unter dem Vorplatz einnimmt. Das Bestandsgebäude stammt aus den 1960er-Jahren und entspricht nur ungenügend den Anforderungen an ein modernes, barrierefreies Dienstleistungs- und Verwaltungsgebäude. Die bauliche Fertigstellung soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 erfolgen.
Fragen und Antworten
Kontakt für Bürger*innen bei Fragen zur Baumaßnahme Fragen und Antworten zur Baumaßnahme und VerkehrsführungWeitere Informationen
Notrufserviceleitstelle der Gebäudewirtschaft
Telefon: 0221 / 221-20720 und 0221 / 221-20721
Telefonnummer für Notfälle rund um die Baustelle
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