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Durch eine städtebauliche Neuordnung soll das Zentrum des Stadtbezirkes Köln-Porz rund um das abgerissene ehemalige Hertie-Kaufhaus, das seit 2009 leer stand, wieder belebt und aufgewertet werden. Hierzu haben wir ein "Integriertes Stadtentwicklungskonzept" (ISEK) für Porz Mitte erarbeitet, das auf dem "Entwicklungskonzept Porz Mitte" aus dem Jahre 2010 inklusive dem aktualisierten Sachstand 2016 sowie den Planungen für eine Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes aufbaut.

Die Maßnahmen des "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes" greifen die sozialräumliche und städtebauliche Problematik auf. Ziel dieser Maßnahmen ist, mit Unterstützung der Akteurinnen und Akteure im Stadtteil, eine nachhaltige Stabilisierung, Revitalisierung und Entwicklung des Bezirkszentrums Porz als Einkaufs-, Arbeits- und Wohnstandort.

Diese Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Aufwertung sowie Neu- und Umgestaltung des Rheinboulevards Porz
  • landschaftsplanerischer Wettbewerb für den Friedrich-Ebert-Platz
  • Umgestaltung der Hauptstraße
  • städtebauliche Machbarkeitsstudie des Schulareals
  • Aufwertungsmaßnahmen an der öffentlichen Grünfläche der Glashüttensiedlung sowie an dem Kinder- und Jugendzentrum Glashütte
  • flankierende Maßnahmen wie beispielsweise ein Quartiersmanagement, ein Innenstadtmanagement inklusive einzelhandelsorientierter Verfügungsfonds sowie ein Rad- und Fußwegekonzept

 

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

© rheinsatz

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern haben wir hierzu 2017 erste Ideen und Vorschläge für Maßnahmen, die zur Stärkung der Porzer Innenstadt beitragen, zusammengetragen und konkretisiert.

Dabei waren die Themen vielfältig:

  • Gestaltung des öffentlichen Raumes 
  • Einkaufen und Arbeiten
  • soziale Infrastruktur
  • Bildung und Kultur
  • Verkehr und Umwelt 

Es fanden zwei Veranstaltungen und eine Online-Beteiligung statt:

Am 31. März 2017 wurde im Bezirksrathaus Porz in einer Abendveranstaltung über den Stand der Planungen informiert und erste Ideen und Anregungen aufgenommen. Die gesammelten Ergebnisse wurden bis zur zweiten Veranstaltung am 5. Mai 2017 hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit betrachtet. Zwischen den beiden Terminen gab es für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, in einer Online-Beteiligung weitere Ideen und Wünsche einzubringen. 

Informationen zur Online-Beteiligung

Beirat Porz Mitte

Der eigens für eine kontinuierliche Begleitung und politische Vorberatung bei der Umsetzung von Maßnahmen aus dem Entwicklungskonzept Porz Mitte gegründete "Beirat Porz Mitte" kam im Jahr 2017 in drei öffentlichen Sitzungen und einem Workshop zusammen.

In den Jahren 2018 und 2019 fanden jeweils drei Beiratssitzungen statt. Auf diese Weise können Anregungen und Wünsche der Bürgerschaft und Akteurinnen und Akteure vor Ort fortlaufend in einen weiteren Beteiligungsprozess einfließen.

Termine der Sitzungen

Beirat Porz Mitte - Termine, Mitglieder und Niederschriften

"Neue Mitte Porz"

Eine Initialzündung für die weitere Entwicklung von Porz Mitte bilden bereits jetzt der Abriss der Hertie-Immobilie und die Neubebauung des Friedrich-Ebert-Platzes.

Projektseite "Neue Mitte Porz" von moderne stadt
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Variant B1 - Friedrich-Ebert-Platz

Nach Erwerb des ehemaligen Hertie-Kaufhauses durch uns, haben wir "moderne stadt - Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH" mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Porzer Innenstadt beauftragt, die gemeinsam mit JSWD Architekten erarbeitet wurde. Am 10. September 2015 wurde das in der Machbarkeitsstudie aufgezeigte städtebauliche Planungskonzept in der Variante B1 durch den Rat beschlossen. Die Variante B1 beschreibt die Niederlegung der Bestandsbebauung und die Entwicklung des Areals mit drei gemischt genutzten Baukörpern. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens hatten sich zuvor rund 500 Porzerinnen und Porzer zur Machbarkeitsstudie eingebracht.

Machbarkeitsstudie

Mit Ratsbeschluss vom 28. Juni 2016 wurde moderne stadt GmbH mit der Umsetzung des Planungskonzeptes für den Friedrich-Ebert-Platz und das ehemalige Warenhaus betraut. Die Vorarbeiten zum Abriss des leerstehenden Hertie-Warenkaufhauses in Form der Schadstoffsanierung, Entkernung und Abbruch der Tiefgarage begannen im November 2017.

Seit März 2018 wird das ehemalige Warenhaus Stück für Stück mit Hilfe eines Longfront-Baggers und weiterer Spezialgeräte abgebrochen. Die Fertigstellung der Neubauten ist bis 2022 beabsichtigt.

Zur Verbesserung der Lagequalität und Ausweitung der Angebotsstruktur ist ein Nutzungsmix aus Handel, Dienstleistung, Wohnen und kulturellen Einrichtungen vorgesehen. Es sollen insgesamt rund 130 Wohneinheiten und etwa 5.400 Quadratmeter Brutto-Grundfläche für gewerbliche Nutzungen entstehen.

Im Erdgeschoss von Haus 1 wird ein Vollsortimenter und in den Obergeschossen Wohnen durch moderne stadt GmbH realisiert. Der städtebauliche Entwurf für die Neubebauung orientiert sich an der städtebaulichen Leitidee der europäischen Stadt, geprägt durch eine Folge von Gassen und Platzaufweitungen. Parallel zur Fertigstellung der einzelnen Baukörper erfolgt die abschließende Herstellung der Außenanlagen.

Haus 2 und Haus 3 werden durch Investoren entwickelt. In Haus 2 werden Handel und Wohnen Raum finden, während in Haus 3 voraussichtlich kirchliche Nutzungen, Wohnen und Handel beheimatet werden.

Der öffentliche Raum wird durch die Errichtung der drei Baukörper neu zugeschnitten. Die Niederlegung des Dechant-Scheben-Hauses ermöglicht die Freistellung der Kirche und somit die Durchlässigkeit zwischen den Geschäftsbereichen der Innenstadt. Die städtebauliche Neuordnung führt zu einer Attraktivierung der Geschäfts- und Dienstleistungsangebote und zu einer stadtgestalterischen Aufwertung des zentralen Bereichs.

Wie geht es weiter?

Auf Basis des "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Porz Mitte", das am 27. September 2018 vom Rat beschlossen wurde, können Fördermittel für die weitere Entwicklung von Porz Mitte eingeworben werden und die Revitalisierung und Belebung des Porzer Stadtkerns in den nächsten Jahren wie geplant umgesetzt werden.

Weiterführende Links

Kontakt

Wir stehen Ihnen gerne bei Fragen unter der Telefonnummer 0221 / 221-27052 zur Verfügung.

E-Mail an porz-mitte@stadt-koeln.de