© ARGE "Kölner Perspektiven 2030+"

Zehn Stoßrichtungen für die Umsetzung

Die zehn Vorschläge für Handlungsempfehlungen beschreiben die wichtigsten Stoßrichtungen für die zukünftige Kölner Stadtentwicklung. Sie zeigen auf, wie die formulierten Ziele erreicht werden. Sie sind aus dem Zielgerüst der 360-Grad-Perspektive und den Erkenntnissen der Stadträumlichen Perspektive gleichermaßen entwickelt und bilden damit das Bindeglied zwischen beiden Betrachtungsebenen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Vorschläge für Handlungsempfehlungen in Kurzform dar. Die Langfassung finden Sie in der Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+" auf den Seiten 120 bis 135. Die Reihenfolge und Nummerierung stellen keine Priorisierung dar. Das Stadtentwicklungsteam, bestehend aus 20 Amts- und Dienststellenleitungen, definiert entlang der zehn Handlungsempfehlungen jährlich die Schlüsselprojekte der Stadtstrategie. Die bisher benannten Schlüsselprojekte sind unter den jeweiligen Handlungsempfehlungen aufgelistet.

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Handlungsempfehlung 1: Klimagerecht leben

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Das Klima ist durch aktives Handeln und konkrete Zielsetzungen, bei gleichzeitiger Anpassung an den Klimawandel, zu schützen. Dafür bedarf es eines klaren Plans zur Reduzierung des CO2- Ausstoßes und zur Dekarbonisierung mit dem Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein. Konkrete Maßnahmen müssen die Reduktion der Emissionen durch Industrie, Haushalte und Verkehr bewirken.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 1: 

  • Klimaneutrales Köln 2035
    Klimaneutralitätsstrategie/Szenarienentwicklung/Energie- und Treibhausbilanzierung/Controlling und Monitoring – ein Projekt der Koordinationsstelle Klimaschutz
Zur Koordinationsstelle Klimaschutz

Handlungsempfehlung 2: Innere Werte

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Die bestehenden Flächenpotenziale sind nachhaltig zu nutzen, um den Flächenverbrauch zu reduzieren. Dafür ist auf eine aktive Liegenschaftspolitik zurückzugreifen, bestehende Instrumente der Grundstücksvergabe sind anzuwenden und durch kölnspezifische Ansätze zu ergänzen. Dies muss zusammen mit einer Erhöhung der baulichen Dichten und dem Aufbau eines digitalen strategischen Flächenmanagements erfolgen.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 2:

  • Köln Katalog
    Gebäudetypologien des Wohnens für kompakte und lebenswerte Quartiere – ein Projekt vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Zum Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Handlungsempfehlung 3: Kölner Mischung

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Der Bau von bezahlbarem Wohnraum ist erheblich zu steigern. Hierfür muss eine "Kölner Mischung" als neue Baukultur mit einem starken Fokus auf Verdichtung und Mischnutzung etabliert werden. Diese umfasst die sozialen Infrastrukturen, Angebote der Versorgung, Kultur und Bildung sowie attraktive Freiräume und Arbeitsplatzangebote.

Handlungsempfehlung 4: Frei-Raum

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Die urbanen Freiräume der Stadt sind zukünftig als Teil eines Systems multifunktionaler Räume für Erholung, Aufenthalt, Klimaanpassung, Naturschutz und Biodiversität sowie der Nahrungsproduktion zu behandeln. Es benötigt eine Koordination der unterschiedlichen Funktionen und Ansprüche, um die Nutzungskonflikte zu lösen und die Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Freiräume zu nutzen.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 4:

  • Masterplan Stadtgrün
    Sicherung, Qualifizierung und Komplettierung des Kölner Grünsystems – ein Projekt vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Zum Amt für Landschaftspflege und Grünflächen

Handlungsempfehlung 5: Verkehrswende

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Die Verkehrswende ist konsequent zu verfolgen und setzt dabei prioritär auf nachhaltige Mobilitätsangebote sowie eine deutliche Verringerung des motorisierten Individualverkehrs. Integraler Teil der Verkehrswende ist die Neubewertung und Reorganisation des Straßenraums.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 5:

  • Sustainable Urban Mobility Plan, kurz SUMP
    Nachhaltige, ganzheitliche, langfristige und städtische Mobilitätsplanung – ein Projekt vom Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung
Zum Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung

Handlungsempfehlung 6: Wirtschaft hoch 3

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Die Gewerbe-, Dienstleistungs-, Kreativ- und Industriestandorte sind differenziert zu entwickeln, zu qualifizieren, zu verdichten und mit unterstützenden Funktionen zu ergänzen. Die Integration urbaner Produktion in bestehenden innenstadtnahen Quartieren ist zu erhalten und weiter auszubauen.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 6:

  • Handlungskonzept Kreativräume
    Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in die Stadtentwicklung – ein Projekt vom Kulturamt
Zum Kulturamt

Handlungsempfehlung 7: Vorfahrt Bildung

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Die Bildung ist als Schlüssel für Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt, wirtschaftliche Teilhabe sowie Umwelt- und Klimaschutz weiter zu stärken. Dafür bedarf es neuer Wege, um den Austausch von Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zu beleben.

Handlungsempfehlung 8: Stadt-Leben

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Die Teilhabe, Solidarität und Chancengerechtigkeit ist aktiv zu fördern, um ein tolerantes Klima innerhalb einer vielfältigen Stadtgesellschaft zu schaffen und die Kölner Veedel als Orte des Zusammenlebens zu stärken.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 8:

  • Integrierte, strategische Sozialplanung
    Integrierte Ziel- und Strategieentwicklung zur Bewältigung der aus dem Lebenslagenbericht ableitbaren Herausforderungen – ein Projekt der Stabsstelle Sozialplanung/Sozialberichterstattung
Zur Sozialplanung in Köln
Zur Stabsstelle Sozialplanung

Handlungsempfehlung 9: Smarte Stadt

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Die digitale Infrastruktur ist weiter auszubauen und für die Entwicklung smarter und digitaler Angebote zu nutzen. Dies erhöht die Effizienz von Infrastrukturen, städtischen Diensten und der Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtbevölkerung. Hierfür bildet der nächste Schritt die Erprobung digitaler Anwendungen in Reallaboren.

Bisher benannte Schlüsselprojekte zur Handlungsempfehlung 9:

  • Digitalisierungsstrategie: un:box cologne
    Strategieentwicklung für das digitale Stadtleben der Zukunft als Teil der Kölner Digitalisierungsstrategie – ein Projekt der Stabsstelle Digitalisierung
Zur Stabsstelle Digitalisierung

Handlungsempfehlung 10: RegioCoop

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Die interkommunale Zusammenarbeit mit den benachbarten Kreisen und Städten ist zu intensivieren und verbindliche Formate und Strukturen der Kooperation zu vereinbaren. Dies beinhaltet die Öffnung für neue Modelle der Kompetenzteilung und die Förderung einer integrierten, regionalen Entwicklung.