Runder Tisch zeigt einen neuen Weg für die Realisierung in Köln auf

Das geplante "Museum Selma", das die Migrationsgeschichte Deutschlands in Köln sichtbar machen soll, war in den vergangenen Wochen Gegenstand intensiver öffentlicher und politischer Diskussionen. Hintergrund sind veränderte Rahmenbedingungen. Erhebliche Steigerungen der Baukosten machten bei der Projektträgerin, der DOMiD gGmbH (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland), ein Umdenken bei den bisherigen Standortfragen erforderlich. Zusätzlich erfordert die bis Ende des Jahres befristete Abrufmöglichkeit der Fördermittel des Bundes kurzfristige Entscheidungen. Die Stadt Köln begleitet diesen Prozess in enger Abstimmung mit den Fördermittelgebern intensiv und unterstützt das Vorhaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Um das Großprojekt angesichts der engen fördermittelrechtlichen Rahmenbedingungen nicht zu gefährden und eine zügige Realisierung zu ermöglichen, hat Oberbürgermeister Torsten Burmester die zentralen Akteure am Freitag, 5. Juni 2026, zu einem Runden Tisch eingeladen. Der Einladung folgten neben der Projektträgerin DOMiD und Vertreter*innen der Kölner Stadtverwaltung auch Repräsentant*innen der zuständigen Landesministerien, der Bezirksregierung Köln sowie Mitglieder der Kommunal- und Bundespolitik. Ziel dieses hochkarätig besetzten Austausches ist es, trotz der gestiegenen Kosten einen Weg aufzuzeigen, das Museum in Köln-Kalk zu realisieren.

Der Runde Tisch dient ausdrücklich dazu, im direkten Austausch mit allen Schlüsselpersonen partnerschaftliche und tragfähige Lösungen unter den geänderten Rahmenbedingungen zu finden. Der Fokus liegt dabei auf einer pragmatischen und zügigen Umsetzung, um das wegweisende Kulturprojekt für die Stadt und das Land zu sichern.

Oberbürgermeister Torsten Burmester:

Die jüngsten Diskussionen zeigen, wie viel den Menschen und der Politik an diesem Museum liegt. An keinem anderen Ort ist es besser aufgehoben als in Köln, wo mehr als 400.000 Einwohner*innen und über 60 Prozent der unter 18-Jährigen einen Migrationshintergrund haben – und wo Weltoffenheit Teil der DNA der hier lebenden Menschen ist. Dass wir alle das 'Museum Selma' in Köln haben wollen, steht außer Frage, nun haben wir die Weichen gestellt. Der Runde Tisch ist das richtige Werkzeug, um alle Kräfte zu bündeln, damit unsere vielfältige Kölner Museumslandschaft bald um ein Haus reicher ist, das die Geschichte der Migrant*innen in unserem Land neu erzählt und bundesweite Strahlkraft entfalten wird.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit