Baubeschluss für Arbeiten an Auf- und Abfahrtsrampen

Die Verwaltung gibt am Montag, 14. September 2026, eine Beschlussvorlage über den Einbau von baulichen Unterstützungskonstruktionen an der Zoobrücke in den Gremienlauf. Diese werden unterhalb der Auf- und Abfahrtsrampen auf beiden Rheinseiten hergestellt. Der Mobilitätsausschuss des Rates der Stadt Köln befasst sich damit in seiner Sitzung am Dienstag, 22. September 2026.

Um Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer von Teilbauwerken des 2,6 Kilometer langen Brückenzugs zu verlängern, werden – wie im April 2026 angekündigt – Schwachstellen schrittweise vor der geplanten Gesamtinstandsetzung behoben. Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt. Dazu gehören die Erneuerung der Entwässerung, in Teilen der Fahrbahnbeläge und der innenliegenden Beleuchtung.

Weitere Arbeiten betreffen nun die Verstärkung der Rampenbauwerke. Ursache sind statisch-konstruktive und materialbedingte Schwächen. Bei den Teilbauwerken Z1 (linksrheinisch) und D (rechtsrheinisch) ist Spannstahl verwendet worden, der anfällig ist für Spannungsrisskorrosion. Deshalb werden diese Teilbauwerke besonders im Blick behalten. Hier kann es zu plötzlichen Schäden am Bauwerk kommen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, weitere statische Verstärkungen vorzunehmen, die umfangreiche bauliche Eingriffe erfordern.

Der fließende Verkehr auf der Hauptrampe wird von diesen Arbeiten voraussichtlich nicht betroffen sein, da diese Arbeiten nahezu ausschließlich unterhalb des Brückenzuges stattfinden. Nur in einzelnen Fällen könnte es notwendig werden, in den Verkehr und Fahrspuren oder einzelne Auffahrten punktuell und zeitweise einzugreifen.

Nach aktueller Einschätzung werden die Arbeiten rund 18 Monate dauern. Vorbehaltlich der Vergabe der Leistungen ist der Beginn für das vierte Quartal 2026 geplant. Die Kosten liegen bei rund 25 Millionen Euro.

Unter SessionNet | Zoobrücke Los D, Los Z1 - Spannungsrisskorrosion kann die Vorlage im Ratsinformationssystem der Stadt Köln abgerufen werden.  

Hintergrund
Die Stadt Köln ist für vier Rheinbrücken verantwortlich: Mülheimer Brücke, Zoobrücke, Deutzer Brücke und Severinsbrücke. Sie sind wichtige Verbindungen zwischen beiden Rheinseiten und täglich stark frequentiert. Wegen ihres Alters und der intensiven Nutzung müssen sie nacheinander instandgesetzt werden.

In der bisherigen Planung ist die Gesamtinstandsetzung der Mülheimer Brücke bis Ende der 2020er Jahre abgeschlossen. Danach folgen die Severinsbrücke (etwa 2030 bis 2035), die Deutzer Brücke (etwa 2036 bis 2040) und zuletzt die Zoobrücke nach 2040. Die Erfahrungen aus den vorherigen Projekten fließen in die jeweils folgenden Instandsetzungen ein.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit