Stadt Köln hat Arbeiten an ein Generalunternehmen vergeben

Im Projekt Generalsanierung des Römisch-Germanischen Museums ist es der Stadt Köln nun gelungen, ein Generalunternehmen (GU) zu gewinnen, um das Museum zu sanieren, auszubauen und vollständig schlüsselfertig fertigzustellen.

Zur Leistung gehört zunächst, die Ausführungsplanung für den Hochbau auf Basis der vorliegenden Entwurfsplanung zu erstellen. Parallel erarbeitet die Stadt Köln mit dem GU einen belastbaren Terminplan.

Zuerst werden Bauzaun und Baustellen-Einrichtung rund um das Museum für den Start der Arbeiten umgebaut werden, was sich wie folgt auf den Rad- und Fußverkehr auswirken wird:

  • Die Flächen östlich des RGM in Richtung Kurt-Hackenberg-Platz und zwischen RGM und Studiengebäude werden Baustelleneinrichtungsfläche. Somit steht der Durchgang zwischen RGM und Studiengebäude für den Fuß- und Radverkehr nicht mehr zur Verfügung. Geöffnet bleibt der nördliche Durchgang zwischen RGM und Dombauhütte
  • Die Baustellenlogistik erfolgt über die Straße "Kurt-Hackenberg-Platz". Hier wird eine Ladezone eingerichtet.
  • Auch dies führt zu Einschränkungen des Fuß- und Radverkehrs, da der Zugang zur Römischen Hafenstraße, vom Kurt-Hackenberg-Platz kommend, ebenfalls für die Zeit der Baumaßnahme gesperrt ist.
  • Aufgrund der beengten, innerstädtischen Baustellen-Lage werden Flächen im leerstehenden Studiengebäude des RGM sowie weitere Flächen am Laurenzplatz zur Nutzung als Büro- und Besprechungsräume für die Zeit der Baumaßnahme zur Verfügung gestellt.
  • Die gesamte Baustelle wird mit einem illustrierten und beleuchteten Bauzaun, analog zu dem bereits bestehenden, ergänzt.

Die bauliche Ausführung startet mit der Betonsanierung im Innenbereich eines Bunkers aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges (Baujahr 1941/42). Das RGM war 1974 auf diesem Bunker errichtet worden und bildet mit ihm eine bauliche Einheit. Im Anschluss werden die Gebäudehülle, Dach und Fassaden instandgesetzt, bevor die Arbeiten im Inneren des Museums starten können. Das Gebäude ist zweigeschossig und steht unter Denkmalschutz.

Im Zuge des musealen Ausbaus sind mehrere hundert Schwerlast-Exponate, einige davon mit Gewichten über 500 Kilogramm zu bewegen. In Summe sind es rund 250 Ausstellungsstücke, die sukzessive zu ihrem finalen Ausstellungsort verbracht werden müssen. Diese einzubringenden Exponate sind einmalige historische Museumsstücke, welche in der Handhabung besonderer Umsicht bedürfen.

Zudem ist das Generalunternehmen verantwortlich für den Schutz des Dionysos-Mosaiks und des Poblicius-Grabmals. Die beiden einzigartigen Funde und Herzstücke des Museums verbleiben während der Bauzeit im Haus und sind durch verkleidete Gerüstkonstruktionen geschützt, die im Inneren klimatisiert sind. Im Zuge der Bauausführung müssen diese Einhausungen mehrmals umgebaut werden, um die umliegenden Bereiche sanieren zu können.

Die Gesamtkostenprognose inklusive Risiko, Nebenkosten, zusätzlichen Kosten des Museums und eines GU-Zuschlags liegt bei 177 Millionen Euro brutto. Eine Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist beantragt. Diese beträgt maximal 2,5 Millionen Euro.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit