Stadt Köln möchte Schutz und Erholung in Einklang bringen
Die Stadt hat in den vergangenen Monaten an insgesamt 55 Standorten in den Kölner Naturschutzgebieten neue Informationstafeln aufgestellt. Sie sind ein zentraler Baustein der Besucherlenkung und sollen für den Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt sensibilisieren.
Naturschutzgebiete erfüllen eine doppelte Funktion: Sie sind die wichtigsten Rückzugsorte für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig geschätzte Oasen für die stille Erholung. Mit dem Projekt soll beides konfliktfrei miteinander verbunden werden, um diese empfindlichen Bereiche effektiv vor Schäden und Störungen zu bewahren.
Da der Nutzungsdruck auf die Natur kontinuierlich steigt, helfen die Tafeln dabei, diesen abzumildern. Sie zeigen offiziell ausgewiesene Wege und erklären anschaulich, warum das Verlassen der Pfade die Brut- und Rückzugsräume seltener Arten gefährdet. Transparente Verhaltensregeln – wie das Wegegebot und das Anlehngebot für Hunde – klären Erholungssuchende umfassend auf.
Die Aufstellung der Informationstafeln, die sich an den jeweiligen Eingängen befinden, erfolgte schrittweise in fast allen 22 Naturschutzgebieten auf Kölner Stadtgebiet. Darüber hinaus weist die bereits vor einiger Zeit erneuerte, allgemeine Beschilderung innerhalb der Flächen mit Hilfe von Piktogrammen auf die bestehenden Regeln, wie zum Beispiel das Badeverbot und die Entsorgung von Müll, hin. Sogenannte Kopfpfähle – das sind Holzpfähle mit einen rot lackierten "Kopf" – dienen als direkte Wegemarkierung an den Wegen selbst.
Weiterführende Informationen zu den Gebieten, Routen und den genauen Verhaltensregeln finden Interessierte auch unter www.stadt-koeln.de/naturschutzgebiete