Gedenkveranstaltung am 21. Mai 2026 im VHS-Forum am Neumarkt

Vor 86 Jahren, am 21. Mai 1940, wurden etwa tausend Rom:nja und Sinti:zze vom Bahnhof Deutz aus nach Polen deportiert, wo sie in den dortigen Lagern schwerste Zwangsarbeit leisten mussten. Viele von ihnen wurden ermordet, andere starben an Krankheiten und Unterernährung. Bis heute ist der "Samudaripen" (das Wort aus dem Romanes für "vollständigen Mord") kaum im gesamtgesellschaftlichen Bewusstsein verankert.

Zum Gedenken an die Verfolgung und Ermordung von Sinti:zze und Rom:nja während der NS-Zeit findet am Donnerstag, 21. Mai 2026, 19 Uhr, die "Gedenkveranstaltung an den Völkermord an Rom:nja und Sinti:zze. Historische Verantwortung auch in Köln" im VHS-Forum am Neumarkt in der Kölner Innenstadt statt.

Oberbürgermeister Torsten Burmester wird sich mit einem Grußwort an die Anwesenden richten und ein Zeichen der Solidarität sowie gegen antiziganistischen Rassismus setzen. Zusätzlich wird es einen Impulsvortrag über die NS-Verfolgung in Kroatien sowie eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Roma-Organisationen geben. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für einen Austausch. Das Programm wird musikalisch begleitet. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von NS-DOK, Kölner Volkshochschule, Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln, Verein EL-DE-Haus e.V., Melanchthon-Akademie Köln und Rom e.V.. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Veranstaltung wird durch die Evangelische Kirche Köln und Region, den Carmen e.V., dem Bundesromaverband, den Romani Phen e.V., das Rautenstrauch-Joest-Museum, die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., das Katholische Bildungswerk Köln, das DOMiD, die Interkulturellen Zentren Köln, die Germania Judaica, die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus und den Verein ikult unterstützt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit