Aktueller Stand bei der Generalsanierung des Römisch-Germanischen Museums
Um die Schnittstellen von Hochbau und Museumsausbau zu verringern und damit weitere Risiken auszuschließen, soll der Generalunternehmer (GU) für die Generalsanierung des Römisch-Germanischen Museums nun auch den musealen Ausbau übernehmen. Zu dem Leistungspaket gehört neben dem Schutz der noch im Gebäude befindlichen Großexponate, dem Poblicius-Grabmal und dem Dionysos-Mosaik, nun auch der Vitrinen-Bau.
Die Sanierung des Museums hat noch nicht begonnen. Weil alle Maßnahmen gebündelt werden und das Projekt sehr komplex ist, verschiebt sich die Vergabe an den Generalunternehmer vom ersten auf das dritte Quartal. Die Stadt Köln geht jedoch davon aus, dass durch die Umsetzung aus einer Hand im Verlauf der Arbeiten wieder Zeit aufgeholt werden kann. Deshalb wird weiterhin mit einer Fertigstellung im dritten Quartal 2029 gerechnet. Der vorgezogene Rückbau im Inneren des Museumsgebäudes hingegen ist abgeschlossen. Auch die Arbeiten an der Decke der Dombauhütte, der Trafostation sowie an der Brüstung zur Dombauhütte sind fertig. Derzeit werden noch zusätzlich Poller Richtung Roncalliplatz installiert, um die Durchfahrt von Fahrzeugen auf ein Minimum zu beschränken.
Der Rat der Stadt Köln hatte im Februar 2024 den Baubeschluss gefasst. Durch die vorgezogenen Arbeiten konnten Erkenntnisse daraus bereits in die Kostenberechnung einfließen. Die prognostizierten Baukosten betragen rund 169 Millionen Euro brutto inklusive einem Risikopuffer von rund 26 Millionen Euro sowie einem Generalunternehmer-Zuschlag in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Hinzu kommen rund acht Millionen Euro für den musealen Bedarf: Restaurierung und Herrichtung der Exponate der zukünftigen Ausstellung, deren Transport und Handling, die inhaltliche Vorbereitung von Ausstellungsmedien und Vermittlungswerkzeugen sowie die Herstellung haptischer Modelle inklusive der Beschaffung des dazu notwendigen Materials. Zusammen ergibt das prognostizierte Gesamtkosten von 177 Millionen Euro.
Der aktuelle Statusbericht zum Projekt ist im Ratsinformationssystem einsehbar : SessionNet | Sachstandsbericht zur Generalinstandsetzung des Römisch-Germanischen Museums (RGM) - Stand 15. April 2026