Der Kölner Radverkehr bleibt im ersten Halbjahr 2026 auf hohem Niveau
In Köln ist die Zahl der Radfahrenden im ersten Halbjahr 2026 erneut gestiegen. An den städtischen Zählstellen wurden insgesamt 11.774.538 Radfahrer*innen registriert – rund ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort: Bereits im Rekordjahr 2025 war die Zahl der erfassten Radfahrer*innen um elf Prozent gestiegen.
Für den Vergleich wurden nur die Zählstellen berücksichtigt, die im gesamten Auswertungszeitraum zuverlässig Daten geliefert haben. Die Zählstellen an der Kalker Hauptstraße, am Auenweg und an der Alfred-Schütte-Allee wurden wegen technischer Störungen oder Baustellen nicht in die Auswertung einbezogen.
Rekordwert von 16.679 Radfahrer*innen auf den Ringen
Am 19. März wurde an der Zählstelle am Hohenzollernring ein neuer Rekord gemessen: Am Streiktag der KVB fuhren 16.679 Radfahrende über die Ringe. Zum Vergleich: Am selben Tag wurden 13.524 Kraftfahrzeuge gezählt.
Die Zahlen zeigen, dass das Fahrrad längst nicht mehr nur für Freizeitfahrten genutzt wird. Es spielt eine immer größere Rolle im Alltag und insbesondere im Pendelverkehr. Während im ersten Halbjahr 2025 an 18 Tagen mehr Fahrräder als Autos auf den Ringen unterwegs waren, wurde dieser Wert 2026 bereits an 30 Tagen erreicht. Die Auswertung macht deutlich: Je besser und durchgängiger die Radinfrastruktur ist, desto stärker wird das Fahrrad im täglichen Verkehr genutzt.
Zuwachs durch Sperrung des Stadtbahnverkehrs auf der Deutzer Brücke
Seit dem 29. Juni 2026 ist der Stadtbahnverkehr der KVB über die Deutzer Brücke vollständig gesperrt. Ein Vergleich der durchschnittlichen Radverkehrszahlen an Werktagen im Juni seit Beginn der Sperrung zeigt einen deutlichen Anstieg: Die Zahl der Radfahrenden auf der Deutzer Brücke stieg um rund 20 Prozent. Während im Juni durchschnittlich 4.700 Radfahrende pro Werktag gezählt wurden, waren es in der Woche ab dem 29. Juni bereits 6.800. Die Entwicklung wird während der weiteren Dauer der Sperrung fortlaufend ausgewertet, um die Auswirkungen auf den Radverkehr besser einordnen zu können.
Dauerzählstellen im Internet
Die Webpräsenz zu den Kölner Dauerzählstellen wurde vom Anbieter modernisiert und erweitert. Neben einem übersichtlicheren Layout werden im neuen Dashboard eine Vielzahl von weiteren Daten zur Verfügung gestellt. Auch der Link hat sich geändert: Er lautet jetzt https://stadtkoeln.eco-counter.com/.